— Die Schule (1913)
unterſchätzen. e. Geduld. Ein Erzieher der Kinder gebraucht einen Geduldsfaden, der nicht abreißt. Neb. 1906, 44. Hüte dich vor Ungeduld! Luth. 50, 105. Werde nicht ungeduldig, wenn ein Kind eine Frage nicht beantworten kann oder eine Vorſchrift übertreten hat, vielleicht liegt die Schuld an dir ſelbſt. 3, 305. 306. f. Sanftmut. Mit der Geduld hängt die Sanjtmut zuſammen. Der Lehrer muß ſich viel gefallen laſ. ſen 15, 43, darf nicht übelnehmeriſch ſein 15, 44, ſoll nicht aufbrauſen u. ſ. w. 28, 123. g. Höflichkeit. Auch in der Höflichkeit muß der Lehrer den Kindern mit gutem Beiſpiel vorangehen. h. Pünktlichkeit. Pünktlich anfangen und auf. ö hören, gehört mit zur guten Ordnung. i. Wohlanſtändigkeit. Der Lehrer bewahre äußerlichen Anſtand, laſſe ſich auch in der Schule nicht gehen. Äußerlicher Anſtand und Schliff iſt manchmal bloß eine hohle Larve. Die Quelle aller Wohlanſtändigkeit iſt Liebe zu Gott. 15, 22. k. Gerechtigkeit. über gerechte Schulzucht ſ. Zuchtmittel. Der Lehrer ſoll unparteiiſch ſein, nicht ab hängen von Geſchenken. 28, 93. l. Freudigkeit. Ein fröhliches Weſen bringt Sonnenſchein ins Schulzimmer. Vergl. Amtsfreudig; keit. m. Selbſtbeherrſchung. Ein Lehrer, der leidenſchaftlich erregt wird, hat nichts gewonnen. n. Selbſtverleugnung. Paſtor »340. o. Entſchiedenheit. Firmness. decision. Manche ſind in allem, was ſie tun wollen, ſo unentſchieden und bringen es darum zu nichts. p. Konſequenz ſ. Zuchtmittel. g. Gleichmut. Das iſt die Anlage, ſich immer gleich zu bleiben. Das Gogenteil davon iſt Launenhaftigkeit. Gleichmut heißt aber nicht Geſinnungsloſigkeit, da man gleichgiltig alles gehen läßt, wie es geht. r. Wahrhaftigkeit, Aufrichtigkeit des Sinnes. ſ. Ordnungsliebe. t. Klugheit, Takt in allen Dingen. 47, 276. Das Gegenteil davon iſt Taktloſigkeit. Dummheit. Beſonders ältere Lehrer werden mit Verſtand und Klugheit er— ſehen, was ihnen an Lebhaftigkeit und Kraft abgeht. 3, —182. u. Wachſamkeit. Wacht der Lehrer immer über ſeine Schüler, ſo werden dieſe vor manchen Sünden bewahrt. Doch darf dieſe Wachſamkeit keine ſpionierende, ſondern muß eine väterliche ſein. Was man nicht wiſſen muß, frage man die Kinder nicht aus. Sie möchten ſonſt zum Lügen verleitet werden. 9, 154.
- Neb. 1906, 44
- Luth. 50, 105
- Min. 97, 32 margin
- Neb. 1906, 47 margin
- Neb. 1906, 47. 42 margin
- Neb. 1906, 47. 42, 40 margin
- Neb. 1906, 47. 42, 40. 41 margin
- Neb. 1906, 47. 42, 40. 41. 45, 22 margin
- Neb. 1906, 47. 42, 40. 41. 45, 22. 40 margin
- Neb. 1906, 47. 42, 40. 41. 45, 22. 40, 323 margin
Die Schule (1913), its own page 102 · scan: gb_xkEUAAAAYAAJ/0176_PA102