—
Schluſfolgerungen.
No citation printed with this thesis.
vol c, printed page 624 · scan: gb_xkEUAAAAYAAJ/0433_PA624
Digital Archive
Collection › Eckhardt's Reallexikon › index › schlußfolgerung
A cumulative subject index to seven Missouri Synod periodicals, compiled by E. (Ernest) Eckhardt (1868–1939) and printed at St. Louis between 1907 and 1917. Under each headword it sets numbered theses, and beside each thesis the places where the periodicals had treated it — by volume and page, running twenty years past the last of Der Lutheraner's own registers. Where the archive holds the volume a citation names, the citation below is a link to that page.
The alphabetical run is here in full, Abendmahl through Wunder, assembled from five scans: two archive.org items, a pair from Google Books that closes what had looked like a gap in the middle of the alphabet, and the archive.org tail. With it are the Beichtreden appendix, Eckhardt's own printed Register, and the separate 1913 treatise Die Schule, bound in with the later volumes and kept here under its own heading.
Headwords are spelled as Eckhardt set them, so the filter folds the differences that would otherwise hide them — Sklaverei finds Sclaverei, Konkordienformel finds Concordienformel. What you see listed is always the printed spelling.
4,478 entries under 828 headwords, carrying 129,203 citations and 2,331 fragments too damaged to read · built 2026-09-16. uncorrected OCR
The German below is machine transcription of the 1907–1917 print (tesseract, Fraktur model) and has not been proof-read against the page. Read it as a finding aid: the citations are what it is for, and a garbled word is a defect of our OCR, not of Eckhardt.
5 entries under schlußfolgerung.
Schluſfolgerungen.
No citation printed with this thesis.
vol c, printed page 624 · scan: gb_xkEUAAAAYAAJ/0433_PA624
1. Jede richtige Schlußfolgerung aus der Schrift nehmen wir als göttliche Lehre an. Wir glaͤuben nicht bloß das, was mit ausdrücklichen Worten in der Bibel ge— ſchrieben ſteht. Anm. a. Aus den Worten des alten Teſtaments: Ich bin der Gott Abrahams u. ſ. w. ſchließt Chriſtus die Auferſtehung der Toten und wirft denen, die dieſen Schluß nicht machen, vor: Ihr wiſſet die Schrift nicht. Matth. 22, 29—32. Anm. b. Wiſſet, daß keine Lüge aus der Wahrheit kommt. 1 Joh. 2, 21. Aus Wahrem kann durch richtige Schlußfolgerung niemals etwas Falſches kommen. Anm. c. Beiſpiele von richtigen Schlußfolgerungen: 1. Die Schrift ſagt, daß in Gott drei Perſonen ſind, daß aber nur ein Gott iſt. Schlußfolgerung: Gott iſt dreieinig.
vol c, printed page 624–625 · scan: gb_xkEUAAAAYAAJ/0433_PA624
2. Aus den Worten: „Taufet alle Völker“ ſchließen wir: alſo auch die Kinder.
vol c, printed page 625 · scan: gb_xkEUAAAAYAAJ/0434_PA625
3. Aus der Lehre, daß Chriſtus Gott und Menſch in einer Perſon ſei, folgt die Mitteilung der Eigen⸗ ſchaften.
vol c, printed page 625 · scan: gb_xkEUAAAAYAAJ/0434_PA625
4. Aus den Worten: „Mir iſt gegeben alle Ge⸗ walt“ ſchließen wir, daß ſie ihm nach ſeiner menſchlichen Natur gegeben ſei. Anm. d. Dieſer Satz wird von allen chriſtlichen Parteien anerkannt. Wenn ſie beweiſen wollen, daß Chriſtus wahrer Gott ſei, führen ſie Sprüche an, die ihm göttliche Namen, Eigenſchaften, Werke und Ehre beilegen. Anm. e. Niemand kann den ſeligmachenden Glauben baben, der Schlußfolgerungen nicht anerkennt. Aus den Vorten: „der Welt Sünde“ muß der Gläubige ſchließen: Alſo auch meine Sünde. Chriſtus iſt mein Heiland. Gott hat die Welt geliebt, darum auch mich. Anm. f. Der Satz hat ſeine Anwendung auch auf unjere lutheriſchen Bekenntnisſchriften. Wer die Verbind— lichkeit der aus den Worten dieſer Konfeſſion folgerichtig ſich ergebenden Schlüſſe leugnet, iſt kein wahres Glied der lutheriſchen Kirche. Anm. g. Nicht das tadeln wir an unſern Gegnern, daß ſie überhaupt denken und richtig denken und aus gültigen Prämiſſen Schlüſſe ziehen. Wir haben nur das an ihnen auszuſetzen, wenn ſie Schlüſſe wider die Schrift ziehen. Anm. h. Wer den Schluß macht, ob die erleuchtete oder unerleuchtete Vernunft, kommt hierbei nicht in Betracht. Iſt der Schluß an ſich ſelbſt richtig, ſo iſt er gültig auch wenn er von einem Ungläubigen gezogen wird. Anm. it Paulus hat viele Schlüſſe gezogen, z. B. iſt Cbriſtus aber nicht auferſtanden, ſo iſt euer Glaube eitel. 