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Die Schule (1913)
Lehrer und Singchor.
Abhandlungen.
Der kirchliche Chorgeſang. 14, 46—52. 75—81. Welche Stellung nehmen
Geſangvereine in unſern Gemeinden ein, nach welchen Grundſätzen ſind ſie zu lei⸗
ten und was kann geſchehen, ſie zu heben? 32, 303—307. Inwiefern kann die
Leitung von Geſangvereinen dem Lehrer hinderlich in ſeinem Amte werden? 44,
34, 298 —-299.
Der Lehrer und der Singchor.
1. Geſchichtliches. Singchöre gab es ſchon zu Davids Zeit. David hatte 4000 Lobſänger angeſtellt. — Zur Zeit Luthers hatte man die Kurrende, vom Kantor geleitet. Schulb. 9, 179. Loch. 30. Die lutheriſche Kirche hat den Singchor immer gepflegt. Schulb. 34. 298. Neb. 98, 89. Erſt ſeit 1715 bediente man ſich auch der Frauenſtimme im Chor. Loch. 30. 31.
2. Bildung eines Singchors. Unter günſtigen Verhältniſſen ſollte der Lehrer die Bildung eines Singchors befürworten. Nicht bloß gewiſſe Bevorzugte, ſondern jedes des Geſangs fähige Gemeindeglied ſollte Zutritt haben und willkommen ſein. Schulb. 32, 307. Offenbaren Unchriſten ſoll der Anſchluß verſagt ſein und aller weltliche Sinn aus dem Singchor ſerngehalten wer · den. Schulb. 32, 305. 306.
Anm. a. Es wäre verkehrt, erſt dann einen Singchor gründen zu wollen, wenn man Leute hätte, die Noten kenntnis beſitzen.
Anm. b. Der Lehrer erziehe ſich durch die Schule einen gemiſchten Chor.
Anm. c. Der Lehrer hüte ſich aber auch, daß die Leitung des Gefangvereins ihm nicht hinderlich im Amt werde.
3. Der Zweck des Gemeindeſingchors. Der Singchor ſoll dienen
- Schulb. 9, 179
- Loch. 30
- Schulb. 34. 298
- Neb. 98, 89
- Loch. 30
- Loch. 30. 31
- Loch. 30. 31.
2
- Schulb. 32, 307
- Schulb. 32, 307. O
- Schulb. 32, 305
- Schulb. 32, 305. 306
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1.
als Leitung beim Gemeindegeſang
Die Schule (1913)
1. als Leitung beim Gemeindegeſang. Neue Lie— der kann der Singchor erſt vorſingen,
- Schulb. 32, 305
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- Schulb. 32,
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2.
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Die Schule (1913)
2. zur Verſchönerung des Gottesdienſtes.
Anm. a. Die Chriſten ſollen auch mit der Gabe des Geſangs dem Herrn dienen.
Anm. b. Die Kirchenmuſik ſollte im Dienſt des Heiligen bleiben. Sie ſoll immer im Zuſammenhang mit dem Gottesdienſt ſtehen und nicht die Ge— ſtalt eines geiſtlichen Konzerts annehmen. Loch. 34. Keine Komödien und theatraliſchen Geſänge im GSottesdienſt! Schulb. 11, 38. Nicht alle Chorſtücke paſſen für die Kirche. Schulb. 34, 299. Neb. 98, 90. Vergl.: Der kirchliche Chorgeſang 14, 46 bis 52. 75—81. — Melodie und Harmonie müſſen im rein kirchlichen Stil gehalten ſein. 14, 76;
- Loch. 34
- Schulb. 11, 38
- Schulb. 34, 299
- Neb. 98, 90
- Loch. 32
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- Loch. 32. 33
margin
- Loch. 29
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3.
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Die Schule (1913)
3. zur Zuſammenhaltung der Jugend in der Ge— meinde und Fernhaltung von böſen Dingen. Durch einen Singchor kann man oft junge Leute aus ſchlechter Geſellſchaft fernhalten. L. W. 19, 344;
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4.
zur Verdrängung ſchlechter Geſänge
Die Schule (1913)
4. zur Verdrängung ſchlechter Geſänge. Durch Einübung guter Lieder kann man auf Veredelung des muſikaliſchen Geſchmacks hinarbeiten, daß das Wohlgefallen an ſchlechten Liedern ſchwindet.
4l. Regeln für den Dirigenten: Der Leiter
des Geſangchors ſoll
1. den Sängern, wenn nötig. Notenkenntnis beibringen und die muſikaliſchen Zeichen erklären,
2. beim Intonieren nicht bloß den Grundton, ſondern den Grundakkord angeben,
3. bei der Auswahl des Einzuübenden Vorſicht brauchen,
4. rührig fleißig ſein am Einüben, aber be— ſcheiden und zurückhaltend beim Vorführen,
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5.
mit ſeinem Chor nie glänzen wollen
Die Schule (1913)
5. mit ſeinem Chor nie glänzen wollen. Er ſoll nicht beſtrebt ſein, eine Vorſtellung geben zu wol— 920 40, 254. Beiſpiel: „Nimm deine Pil“ 43,
79.
5. Der Tert der vom Singchor im Got ;
tesdienſte geſungenen Stücke ſollte der Ge—
meinde bekannt oder wenigſtens verſtändlich ſein. Doch
mag z. B. auf Synoden auch einmal ein lateiniſches Lied
geſungen werden.
6. Die Begleitung. Ob der Singchor mit der
Orgel begleitet werden ſoll oder nicht ſ. Loch. 39.
7. Die Sänger ſollten regelmäßig zur Singſtunde
kommern.
Aum. a. An Stelle eines Singchors iſt auch ein Po⸗
gaunenchor an ſich nicht zu verwerfen. Doch haben viele
Gemeinden traurige Erfahrungen damit gemacht.
Anm. b. An weltlichen Singvereinen, wo das Lied
in den Dienſt der Sünde geſtellt oder die Singſtunde mit
en Ball abgeſchloſſen wird, ſoll man ſich nicht betei⸗
den.
- Loch. 39
- Loch. 39.
7
- Lied
i
- Neb. 98, 90
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- Loch. 33
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- Schulb. 34, 299
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- Schulb. 32, 306
margin
- Schulb. 34, 301
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- Luth. 64, 94
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