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Eckhardt's Homiletisches Reallexikon, 1907–1917

A cumulative subject index to seven Missouri Synod periodicals, compiled by E. (Ernest) Eckhardt (1868–1939) and printed at St. Louis between 1907 and 1917. Under each headword it sets numbered theses, and beside each thesis the places where the periodicals had treated it — by volume and page, running twenty years past the last of Der Lutheraner's own registers. Where the archive holds the volume a citation names, the citation below is a link to that page.

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6 entries under kanzelgemeinschaft.

Kanzelgemeinſchaft

—

Anm. d. Hier kommt nicht die perſönliche Ge⸗ ſinnung des andersgläubigen Paſtors in Betracht, der vielleicht der lutheriſchen Kirche näher ſteht, als ſeiner eigenen und wohl unſer Freund iſt, ſondern das Be⸗— tenntnis ſeiner Kirche. Anm. e. Freilich ſoll man die Prediger inner⸗ halb unſerer Gemeinſchaft mit derſelben Strenge be— handeln und nicht allerlei verſchiedene Glaubensrichtun⸗ Manche Kirchen, z. B. die deut⸗ gen und Lehren dulden. ö ſche Landeskirche, ſind wahre Muſterkarten der verſchie— denſten Lehre. ö Anm. f. Indem wir Falſchgläubigen unſere Kanzel verweigern, tun wir ſie nicht in den Bann, ſondern er— tlären nur, was jedermann weiß: Ihr habt einen an⸗— dern Glauben. — Wir tun es auch nicht, weil wir däch— ten, wir wären beſſer als jene, ſondern wollen nur die ſeligmachende Lehre des Evangelii rein bewahren. Anm. g. Dafür nennt man uns erkluſiv, fanatiſch, lieblos, rechthaberiſch.

  • L. W. 14, 317 margin
  • Trak. 30 margin
  • Jo. 79, 38 margin
  • Jo. 79, 38. 39 margin
  • Ka. 98, 36 margin

vol b, printed page 659 · scan: bub_gb_YkEUAAAAYAAJ/n0740

3. —

3. Kanzelgemeinſchaft mit Falſchgläubigen iſt eine Verſündigung a. gegen Gott. Der Paſtor verſündigt ſich, weil er im Gotteshaus Verfälſchung ſeines Wortes zuläßt, wo es rein gelehrt werden ſoll: b. gegen die eigene Gemeinde. Er 1. mißachtet den Beruf und Auftrag ſeiner Ge— meinde. Gottes Wort in allen Stücken zu lehren. — Daß die Gemeinde Kanzelgemeinſchaft duldet oder wünſcht, iſt keine Entſchuldigung für ihn; 2. gibt der ihm anvertrauten Herde Arger— nis; 3. verführt ſeine eigene Gemeinde, läßt ſelbſt den Wolf in den Stall, iſt dazu behilflich, daß das Unkraut in ihre Herzen geſtreut wird. Das beweiſt, daß er die Herde nicht achtet. O. 71, 59. 60; 1. zieht den Indifferentismus gegen die Lehre groß. Die Leute fangen an, die reine Wahrheit gering zu ſchätzen, werden immer abgeſtumpfter; 5. pflegt den Irrtum auch in der Gemeinde; 6. verwirrt die Chriſten, die nun in Unklarheit geraten, ob ihr oder der andere Prediger die reine Lehre verkündigt. „Was ſoll ich nun glauben?“ Alle Gewißheit der Lehre fällt hin: 7. iſt ſchuld, wenn ſeine Gemeindeglieder end— lich in völligen Abfall geraten. Hören ſie den Irr— lehrer auf ihrer Kanzel gern, wird es nicht lange währen, bis ſie ſich auch um ſeine Kanzel ſcharen. O. 71, 58. Wenn der Hirt Kanzelgemeinſchaft pflegen kann, warum ſollen nicht auch ſie ſich chriſtbrüderlich den Sekten anſchließen können? L. W. 14. 258. Man wird nicht mehr begreifen, daß das Sünde iſt. Can. 85, 57. Was Wunder, wenn viele von den Unſern ſchließlich eifrige Glieder der Sekten werden! L. W. 19, 325. 326:

