6. —
6. Was iſt die Gnadenwahl? Es iſt dieſenige Ham lung Gottes, nach welcher er vor Grundlegung der We uns Kinder Gottes allein aus Gnaden um Chriſtiem len verordnet hat zur Seligteit durch den Glauben 3 Chriſtum Jeſum. — Sie iſt demnach a. nicht ein bloßes Vorauswiſſen Gottes, welche Men ſchen ſelig werden: ſie iſt vielmehr ein Willensakt o tes, ein Vorſav, eine Verordnung: Röm. 8, 29: na dem Vorſatz berufen, Eph. 1,. 11: nach dem Rat ſein Willens. 1 Petr. 1. 1. 2. erwählt nach der Vorſehut Gottes. Anm. a. Der Unterſchied zwiſchen pracscientia um pracdestinatio iſt: 1. Das Vorauswiſſen Gottes geht über Menſchen, auch über das Böſe. Amos 3. 6: 3 auch ein Unglück u. ſ. w. Matth. 10, 29.%0 Kauft man nicht u. ſ. w. Pi. 139. 16: Denn Augen ſahen mich u. ſ. w. Dan. 2. 28. . wiſſenheit. Die Vorordnung Gottes gehtem liber die Kinder Gottes und nur über das Gute. 2. Das Vorausmwiſſen iſt nicht die Urſache de Vöſen, die Prädeſtination aber iſt eine Urſache. unſere Seligkeit ſchafft. Konk. 705. Anm. Gott hat z. B. den Sündenfall, die Be— heit der Juden, die Chriſtum krenzigten. nur gelaſſen, aber nicht verurſacht; b. nicht der allgemeine Enadenwille, oder der Ra ſchluß der Erlöſuung. Dann wäre die Gnadenwahl ein allgemeine. Anm. a. Gnadenwahl und allgemeiner Gnadenwi! ſind zwei verſchiedene Lehren oder Begriffe, nicht ider tiſch. Man kann nicht für den einen den andern ſetzen Anm. b. Jede von beiden Lehren hat ihren Or Wenn wir Sünder gewinnen wollen, erinnern wir; an den allgemeinen Gnademmitlen. Gläubige tröſten w mit der Gnadenwahl. Anm. c. Beide Lehren ſtehen auch nicht im Wido ſpruch mit einander. Daß Gott mich anuf dem NII Wo zur Seligkeit führt. und dies ſchon längſt zu tun 5 ſchloſſen hat, ſtinnmt gar wohl mit dem. daß Gott 4 Menſchen ſelig machen will. Anm. d. Ein Wideripruch wären dieſe beiden Sät „Gott will alle Menſchen ſelig machen“ und „Gort wi nur etliche ſelig machen.“ „Chriſtus iſt ein bloin Menſch“ und „Chriſtus iſt nicht ein bloßſer Menſch.“ Anm. e. hnlich verhält es ſich mit dieſen berde Sätzen: Chriſtus hat einen wahren menſchlichen Let Derſelbe iſt an allen Orten gegenwärtig. Antith. Bei vielen iſt die Wahl nichts anders als de allgemeine Gnadenwille. Gott hatte die Wahl: ſolle die Menſchen retten oder nicht? So hat er erwöhlt. zu retten. — Die Wahl iſt das Evangelium: c. nicht die Bernfung, Bokehrung, nicht eine Wa zur Kindſchaft, in welcher die Gläubigen jetzt hier anr
- Pi. 139
- Pi. 139. 16
- Konk. 705
- Theol. 5, 42 margin
- Ma. 5, 66 margin
- L. W. 19, 137 margin
- L. W. 19, 137. 27, 181 margin
- L. W. 19, 137. 27, 181. 26, 323 margin
- L. W. 19, 137. 27, 181. 26, 323. 182 margin
- Luth. 36, 33 margin
- L. W. 26, 197 margin
- W. 77, 41 margin
- L. W. 269 margin
- L. W. 269. 242 margin
- Luth. 62, 186 margin
- Luth. 62, 186. 187 margin
- W. 77, 47 margin
- W. 77, 41 margin
- W. 77, 48 margin
- Luth. 36, 33 margin
- Luth. 36, 33. 34 margin
- L. W. 50, 355 margin
- L. W. 50, 68 margin
- L. W. 50, 67 margin
- L. W. 50, 67. 355 margin
- L. W. 50, 67. 355. 29, 93 margin
- Syn. 84. 26 margin
- Syn. 84. 26. 27 margin
- Trak. 4 margin
- Trak. 4, 29 margin
- L. W. 50, 356 margin
- L. W. 50, 356. 26, 257 margin
- L. W. 50, 356. 26, 257. 258 margin
- L. W. 7, 317 Literary Notices. margin
- Quart. 2, 271 margin
- Theol. 12. 124 margin
- Trak. 2 margin
- Trak. 2, 9 margin
- Trak. 2, 9. 8 margin
- Trak. 2, 9. 8 7 margin
- Quart. 2, 157 margin
- Quart. 2, 157. 162 margin
- Quart. 2, 157. 162. 175 margin
- Quart. 2, 157. 162. 175. 163 margin
vol b, printed page 362 · scan: bub_gb_YkEUAAAAYAAJ/n0438