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Digital Archive
Collection › Eckhardt's Reallexikon › index › selbstsucht
A cumulative subject index to seven Missouri Synod periodicals, compiled by E. (Ernest) Eckhardt (1868–1939) and printed at St. Louis between 1907 and 1917. Under each headword it sets numbered theses, and beside each thesis the places where the periodicals had treated it — by volume and page, running twenty years past the last of Der Lutheraner's own registers. Where the archive holds the volume a citation names, the citation below is a link to that page.
The alphabetical run is here in full, Abendmahl through Wunder, assembled from five scans: two archive.org items, a pair from Google Books that closes what had looked like a gap in the middle of the alphabet, and the archive.org tail. With it are the Beichtreden appendix, Eckhardt's own printed Register, and the separate 1913 treatise Die Schule, bound in with the later volumes and kept here under its own heading.
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4 entries under selbstsucht.
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1. Der gefallene Menſch liebt ſich ſelbſt, lebt ſich ſelbſt und dient ſich ſelbſt. Er iſt ein Egoiſt, von der Selbſt— ſucht ganz durchdrungen. Anm. a. Der unbekehrte Menſch tut alles aus Eigen— nutz O. 92, 24, auch da, wo das natürliche Mitleid ihn treibt. Cal. 190t, 51. Er ſieht nur auf ſeinen Vorteil. Jeder iſt ſich ſelbit der nächſte. Wis. 1900, 30. Anm. b. Der eine ſieht nur auf ſeinen Vorteil, der andere ſucht ſeinen Vorteil ſelbſt mit des Nächſten Scha— den, auch wenn er ſelbſt davon gar keinen Vorteil hat. Mißgunſt, Neid, Schadenfrende. Anm. c. Der Selbſtſüchtige iſt wie ein Kürbis, der ſich ausbreitet und andern Gewächſon allen Saft ent— zieht, nur damit er groß wird. Aum. d. Die Selbſtſucht hängt auch dem Chriſten noch an. Anm. e. Zu unterſcheiden iſt Selbſtſucht und Selb ſtändigkeit. Die Selbſtändigkeit vertritt, was ſie aus Gottes Wort für recht erkannt hat, wenn auch die ganze Melt dagegen ſtünde. Die Selbſtſucht will unter allen Umitänden ihre eigenen Intereſſen durchſetzen.
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2. Wie zeigt ſich die Selbſtſucht in ihren Folgen? Mit der Selbſtſucht ſtehen allerlei Sünden in Verbindung. a. Um ſich ſelbſt leben zu können, kümmert ſich der Selbſtjüchtige nicht um Gott und ſein Wort, kündigt El— tern und Herren Dienſt und Gehorſam auf, lügt, be— trünt, übertritt die Schranken des 6. Gebots u. ſ. w. b. Die Selbſtſucht zeigt ſich im irdiſchen Beruf. Der eine arbeitet, damit er immer mehr bekomme, der an— dere aus Ehrgeiz u. ſ. w., aber alles läuft ſchließlich auf den eigenen Vorteil hinaus. c. Selbſtſucht iſt der eigentliche Grund der Arbeiter-wirren. Das würde auch in einem ſozialiſtiſchen Staate — anders, ſolange die Selbſtſucht bliebe. Mit. 19901 5 Der Selbſtſucht iſt es meiſt zuzuſchreiben, wenn de Gaben für Gottes Reich ſo gering ſind. Man muß ert für ſich ſelber ſorgen, braucht alles für ſich und ſeine milie oder mißbraucht die irdiſchen Güter, um dem Zlen ſche zu fröhnen. e. Auch wenn man etwas gibt oder tut für den Nät ſten, geſchieht es im eigenen Intereſſe. 1. Man gibt, um etwas wieder zu bekommen Auf dieſem Prinzip beruhen die Lebensverſichernnz Can. 82, 45. 46 und viele Unterſtützungsgeſellſchor ten. Ihre Unterſtützung iſt keine Barmherzigken. ſondern Selbſtſucht. Anm. a. Hierher gehören Wohltätigkeitsballe Bazare, Ice-cream socials u. ſ. w. zum Beſten der Kirche. Man gibt für Arme, Miſſion u. ſ.r. will aber etwas dafür ſehen, hören, ſchmecken oder dafür Einlaß haben zum Tanz. Anm. b. Der natürliche Menſch gibt eigentlich gar nicht. Er kauft ſich das, was ihm ebenſo hetz ſteht oder höher als das, wovon er ſich trennen muß. 2. Man tut, was man tut, aus Ehrgeiz. Men cher gibt eine große Samme, damit ſein Name ge rühmt wird. Matth. 6, 3. Gemeinden ſam meln große Kollekten, ſeten ſchöne Gebäude bin uni zu prahlen. Paſtoren ſind eifrig in Miſſion und Schule, um Ehre und Gunſt zu erlangen. 2u 18. 16. 3. Man will durch ſeine Werke etwas bei Gen verdienen, ſich eine eigene Gerechtigkeit verſchaffen Phariſäer. f. Selbſtſucht, Ehrgoiz. Eigenliebe ſtört die Einigken im Geiſt in der Kirche und iſt die Mutter vieler Spah tungen.
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3. Selbſtſucht iſt Sünde gegen die a. erſte Tafel. Der Menſch macht ſich ſelbſt zu Gott. Wir ſollen nicht uns ſelbſt leben, ſondern dem Herrn. 2 Kor. 5, 15. Röm. 14, 7. 8: Phil. 2, 4: Ein jeglicher ſebe b. zweite Tafel. nicht auf das Seine, ſondern auf das. das des andern iſt. 9. Wubot, 1 Lor. 10, 24: Niemand ſuche. was ſein iſt. Matth. 22, 39: Du ſollſt deinen Nächſten lieben alz dich ſelbſt. Matth. 7, 12: Alles nun, das ihr wolle daß euch die Leute tun ſollen, das tut ihr ihnen. Anm. a. 1 Kor. 13. 5: Die Liebe ſuchet nicht dos Ihre. Sie hilft dem Nächſten nötigenfalls mit eigenem Schaden. — Beim Geben ſoll die Selbſtſucht ausgeſchloi ſen ſein. Cal. 97, 77. Anm. b. Alles, was aus Eigennutz und Selbſtſucht geſchieht, taugt nichts vor Gott und gehört nicht zur Erneuerung.
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A citation shown like this names a volume the archive does not hold — most of Der Lutheraner and Lehre und Wehre past Jahrgang 10, and the five other series Eckhardt indexes, none of which are here. Those references are printed as Eckhardt set them rather than hidden: the reference is the useful thing even when we cannot serve the page. Page images of the Reallexikon itself are not served in this build; the scan note under each entry gives the item and image index in the archive.org copy.