  • O. 71, 59
  • O. 71, 59. 60
  • O. 71, 59. 60; 1
  • O. 71, 58
  • L. W. 14. 258
  • Can. 85, 57
  • L. W. 19, 325
  • L. W. 19, 325. 326
  • Il. 98, 16 margin
  • Il. 98, 16. 17 margin
  • Mit. 70, 33 margin
  • Mit. 70, 33. 161 margin
  • L. W. 14, 317 margin
  • Mit. 70, 34 margin
  • Mit. 70, 33 margin
  • Can. 85, 53 margin
  • Can. 85, 45 margin
  • Can. 85, 45. 41 margin
  • O. 71, 58 margin
  • Mit. 70, 34 margin
  • Mit. 70, 34. 51 margin
  • Mit. 70, 34. 51. 55 margin
  • Mit. 70, 34 margin
  • W. 14,
  • Mit. 70,

vol b, printed page 659 · scan: bub_gb_YkEUAAAAYAAJ/n0740

—

3. Sie ſtimmt dem falſchen Bekenntnis zu, ſtatt dagegen zu zeugen. 4. Sie hegt und pflegt den eigenen wie den frem⸗ den Prediger in ſeinem Irrtum. Anm. a. Die Gemeinde muß gegen ihren Paſtor proeſtieren, wenn er Kanzelgemeinſchaft pflegt, der Paſtor egen die Gemeinde, wenn ſie ſolches von ihm fordert. Anm. b. Zeugniſſe gegen Kirchengemeinſchaft. Witenberger consilia. Il. 76, 70. 71. Die theologiſche ßakultät zu Wittenberg Mit. 70, 28. Luther reichte zwingli nicht die Bruderhand. Il. 76, 71. Johannes vollte mit dem Erzketzer Cerinth nicht einmal in der Badeſtube zuſammenbleiben. Was würde er wohl gean haben. wenn er ihn hätte in der Kirche auf ſeiner Kanzel geſehen? Il. 76, 70.

  • Il. 76, 70
  • Il. 76, 70. 71
  • Mit. 70, 28
  • Il. 76, 71
  • Il. 76, 70
  • Mit. 70, 38 margin
  • Mit. 70, 37 margin
  • O. 71, 60 margin

vol b, printed page 661 · scan: bub_gb_YkEUAAAAYAAJ/n0742

5. —

5. Einwände. a. Der falſchgläubige Prediger ſei ja auch gläubig und ein chriſtlicher Prediger. — Aber die falſche Lehre durchſäuert alle Glaubensartikel. b. Prüfet alles! — Aber das iſt kein von Gott gewolltes Prüfen, ſondern leichtfertige Verleugnung der Wahrheit. c. Man muß unterſcheiden zwiſchen groben und kleinen Irrtümern. Mit Papiſten freilich dürfe man keine Kanzelgemeinſchaft pflegen. — Die Schrift kennt dieſen Unterſchied hier nicht. d. Das ſei lieblos. — Das wäre lieblos, einen ver— irrten Blinden auf den rechten Weg zu bringen ſuchen; wenn jemand uns das Waſſer vergiften will, davor warnen? Erlogene Liebe, die ſich als lauter Wohlwollen gegen den Nächſten aufſpielt und Gott und ſein Wort darüber fahren läßt! Can. 85, 50. e. Kanzelgemeinſchaft ſei von großem Nutzen für die lutheriſche Kirche. — Selbſt wenn das wahr wäre. bliebe Gottes Verbot ſtehen. „Der Zweck heiligt die Mittel“ iſt immer falſch. — Aber anſtatt Nuthen bringt es uns Ruin. Die lutheriſche Kirche, deren Weſen darin beſteht, daß ſie die ganze Wahrheit hochhält, richtet ſich mit Kanzelgemeinſchaft ſelbſt zu Grunde. f. Wenn wir alle andern ausſchließen, erklären wir uns für die allein heilige, chriſtliche Kirche. g. Der falſchaläubige Prediger wird nach dem Grund⸗— ſatz der Höflichkeit von ſeinen beſonderen falſchen Lehren ſchweigen, darum ſchade es nichts. — Rottengeiſter laſ— ſen immer einen Stank hinter ſich. auch wenn ſie allge— meine, chriſtliche Wahrheiten ausſprechen. Matth. 12. 3⁵ h. Die Dreieinigkeits-Gemeinde in St. Louis hat bei Einweihnna ihrer Kirche eine Eviskovalgemeinde ein— geladen, die einſt Gaſtfreundſchaft an ihr geübt. — Das war keine Zulaſſung zur Kanzel, ſondern nur eine Ein— ladung, eine lutheriſche Predigt anzuhören.