1Kor. 15, 17. Ferner: Röm. 5, 10. Gal. 3. 18. Anm. k. Schlußfolgerungen werden freilich oft ſchwache Chriſten nicht ſo leicht durchſchauen als ein ausdrücklichs Wort Gottes. 2. Die Schlußfolgernng (Syllogismus) muß aber auch richtig ſein. Der Schluß darf kein Erzeugnis unſerer Vernunft ſein, ſondern muß aus der Schrift gezogen werden. L. W. 13, 97. Die Wahrheit muß in den Vorderſätzen (Prämiſſen) ſchon wie einaewickelt liegen, ſonſt könnte ſie nicht herausgezogen werden. Syn. 74, 13. Der Schluß iſt nur dann richtig, wenn er nichts als eine Entfaltung deſſen iſt. was in den Schriftworten geoffenbart iſt. Mit. 92, 65. Schlußfolgerungen, die wir verwerfen, ſind ſolche, a. durch welche ein Lehrſtück erzeugt wird, das ſonſt in der Schrift nicht ſteht. Nur die Schrift ſoll Quelle aller Lehre ſein. Anm. a. Wer durch einen Schluß eine Lehre aufſtellt, die in der Schrift nicht ſteht, iſt ein Rationaliſt. Durch Schlüſſe Lehre machen, iſt Schwarmgeiſterei. Syn. 91. 54. Anm. b. Könnten wir die Lehre von Chriſti Wieder— kunft nur aus andern Lehren ſchließen, z. B. aus Gottes Gerechtigkeit, die eine Vergeltung fordert, ſo könnten wir ſie doch nicht als Glaubensartikel aufſtellen; b. durch welche klare Schriftworte um⸗ geſtoßen werden. Widerſpricht das Reſultat der Schrift, ſo iſt das immer ein Zeichen, daß der Schluß falich iſt. Beiſpiele: 1. Wenn auch der Sohn und Heilige Geiſt wahrer Gott ſind, ſo gibt es drei Götter. Arius. 2. Es iſt bloß ein Gott, darum iſt der Sohn und Geiſt nicht wahrer Gott. Antitrinitarier. 3. Chriſtus iſt wahrer Menſch und gen Himmel gefahren, alſo kann er auf Erden nicht mehr nach ſeiner menſchlichen Natur gegenwärtig ſein. Re— formierte. 4. Ihr zuwider 3 Moſ. 6, 18. Wenn die Frau zufrieden iſt, darf man auch die Schweſter heiraten. 5. Gott hat zur Seligkeit erwählt. Darum ge— hen die Nichterwählten verloren, weil Gott ſie nicht ſelig machen wollte. Calviniſten. 6. Wenn Gottes Gnade allgemein üboer alle Menſchen goht und doch nur ein Teil ſelig wird, ſo muß die Urſache im beſſeren Verhalten des Men— 7. Weil die Verwerfung des Menſchen in Anſehung des beharrlichen Unglaubens geſchieht, ſo muß die Erwählung in Anſehung des Glaubens ge— ſchehen. Anm. a. Wir weiſen alle dieſe Schlüſſe ab, weil es uns Gottes Wort ſo gebietet. Hier gilt: wir ſollen un⸗ ſern Gedanken hierinnen nicht folgen, ſchließen oder grü⸗ beln. Konk. 715, 52. Amm. b. Durch richtige Schlußfolgerungen kann keine neue Lehre gewonnen, aber auch keine Schriftlehre zer— ſtört werden: c. die überhaupt nicht lhogiſcherichtig ſind. Beiſpiele: 1. Alle Menſchen ſind Sünder. Chriſtus iſt ein wahrer Menſch. Alſo iſt Chriſtus ein Sünder. (Der zwoite Satz iſt in ſeinem Verhältnis zum er- ſten falſch, denn es liegt nicht im Begriff „wahrer Menich“, daß Chriſtus ein Sünder iſt.) 2. Alle Menſchen ſind ſterblich. Chriſtus iſt ein Menſch. darum iſt er ſterblich. (Aber im erſten Satz. major, liegt der Begriff: von Adam nach dem Fleiſch herſtammend, in Sünden empfangen und geboren, welcher im zweiten Satz, minor, wegge— laſſen iſt.)
vol c, printed page 625–626 · scan: gb_xkEUAAAAYAAJ/0434_PA625
A citation shown like this names a volume the archive does not hold — most of Der Lutheraner and Lehre und Wehre past Jahrgang 10, and the five other series Eckhardt indexes, none of which are here. Those references are printed as Eckhardt set them rather than hidden: the reference is the useful thing even when we cannot serve the page. Page images of the Reallexikon itself are not served in this build; the scan note under each entry gives the item and image index in the archive.org copy.