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Anm. f. Die Prinzipien der Sozialiſtenpartei uan. 4, 163 —166.
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Collection › Eckhardt's Reallexikon › index › sozialismus
A cumulative subject index to seven Missouri Synod periodicals, compiled by E. (Ernest) Eckhardt (1868–1939) and printed at St. Louis between 1907 and 1917. Under each headword it sets numbered theses, and beside each thesis the places where the periodicals had treated it — by volume and page, running twenty years past the last of Der Lutheraner's own registers. Where the archive holds the volume a citation names, the citation below is a link to that page.
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9 entries under sozialismus.
Anm. f. Die Prinzipien der Sozialiſtenpartei uan. 4, 163 —166.
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4. Sozialismus und Kirche. Die Sozialdemokraten ſind der chriſtlichen Kirche ſeind. Zwei Anklagen ſind 3 beſonders, die man gegen die Kirche erhebt: a. Die Kirche habe ihre Aufgabe ver— fehlt. Die Menſchen müſſen frei und gleich gemac' werden. Dazu rührt die Kirche keinen Finger, ſondern hält mit ihrer Lehre von der Untertänigkeit dieſes Bel nur auf. — Dagegen: 1. Die Kirche hat gar nicht die Befreiung venn Kapitalismus zur Aufgabe, ſondern nur das Edan. gelium zu predigen. 2. Chriſtus hat die Juden auch nicht aufgehert das läſtige Tyrannenjoch der Römer abzuſchüneln. ſondern ſagt: Gebet dem Kaiſer, was des Kaiſer iſt. 3. Obwohl die Kirche es gar nicht mit irdiichen Dingen zu tun hat, ſo trägt ſie doch viel zur Aui beſſerung der Lage bei. Sie macht aus menicher⸗ freſſenden Völkern ſittſame, friedfertige Nationen. b. Die Kirche halte es mit den Reichen und unterdrüchke die Armen. Sie ſtehe der Aufbeſſerung ihrer Lage im Wege. — Chriſtentum ſei Stlaverei. — Dagegen: 1. Wohl iſt es wahr, daß die Kirche nicht ale Armut und alles Elend den Kapitaliſten zur Lan legt, wie die Sozialiſten. Sie ſtraft auch das gen— loſe Weſen derer, die ihre Armut ſelbſt verſchulde: haben. Die Sünde iſt der Leute Verderben. 2. Die unſchuldigen Armen aber hahen keinen beſſeren Freund als die ſchriſtliche Kirche. Wo ſind die Kinderfreundgeſellſchaften, Altenheime. Hoſri— täler, Waiſenhänſer der ſozialiſtiſchen Partei? — Anm. Die Sozialdemokraten Deutſchlands haben ei— nen Maſſenſtreik gegen die Kirche auf ihre Fahne ge⸗ ſchrieben. 5. Sozialismus und Religion. Sozialdemokraten ſs— gen: Sozialismus habe nichts zu tun mit Religion. Re⸗ ligion ſei Privatſache. Dagegen aber iſt zu bemerken: a. Schon aus Obigem geht hervor, daß der Sozialis⸗ mus in ſeinen Prinzipien manches enthält, was wider das Chriſtentum iſt: Eigentum iſt Diebſtahl gegen das 7. Gebot. Umſturz der Obrigkeit gegen das 4. Gebot. Anm. Glaube und Sozialismus vertragen ſich nicht. Solange ein Arbeiter glaubt, daß alles, was Gott tut, wohlgetan iſt, ſo lange wird er die nach ſeinem ckriſt⸗ Rüre Glauben von Gott eingeſetzte Obrigkeit nicht um— türzen. b. Das ganze wiſſenſchaftliche ſozialiſtiſche Syſtem bon Marr iſt auf Materialismus und Evolution aufgebaut. Da hat der Glaube an Gott keinen Raum. Luth. 70, — 5. c. Die ganze ſozialiſtiſche Preſſe führt Krieg gegen die
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und zieht ſeine Dividenden, ohne daß man zu arbeiten braucht. Das Kapital mehrt ſich durch die Arbeit. welt; der Arbeiter dran wendet. Jeder Cent des Proiits 6 dem Arbeiter geraubt. b. Folge. Die Folge des Kapitalismus iſt Klaßien. kampf. Kapital und Arbeit ſtehen ſich feindſelig genen über. Der Arbeiter ſieht in ſeinem Herrn nicht einen Verſorger und Beſchützer, ſondern einen Gegner, gegen ——— den er ſich ſelber ſchützen muß. Auch die allgemeine M. ral leidet darunter. Selbſt für die große Zahl Chebre cher iſt der Kapitalismus in hohem Maße veramwer— lich. (Geldheiraten und das daraus folgende Unglnt“ Der Menſch iſt ein Produkt ſeiner Umgebung, wie al großen Männer Produkte der ökonomiſchen Verhähnttihrer Zeit waren.
