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Geltung kommen laſſen wollen. — Wer aber wird be⸗ haupten, daß eine menſchliche Rede, in der kein Irrtum dorkommt, keine menſchliche Rede, ſondern nur Schein ſei! Anm. b. Die menſchliche Seite weiſt der Apoſtel ab. Gal. 1, 11: nicht menſchlich. 1 Theſſ. 2, 13: nicht als Menſchenwort. Anm. c. So wenig meine Taufe gottmenſchlich iſt, ſo wenig die Schrift. Anm. d. In gewiſſem Sinne freilich kann man das Wort „Gottmenſchlichkeit der Schrift“ richtig verſtehen: Gottes Wort in Menſchenſprache. Die Schreiber haben mit Bewußtſein geſchrieben. e. Man muß darum unterſcheiden in der Bibel zwiſchen ö 1. Göttlichem, das allerdings irrtumsfrei ſei, und Menſchlichem, darin Fehler ſind oder ſein können; oder 2. Hauptſachen und Nebenumſtänden, Weſentli⸗ chem und Unweſentlichen (hiſtoriſche, geographiſche, aſtronomiſche Notizen u. ſ. w.), 3. Glaubenslehren und Dingen, die unſer Heil nicht betreffen, Lehre und Geſchichte; 4. Geiſt und Form der Schrift, 5. Wahrem und Falſchem. Anm. a. Die Bibel ein Schutthaufen, aus dem un⸗ ſer erleuchteter Menſchenverſtand das Wort Gottes her⸗ ausleſen muß! Anm. b. Und der heilige Geiſt müßte ſprungweiſe diktiert haben: Hier vaar Worte. da paar Worte, dann hat er ſeine Kraft für etliche Momente wieder zurück— gezogen. Anm. c. Um die Scheidung vollziehen zu können, muß man das Einzelne im Verhältnis zum Heil beur⸗ teilen. Volck. Anm. d. Wer aber ſoll entſcheiden? — Dazu ſind die Theologen da, die höhere Kritik! — Dann muß der Pächter Schmidt, wenn er in der Bibel geleſen hat, im⸗ mer erſt zu ſeinem Paſtor gehen und fragen: Gehört dieſe Stelle zum inſpirierten Teil? L. W. 53, 267. Anm. e. Wir bedanken uns! 1. Unter den Theologen ſelbſt herrſcht keine Ei⸗ nigkeit darüber, was Wahrheit und was Irrtum iſt. 2. Wo die Grenze zwiſchen beiden iſt, wo das Irr⸗ tumsloſe aufhört und das andere anfängt, vermöchte niemand anzugeben. „Der Ausleger ſoll entſcheiden.“ Dann aber ſetzen ſie ſelbſt hinzu: Das kann er nicht. Kübel. — Da muß ſchon des Teufels Großmutter, die Vernunft, entſcheiden. Anm. f. Gewiß., man muß Weſentliches und Unwe⸗ ſentliches unterſcheiden. Aber die Frage iſt, ob auch das Unweſentliche von Gott eingegeben iſt. — Wie manche ſind ſelig geworden und wußten nur wenig von der Bi⸗ bel. Soll nun alles, was nicht nötig iſt zum Seligwerden, zum Unweſentlichen gezählt werden? Anm. g. Was bleibt noch übrig von unſerer Bibel, wenn wir alles herausſchneiden, was die höhere Kritit als falſch verwirft? Der Deckel und einige Fetzen! Geſchichte N. Il. 1909, 64. f. Nicht eder einzelne Spruch, ſondern das Schriftganze iſt Gottes Wort. Hofmann. Luthardt. Wenn ich auch einen Spruch verſtehe, ſo weiß ich noch nichts. Ich muß erſt wiſſen, wie er ſich zum Ganzen verhält. Anm. Unter dem Schriftganzen verſtehen ſie nicht die Analogie des Glaubens, ſondern ihr zurechtgemachtes Schriftſyſtem. — Dadurch wird den Laien die Bibel ge— nommen. Einwand. Auch Chriſtus und die Apoſtel hätten ſich oft auf das Schriftganze berufen: Wie ſagt die Schrift? — Aber damit meinen ſie nicht ein zuſammengeſetztes Syſtem. Sie berufen ſich oft auf ein einziges Wort der Schrift.
- L. W. 53, 267
- Syn. 86, 55 margin
- L. W. 39, 141 margin
- Jo. 91, 52 margin
- Jo. 91, 52. 54 margin
- L. W. 38, 95 margin
- L. W. 13, 281 margin
- L. W. 13, 281. 282 margin
- Brun 14 margin
- Mit. 94, 13 margin
- Syn. 86, 62 margin
- L. W. 47, 126 margin
- L. W. 47, 126. 35, 303 margin
- Mag. 6, 137 margin
- N. Il. 1909, 16 margin
- O. 94, 35 margin
- O. 94, 35. 36 margin
- Syn. 86, 22 margin
- Jo. 91, 37 margin
- L. W. 53, 285 margin
- O. 94, 34 margin
- O. 94, 34. 35 margin
- Syn. 86, 23 margin
- L. W. 51, 139 margin
- L. W. 51, 139. 43, 23 margin
- N. Il. 1909, 61 margin
- N. Il. 1909, 61. 62 margin
- L. W. 13, 281 margin
- L. W. 13, 281. 282 margin
- L. W. 13, 281. 282. 35, 304 margin
- Jo. 91. 37 margin
- Syn. 86, 23 margin
- O. 94, 35 margin
- O. 94, 35. 36 margin
- Syn. 86, 62 margin
- N. Il. 1909, 64
- L. W. 51, 568 margin
- Jo. 91, 33 margin
- Jo. 91, 33. 35 margin
- L. W. 43, 21 margin
- Syn. 86, 31 margin
- Syn. 86, 31. 28 margin
- O. 94, 26 margin
- O. 94, 26. 46— 49 margin
- Quart. 1, 199 margin
- Syn. 86, 27 margin
- Syn. 86, 27. 24 margin
- O. 94, 51 margin
vol b, printed page 605–606 · scan: bub_gb_YkEUAAAAYAAJ/n0686