  • Can. 85, 50
  • Mit. 70, 18 margin
  • Mit. 70, 18. 24 margin
  • Can. 85, 8 margin
  • Can. 85, 46 margin
  • Can. 85, 49 margin
  • Mit. 70, 32 margin
  • Jo. 79, 38 margin
  • Jo. 79, 38. 39 margin
  • Luth. 45, 161 margin
  • Can. 85, 57 margin
  • L. W. 16, 221 margin
  • Syn. 75, 16 margin
  • Il. 76, 73 margin
  • O. 71. 57—59 margin
  • Luth. 45, 161 margin

vol b, printed page 661 · scan: bub_gb_YkEUAAAAYAAJ/n0742

6. —

6. Wann kann ein lutheriſcher Paſtor auf falſchgläubien Kanzeln predigen? Er kann das tun, a. wenn er die fremde Kirche nur benutzt zu einem lutheriſchen Gottesdienſt mit lutheriſcher Gemeinde. Ermangelung eines eigenen Lokals. (Dann muß er den Gottesdienſt allein leiten und darf nicht mit einem 4dersgläubigen in Gemeinſchaft amtieren.) Anm. a. Simultankirchen, Kirchen, in denen 66. meinden verſchiedenen Glaubens ihre Gottesdienſte ar halten, ſind nicht zu empfehlen, aber an ſich auch nicht ſündlich. Anm. b. Haben wir an einer Kirche ausſchließliche Eigentumsrecht, ſo können wir ſie den Falſchgläubigen zur Abhaltung ihres Gottesdienſtes nicht überlaſſen: b. wenn die falſchgläubige Gemeinde ihn ordentlicher— weiſe auffordert, zu predigen unter folgenden Bedingungen und Vorausſetzungen: 1. Daß er nicht den Schein des Unionismus er wecke und ſeiner Gemeinde kfeine Veranlaſſung gete als hielte er es mit der Lehre der Falſchgläubiger 2. daß er als Zeuge der Wahrheit auftrete. de reine Lehre des Wortes bekenne und den Irrtun der Sekten nenne, ſtrafe und widerlege. Beiſren von Dr. Walther Luth. 8. 162. Anm. a. Ein Lutheraner ſoll jede Gelegenheit, de ſich ihm ordentlicherweiſe bietet, das Evangelium zu rn digen, benutzen. Anm. b. Daß bei Gelegenheiten von Synoden unſere Prediger Gaſtpredigten in fremden Kirchen halten, wits nicht geduldet.

  • Luth. 8. 162
  • Luth. 64, 224 margin
  • Syn. 75, 16 margin
  • Il. 76, 73 margin
  • Il. 76, 73. 74 margin
  • Mit. 70, 43 margin
  • L. W. 15, 20 margin
  • Syn. 75, 16 margin
  • Luth. 63, 231 margin
  • Luth. 63, 231. 64, 224 margin
  • L. W. 54, 365 margin
  • L. W. 54, 365. 50, 517 margin
  • L. W. 54, 365. 50, 517. 53, 516 margin
  • L. W. 54, 365. 50, 517. 53, 516. 14, 47 margin
  • L. W. 54, 365. 50, 517. 53, 516. 14, 47. 254 margin
  • Mit. 70, 43 margin