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3. Konſtruktiver Sozialismus, ſofern er ſich damit de faßt, die übelſtände, die unter dem Kapitalismus herr ſchen, abzuſchaffen. Manches, was die Sozialiſten ee— fürworten, z. V. Verkürzung der Arbeitszeit. Lehn erhöhung u. ſ. w., hat nur den Zweck. die Lage des 4. beiters unter dem jetzt beſtehenden Syſtem zu beßen Wichtiger iſt ſchon die Volksregierung. Initiative. K2 ferendum, Recall. Quart. 4, 222. Aber das gante Syſtem muß abgeſchafft und an ſeine Stelle ein neu.⸗ DVv¶V gejetzt werden. Dazu gehören hauptſächlich ſolgende Sticke: a. Kooveratives Gemeinweſen. Eiöen— bahn. Erpreß. Telegraph. Telephon u. ſ. w. joll zun Volkseigentum gemacht werden und der Profit daben den Arbeitern zugute kommon. Dasſelbe ſoll nach und nach mit allen Induſtrien geſchehen: El, Kohlen. Flenn u. ſ. w. Wie ſoll ſich der Staat in den Veſitz der Ir— duſtrien ſetzen? Durch Kauf. Quart. 4, 221. Ammn. a. Sozialismus iſt nicht eine Verſtaatlichunn des Eigentmns. Daß in Deutſchland das Eiienbahn— weſon, in unſerm Lande das Poſtweſen in Händen der Regierung iſt, iſt nicht ein Stück des Sozialismus. Men will nicht Staatseigentum, ſondern Kollektiveigentun, Gemeingut. Anm. b. Was die Ackerbaufrage betrifft. verſagt der Sozialismus. d. h. Marr ſchweigt ſich darüber aus. b. Der Ertrag der Arbeit gehört unperkürzn nach gleichen Rechten allen Geſellſchaftsgliedern. Anm. Sozialiſten wollen die kapitaliſtiſche Kla'e ſtürzen. Veſitz ergreifen von Land und der Maſchinerte ö mit welcher ſie bisher für das Kapital Reichtum erworben haben, um hinfort damit ſich ſelbſt Reichtum zu et— werben. Kerr. c. Privatkapital als Sondereigentum wird ab— geſchafft und in Geſamtkapital verwandelt. Sozialis mus ſucht die Arbeiterfrage durch Kommmimismus zu le ſen. Mit. 190f, 12. 13. 16. ‚ Anmm. a. Eigentumsrecht iſt unrecht und die Wurzel alles Übels.
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Religion und verbreitet ſchriftwidrige, antichriſtliche Le— bensanſchanuungen. Anm. Die Sozialiſtenführer leugnen das Daſein Gottes, die Seele, die Auferſtehung Chriſti u. ſ. w Weihnacht können ſie nicht feiern, da ſie keine Welterlö⸗ ſung durch Chriſtum glauben. Luth. 64, 398. Sie ver⸗ werfen das göttliche Sittengeſetz und richten ihr eigenes auf: Was gut iſt für den Arbeiter, das iſt recht; was ihm ſchädlich iſt, iſt unrecht. Luth. 70, 122. Sie ver- legen den Himmel auf die Erde. Luth. 69, 394. So⸗ zialismus iſt aus dem Atheismus hervorgegangen und führt zum Atheismus. Luth. 70, 8. Er ſteht im dia— metralen Gegenſatz zum Chriſtentum. Luth. 68, 220. 221. 45, 198. Einwand. Es ſeien bloß einzelne Sozialiſten, die die Religion bekämpfen. Das dürfe man nicht auf Rech⸗ nung der Partei ſetzen. — Aber die Partei bekennt ſich zu den atheiſtiſchen Prinzipien des internationalen So- zialismus, verbreitet mit großem Eifer die atheiſtiſche Literatur des Marrſchen Sozialismus und ſucht das Volk. durch dieſe Wiſſenſchaft zu ſammeln, zu erziehen und aufzuklären. Ihre Erziehung trägt jetzt ſchon böſe Frucht. Luth. 69, 284.
