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Die Schule (1913)
Hausaufgaben.
Einiges über häusliche Schularbeit. 114. 276—280. für die Schule. 29, 333—338. Beſondere Hausaufgaben.
Hausaufgaben.
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1.
Das Recht
Die Schule (1913)
1. Das Recht. Hat der Lehrer Macht und Recht, Hausaufgaben aufzugeben? Seine Macht reicht nicht bis in das Elternhaus. Wenn aber Eltern wollen, daß an ihren Kindern der Zweck der Schule erreicht werde, ſo ſollen ſie auch Mittel und Woge wollen.
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2.
Notwendigkeit
Die Schule (1913)
2. Notwendigkeit. Hausaufgaben ſollten aufgegeben werden. Ganz ohne ſie geht es nicht, beſonders im Katochismusunterricht nicht. In andern Fächern ſind ſie eher zu entbehren. 32, 309. 310.
Anm. Auch Eltern wünſchen es oft und ſehen es gern, wenn ihre Kinder zu Haus beſchäftigt ſind. Doch indet man auch das Gegenteil, daß Eltern und Schüler viel darüber klagen.
- Neb. 1906, 61
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- Neb. 1906, 61. 14, 2
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3.
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Die Schule (1913)
3. Zweck und Nutzen.
a. Die Zeit, die zur Löſung der Aufgabe verwendet wird, iſt für die Schule gewonnen.
b. Die Kinder werden angehalten zur Arbeit und Selbſttätigkeit, ſodaß ſie nicht ihre ganze Zeit verſpielen.
c. Hausaufgaben ſind geeignet, eine Verbindung zwi— ſchen Schule und Haus anzubahnen. Eltern gewinnen einen Einblick in das Wirken der Schule.
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4.
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Die Schule (1913)
4. Regeln über das Aufgeben von Hausaufgaben:
a. Nimm Rückſicht auf Zeit und örtliche Verhält— niſſe. Gib nur dann Aufgaben auf, wenn die Kinder baben Zeit, Raum und Erlaubnis von den Eltern haben.
b. überbürde die Kinder nicht. Überſchreiten die Aufgaben das Maß, ſo ſind ſie ſchädlich. Das Kind muß auch ſeine freie Zeit haben. Neb. 1906, 61. Täzlich eine Aufgabe iſt genug. Lind. 72. Was die Schule leiſten kann, überlaſſe nicht dem Haus. 14, 278. Warnung vor übermäßigen Hausaufgaben 46, 27. Kinder unter zehn Jahren ſollten keine Hausaufgaben aufde— kommen. 44, 57.
c. Die Aufgabe ſei nicht zu ſchwerr. Sie darf die Kräfte des Schülers nicht überſteigen, muß der Leiſtungsfähigkeit des Schülers angemeſſen ſein.
Anm. Man ſollte keine Aufgabe aufgeben, die ohne fremde Hilfe nicht gelöſt werden kann, z. B. keine ſchweren Rechenaufgaben. 31, 134. Eltern können oft nicht nachhelfen. 45, 186.
d. Jede Hausaufgabe werde vorher in der Schule gründlich vorbereitet und durchgeſprochen. Ver— ſteht das Kind die Aufgabe nicht, ſo fängt es leicht zu ſchmuggeln an.
e. Die Aufgabe ſelbſt, die mündlich oder ſchriftlich ſein lann, hat es weniger mit Gewinming des Stoffes als mit deſſen Verarbeitung zu tun. Sie ſoll ſich darum an den Schulunterricht anlehnen. Lind. 72. Sie ſollte ſich dehnen laſſen. daß der begabtere Schüler ſie vollitändi— ger und größer machen kann als der weniger Begabte. 14, 279. Sie ſollte intereſſant und zweckmäßig ſein. 29, 337.
Anm. Zu häuslichen Arbeiten eignen ſich alle Unter— richtsgegenſtände.
f. Hausaufgaben müſſen regelmäßig kontrol— liert, die mündlichen abgehört, die ſchriftlichen korrigiert werden, ſonſt verlieren ſie ihren Wert.
g. Was iſt zu tun, wenn ein Kind ſeine Aufgabe nicht geliefert hat? Man muß wohl zunächſt die Urſachen da— von zu ergründen ſuchen, und mit freundlicher Erinne. rung beginnen. Es ſind oft in einem Hanſe viele Hin— derniſſe, daß ein Kind ſich nicht vorbereiten kann. 35. 54
Anm. Eltern ſollen die Kinder ſelbſtändig arbeiten
Vergl. Schule
laſſen, ihre Aufgaben aber überwachen.
und Haus.
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