vol b, printed page 661–662 · scan: bub_gb_YkEUAAAAYAAJ/n0742

7. Antitheſe

7. Antitheſe. Kanzelgemeinſchaft wird geübt von ſat allen Sekten des Landes. Unter den ſich lutheriſch nen nenden Synoden ſind es beſonders die Generalſynode md das Generalkonzil, die zwar oft gute Grundſätze aui⸗ ſtellen, aber keinen Ernſt damit machen. a. Die Generalſynode. Luth. 64. 39. 10 39, 181. L. W. 14. 188. 19. 325. 326. D. Burler: Luth. 62,. 371. L. W. 52. 558. 559. b. Das Generalkon zil. Die Galesburg N ** gel: „Lutheriiche Kanzeln nur für Lutheraner“ und die Erklärung daznu. Ka. 98. 29. 30. An der Durchfüh rung hat es immer geſfehlt. Luth. 64. 224. L. W. 21 373. Il. 76, 73. Luth. 145. 161. Das Mundbekenmnis iſt nicht aenna. „HZeige mir deinen Glauben mit det nen Werken.“ L. W. II. 189. Kanzelwechſel iſt be ihnen keine Seltenheit. Luth. 63. 230. 231. Anm. a. Lutheran Visitor. L. W. 16. 221. 2ʃ Lutheran and Missionary. L. W. 16. 222. Seiß d. 71. 58. 59. Kanzelgemeinſchaft zwiſchen Generalivnode und Konzil L. W. 51. 271. 272. — Andere Beiſriele Luth. 11. 102. 38, 180. ö Anm. b. Dagegen wollen von Kanzelgemeinſchalt nichts wiſſen: die ſchwediſche Auguſtanaſynode L. V 19. 219. 285. 286. 50. 516. 517, die Kanadaſonode Luth. 64. 224. L. W. 54. 365, die Chicagokonferen; der Wartburaſynode Luth. 62, 374. L. W. 52. 558.

  • Luth. 64. 39
  • Luth. 64. 39. 10
  • Luth. 64. 39. 10 39, 181
  • L. W. 14. 188
  • L. W. 14. 188. 19
  • L. W. 14. 188. 19. 325
  • L. W. 14. 188. 19. 325. 326
  • Luth. 62,. 371
  • L. W. 52. 558
  • L. W. 52. 558. 559
  • Ka. 98. 29
  • Ka. 98. 29. 30
  • Luth. 64. 224
  • L. W. 21
  • L. W. 21 373
  • Il. 76, 73
  • Luth. 145
  • Luth. 145. 161
  • L. W. II. 189
  • Luth. 63. 230
  • Luth. 63. 230. 231
  • L. W. 16. 221
  • L. W. 16. 221. 2
  • L. W. 16. 222
  • L. W. 51. 271
  • L. W. 51. 271. 272
  • Luth. 11. 102
  • Luth. 11. 102. 38, 180
  • Luth. 64. 224
  • L. W. 54. 365
  • Luth. 62, 374
  • L. W. 52. 558
  • Trak. 28 margin
  • L. W. 53, 90 margin
  • L. W. 53, 90. 516 margin
  • L. W. 53, 90. 516. 21, 373 margin
  • L. W. 53, 90. 516. 21, 373. 14, 46 margin
  • L. W. 53, 90. 516. 21, 373. 14, 46. 190 margin
  • L. W. 53, 90. 516. 21, 373. 14, 46. 190. 15, 20 margin
  • L. W. 53, 90. 516. 21, 373. 14, 46. 190. 15, 20. 49 margin
  • L. W. 53, 90. 516. 21, 373. 14, 46. 190. 15, 20. 49. 19, 27 margin
  • L. W. 53, 90. 516. 21, 373. 14, 46. 190. 15, 20. 49. 19, 27. 91 margin
  • L. W. 53, 90. 516. 21, 373. 14, 46. 190. 15, 20. 49. 19, 27. 91. 92 margin
  • L. W. 53, 90. 516. 21, 373. 14, 46. 190. 15, 20. 49. 19, 27. 91. 92. 16, 124 margin
  • L. W. 53, 90. 516. 21, 373. 14, 46. 190. 15, 20. 49. 19, 27. 91. 92. 16, 124. 154 margin
  • L. W. 53, 90. 516. 21, 373. 14, 46. 190. 15, 20. 49. 19, 27. 91. 92. 16, 124. 154. 160 margin
  • Mit. 70, 40 margin
  • Luth. 39, 181 margin
  • Trak. 28 margin
  • Trak. 28, 31 margin
  • Trak. 28, 31. 33 margin

vol b, printed page 662 · scan: bub_gb_YkEUAAAAYAAJ/n0743

A citation shown like this names a volume the archive does not hold — most of Der Lutheraner and Lehre und Wehre past Jahrgang 10, and the five other series Eckhardt indexes, none of which are here. Those references are printed as Eckhardt set them rather than hidden: the reference is the useful thing even when we cannot serve the page. Page images of the Reallexikon itself are not served in this build; the scan note under each entry gives the item and image index in the archive.org copy.