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6. Welche Stellung ſollen wir zum Sozialismus einnehmen? a. Wir verwerfen u alles, was die Sozialiſten anſtreben, B. Verſtaatlichung der Eiſenbahnen, des Telegrarhen⸗ Telephonweſens, die ſtädtiſche Verwaltung von Waſſerwerken, Straßenbahnen, Beleuchtung u. ſ. w. (obwohl dieſes bei ihnen nur Mittel zu einem andern Zweck iſt, nämlich das jetzt beſtehende Syſtem über den Haufen zu werfen). Anm. Würde ſich die ſozialiſtiſche Partei nur mit Politik befaſſen, dann könnten auch wir Chriſten uns ihr anſchließen, wie den andern Parteien auch. Inſofern dieſes eine politiſche Sache iſt, geht es die Kirche nichts an. b. Was aber gegen Gottes Wort iſt, müſſen wir bekämpfen. Wir dürfen auch nicht gleichgültig daſtehen, wenn unſern Gemieindegliedern unchriſtliche Ideen eingeimpft werden. Anm. a. Der Kampf gegen Sozialismus iſt nötiger, als man gewöhnlich meint. Ann. b. Die ſozialen Veſtrebungen der Zeit muß ein Paſtor im Auge behalten. Wenn Sozialiſten mit un— chriſtlichen Ideen in die Gemeinde einbrechen, muß der Paſtor wehren. Das iſt nicht eine politiſche, ſondern paſtorale Tätigkeit. Doch muß er dabei mit großer Vor ſicht verfahren. Anm. c. Auch den chriſtlichen Sozialismus, der die Lehren des Chriſtentums im Weltgetriebe zur Anwen— dung bringen will und weltliches und geiſtliches Reich vermiſcht, müſſen wir verwerfen. Anm. d. Ein bekehrter Sozialiſt Luth. 42, 102.
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Sozialismus Abhandlungen. Was iſt Sozialismus? Quart. 4, 154—167. nits nur Politik? Luth. 69, 213. 214. Sozialismus 3—395. Sozialismus hat keinen Raum für den Glauben an Gott. Luth. 70, —5. Er verwirft das göttliche Sittengeſetz und macht ſich ſein eigenes Luth. 70, 122—124, widerſetzt ſich der göttlichen Ordnung der rtlärt Eigentum für Unrecht. Luth. 70, 201. Der Sozialismus. Luth. 69, 296 bis 298. 315—347. 360. 361. Der Kirche wird das Todesurteil geſprochen. Luth. , 165. 166. Die ſozialiſtiſche Partei in den Vereinigten Staaten betreibt den ech— ten, atheiſtiſchen, Marrſchen Sozialismus. Luth. 70. ialdemokratie, Kommunismus und Sozialismus. Luth. murs. Mit. 1001, 10 ff. L. W. 58, 230. Sozialismus.
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1. Der Vater des Sozialismus iſt Karl Marr, geſt. 883. Der Marrſche Sozialismus wird auch der wiſ— jenſchaftliche genannt. Mit. 1901, 11. Anm. a. Der Sozialismus hat ſich in den letzten. Jahrzehnten ſehr ausgebreitet, ſowohl in Deutſchland als auch in Amerika. In unſerm Lande bildet er erſt ſeit 1899 einen nennenswerten Faktor in der Politik. Quart. 4, 154. Die ſozialiſtiſche Druckerei in Chicago von Kerr & Co. Luth. 69, 297. Anm. b. Auch in den Unions gewinnt der Sozia— lismus immer mehr an Ausdehnung.
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2. Kritiſcher Sozialismus, ſofern er ſich damit befaßt, die wirtſchaftlichen und ſozialen Verhältniſſe zu unter⸗⸗ iuchen und zu beurteilen. a. Urſache. Die Maſchinen brachten Zentraliſation der Induſtrieleitung mit ſich, ganz im Sinne des So- zialismus. Unter der Ausbildung des Maſchinenweſens aber hat ſich ein gewaltiges Übel herausgebildet: der Kapitalismus. Man ſteckt ſein Kapital in Maſchinen
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