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Sehuſuccht.
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vol c, printed page 674 · scan: gb_xkEUAAAAYAAJ/0508_RA1-PA8
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Collection › Eckhardt's Reallexikon › index › sehnsucht
A cumulative subject index to seven Missouri Synod periodicals, compiled by E. (Ernest) Eckhardt (1868–1939) and printed at St. Louis between 1907 and 1917. Under each headword it sets numbered theses, and beside each thesis the places where the periodicals had treated it — by volume and page, running twenty years past the last of Der Lutheraner's own registers. Where the archive holds the volume a citation names, the citation below is a link to that page.
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4 entries under sehnsucht.
Sehuſuccht.
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vol c, printed page 674 · scan: gb_xkEUAAAAYAAJ/0508_RA1-PA8
1. Daß die Heiden eine Sehnſucht nach Gottes Gnnr und Seligkeit haben, wird von vielen behauptet, “ von Bard L. W. 45, 54. 55. Im iynergiſtiſchen will man durchaus feſthalten, daß die Gnade Gotte Menſchen einen Anhaltspunkt ſinden müſſe, um mirten Zu i L. W. 28. 260. — Dabei beruft man ſich au— Pſ. 12. 2: Wie der Hirſch ſchreiet nach riic Waſſer u. ſ. w. Matth. 5, 6: Selig ſind die da hung und dürſtet nach der Gerechtigkeit. — Die Sprüche I2 ziehen ſich auf den wiedergeborenen Menſchen; b. A p. 17, 27: daß ſie den Herrn ſuchen ſollten. — Aber von dem „Du ſollſt“ kann man nicht ſchließen n das „Du tuſt“. Gott hat den Trieb zum Suchen nn jedes Herz gelegt, aber die Menſchen ſuchen von Mann immer das Verkehrte; c. Ap. 17. 23: und habe geſehen eure Gottesdien— — —, dem ihr unwiſſend Gottesdienſt it. — Nn das wird ein Gottesdienſt nur im uneigentlichen Sirnn genannt. Ahnlich in den Sprüchen: Vergeblich dienen ſie mir. Matth. 15, 9: Ehret mich mit ſeinen Lippen Vers 8: d. A p. 16, 9: Komm hernieder in Macedonien und hilf uns. — Aber der Mann, der dieſes ſprach. wer kein wirklicher Mann, ſondern ein Geſicht. Einwand. Wenn dem natürlichen Menſchen zun ſchrieben wird, daß er weiß, es gibt einen Gott, er ſt gerecht, weiſe u. ſ. w., ſo ſollte man doch wenigitens h einzelnen Heiden ein ſolches Suchen nach Gottes Gunde finden. — Aber die Schrift ſagt: Da iſt keiner, der nath Gott frage. Anm. Dieſe Sehnſucht ſoll bei manchen eine unde wußte ſein. — Aber kann man ſich nach etwas ſehnen— von dem man gänzlich nichts weiß?
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2. Die Heiden haben a. zwar eine natürliche Erkenntnis Gottes. Sie fühlen auch, daß ihnen etwas 121 Sie ſind nicht wahrhaft glücklich. Cal. 91, 32. 34. haben noch ein dunkles Bewußtſein von der Forhmr nach den Tode S. 76, 18, ein Fünklein Verlangen nath einer Seligkeit. O. 76, 19. Anm. Das Dürſten der menſchlichen Seele iſt ein Zengnis. daß der Menſch ohne Gott keinen Frieden hat. Vergleiche die Worte Anguſtins, Baier, Pro. 9, 10; bkeine Sehnſucht nach Gott und ſeiner (nade. Konk. 599. 14: ſonſt iſt kein Gedanken in mieren Herzen u. ſ. w. Daß die ehrbaren Heiden eine Hofinung des ewigen Lebens hätten, iſt ein grundſtür⸗ zender Irrtum. Or. 99, 9. 1. Wonach ich mich ſehnen ſoll, davon muß ich eine Erkenntnis haben und muß es für etwas Gu— tes halten. Niemand ſehnt ſich nach dem, was er nicht mag. Die Heiden wiſſen aber nichts vom Evangelium, und wenn es ihnen gepredigt wird, halten ſie es für Torheit. 2. Wenn der Heide ſich ſehnt nach Rettung. ſo doch nicht nach einer Rettung durch Chriſtum. Der Heide, wenn er bekehrt wird, findet ewwas ganz anderes, als er ſuchte. Ammn. a. Wonach die Heiden ſich ſehnen, iſt nicht Befreiung von der Sünde, ſondern von den Folgen der Sünde, der Qual des Gewiſſens. Anm. b. Alle Menſchen wollen von Natur ſelig werden, aber was für eine Seligkeit iſt das? Eine ſolche, die es gar nicht gibt, ein Türkenhimmel, wo man alle Lüſte befriedigen kann.
vol c, printed page 674–675 · scan: gb_xkEUAAAAYAAJ/0508_RA1-PA8
3. Das erſte Fünklein Sehnen nach Gott und ſei— ner Gnade iſt (Glaube. Konk. 591, 11. 3. Die Lehre von der Sehnſucht der Heiden nach Got.. tes Gnade verſtößt gegen die Lehre von der a. Erbſünde. Der Menſch iſt von Gott abgewen— det und wider Gott gekehrt. Röm. 3, 11: da iſt nicht, der nach Gott frage. Röm. 8. 7: Feindſchait wider Gott. 1 Moi. 6. 6: alles Dichten und Trachten ihres Herzens nur böſe immerdar. Gal. 5, 17: Das Fleiſch gelüſtet mider den Geiſt. Anmm. a. Wir ſind Kinder des Zorns. Aber zürnt ott auch, wenn man ſich nach ihm ſehnt und ihn iebt? Aum. b. Der unter die Mörder Gefallene ſehnt ſich danach, daß ſich jemand über ihn erbarmt, aber nicht ſo der Menſch. Naht uns Gott, ſo begegnet ihm der Menſcha mit Feindſchaft: b. Erlöſung. Chriſtus hat den ganzen Menſchen erlöſt. Hat der Menſch noch Sehnſucht nach Gott, ſo braucht er darüber keine Buße zu tun, bedarf hierfür keiner Sündentilgung. keiner Erlöſung: c. Aekeh rung. Sehnt ſich der natürliche Menſch. noch Gott und Gott bietet ihm nun die Gnade an. ſo vollzieht der Menſch nun auch ſeine Sehnſucht und er— greiſt die verſöhnende Hand Gottes. Das iſt noch ſchlim— ö mer als Synergismus, der dem Menſchen bloß einen reien Willen läßt, der ſich erſt noch entſcheiden muß. ö
vol c, printed page 675 · scan: gb_xkEUAAAAYAAJ/0509_RA1-PA9
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