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Jer. 30, 11. — Die heilige Abſicht, welche Gott hat, indem er auch uns von den Strafgerichten dieſer Zeit hal betroffen werden laſſen. Daß wir a. den Anteil erkennen, den auch wir an der Schuld unſerer Zeit haben, b. Gottes Gnade deſto ernſtlicher ſuchen und alſo nicht mit der Welt verdammt werden. — Walth. Kaſ. 166. Luk. 12. 47. 48. — Wie ſehr wir uns vor Gott und Menſchen zu ſchämen haben, wenn wir heute daran denken, wie viel uns vor andern gegeben worden iſt. a. Wie töricht es ſein würde, uns mit denen zu vergleichen und zu entſchuldigen, welchen weniger als uns gegeben worden iſt, b. wie ſehr wir uns aber heute vor Gott und Menſchen zu ſchämen haben, wenn wir daran denken, wie viel uns vor andern gegeben iſt. — Ma. 4, 323. Oder: Wie ſehr gerade wir Urſache haben, uns das Wort Chriſti zur Demütigung und Warnung dienen zu laſſen: Welchen viel gegeben iſt u. ſ. w. a. Weil wir Wort und Sakrament ſo rein und reichlich haben, b. hier eine ſo ungeſtörte Freiheit in Sachen der Religion genießen, c. auch im Irdiſchen ſo gnädig geſegnet worden ſind. — Walth. Kaſ. 148. Röm. 11, 17—21. — Das Wort des Apoſtels: „Sei nicht ſtolz, ſondern fürchte dich“ als ein Bußruf auch an uns. Es ermahnt a. zu demütiger Erkenntnis der uns widerfahrenen unverdienten Gnade Gottes, b. zu bußfertiger Umkehr und Beſſerung. — Ma. 14, 33. 2 Kor. 12, 20. 21. — Warum wir hohe Urſache haben, heute an unſerm jährlichen Bußtage uns vor Gott in wahrer Buße zu demütigen. Weil auch a. unſere Gemeinde bei allem Guten, das Gott in ihr gewirkt hat, noch immer mit ſo vielen Sünden vor Gott befleckt iſt, b. auch wir fürchten müſſen, daß noch manche Glieder unter uns ſind, die ſelbſt für ihre alten Sünden noch immer nicht wahre Buße getan haben. — Walth. Epi. 482. Gal. 5, 7. — Wir ſind nicht mehr, die wir waren. a. Welche Veränderung mit uns vorgegangen, b. worin das ſeinen Grund hat, c. was dieſer unſer jetziger Zuſtand heute von uns fordert. — Walth. Kaſ. 175. 1 Petr. 4, 4. — Das einſtige Befremden über den Wandel der erſten Chriſten ein ſtrafender Bußſpiegel für unſere Gemeinde. a. Was die Welt an dem Wandel der erſten Chriſten einſt ſo ſehr befremdete, b. daß das allerdings ein ſtrafender Bußſpiegel für unſere Gemeinde ſei. — Ma. 3, 345. Walth. Epi. 487. 1 Petr. 5, 6. — Daß unſere Gemeinde die höchſte Urſache hat, ſich ſtets und beſonders heute vor Gott und Menſchen aufs tiefſte zu demütigen. a. Dazu ermahnt uns dringend unſer noch jetzt höchſt gebrechlicher Zuſtand, b. dazu lockt uns Gottes Güte und Treue, die über uns noch ſichtbar waltet. — Walth. Kaſ. 139. Off. 2, 1. 5. — Die traurige Wahrheit, daß auch unſere Gemeinde die erſte Liebe verlaſſen hat. Wir hören a. den Beweis davon aus unſerm gegenwärtigen Zuſtand, b. den einzigen Rat dagegen aus Chriſti Munde. — Walth. Kaſ. 128. Vergleiche Liebe 1. Off. 3, 15. — Die Lauigkeit im Chriſtentum eine Urſache zu ernſter Buße. a. Warum ſie eine Urſache zu ernſter Buße ſei, b. warum auch wir uns derſelben ſchuldig geben müſſen. — Ma. 5, 351.
- Walth. Kas. 166
- Ma. 4, 323
- Ma. 4, 323. O
- Walth. Kas. 148
- Ma. 14, 33
- Ma. 14, 33. 2
- Walth. Epi. 482
- Walth. Kas. 175
- Walth. Kas. 1
- Ma. 3, 345
- Walth. Epi. 487
- Walth. Epi. 487. 1
- Walth. Kas. 139
- Walth. Kas. 0
- Walth. Kas. 128
- Ma. 5, 351
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