Collection › Eckhardt's Reallexikon › index › zauberei

Eckhardt's Homiletisches Reallexikon, 1907–1917

A cumulative subject index to seven Missouri Synod periodicals, compiled by E. (Ernest) Eckhardt (1868–1939) and printed at St. Louis between 1907 and 1917. Under each headword it sets numbered theses, and beside each thesis the places where the periodicals had treated it — by volume and page, running twenty years past the last of Der Lutheraner's own registers. Where the archive holds the volume a citation names, the citation below is a link to that page.

The alphabetical run is here in full, Abendmahl through Wunder, assembled from five scans: two archive.org items, a pair from Google Books that closes what had looked like a gap in the middle of the alphabet, and the archive.org tail. With it are the Beichtreden appendix, Eckhardt's own printed Register, and the separate 1913 treatise Die Schule, bound in with the later volumes and kept here under its own heading.

clear

Headwords are spelled as Eckhardt set them, so the filter folds the differences that would otherwise hide them — Sklaverei finds Sclaverei, Konkordienformel finds Concordienformel. What you see listed is always the printed spelling.

4,478 entries under 828 headwords, carrying 129,203 citations and 2,331 fragments too damaged to read · built 2026-09-16. uncorrected OCR

The German below is machine transcription of the 1907–1917 print (tesseract, Fraktur model) and has not been proof-read against the page. Read it as a finding aid: the citations are what it is for, and a garbled word is a defect of our OCR, not of Eckhardt.

4 entries under zauberei.

Zauberei

—

Luth. 50, 2. 10. Mich. Can. 80, 30—51. Theol. rechnen ſind, welche durch Dinge hervorzubringen ſcheinen? Katecheſe: Schulbl. 11, Was iſt Zauberei? § 1. felskunſt. § 3. Zauberei iſt § 6. Jo. 95, 50. Mich. 1901, 39. Theol. 20, 116. Can. 80, 31. Ma. 24, 115. R. Pi. Kat. 1, 76. 77. Schul⸗ bl. 11, 259. Brun 76. 77. Dall. 54. 55. Luth. 50, 2. Schmidt 1, 39. 40. RNoung Luth. Mag. 1908, 170. Zauberei. Abhandlungen. 1901, 39—54. Min. 85, 60—85. Jo. 95, 45—54. 20, 116—118. Ob diejenigen unter die Zauberer zu gewiſſe Worte Krankheiten heilen oder andere wunderbare Luth. 16, 187. 188. 257—- 271. 308—318. 39, 353—357. Abriſt. Einzelne Stücke der Zauberei. 8 Zauberei iſt Teu— 2 Sünde. § 4. Einwände. § 5. trafe der Zauberer. — Zauberei. 1. Was iſt Zauberei? Zaubern heißt, mit Hilfe des Teufels übernatürliche Dinge ausrichten wollen. Anm. a. Es iſt nicht alles Zauberei, was dafür ausgegeben wird. Vieles geht natürlich zu. Vie⸗ les iſt Betrug. Die meiſten Zauberer ſind Schwindler. Anm. b. Es gibt aber auch Zauberei. Es geht bei den Zauberern nicht alles natürlich zu. Das lehrt 1. ſchon die Erfahrung. In der Zauberei iſt eine die menſchliche Kraft überſteigende Macht im Spiel; 2. die heilige Schrift. Sie warnt vor den Zau- berern und bringt auch Beiſpiele von Zauberei. Anm. c. Solche Beiſpiele ſind: 2 Moſ. 7, 11. Die ägyptiſchen Zauberer, die aus einem Stab eine Schlange machten u. ſ. w. 1 Sam. 28. Die Hexe zu Endor, bei der Saul ſich wahrſagen ließ. S. Spiritismus 738. Ap. 8, 9. Simon, der Zauberer, der die Zau⸗ berei mit dem Chriſtentum verſchmelzen wollte. Ap. 13, 8. Elymas. Stöckh. N. T. 370. Ap. 19, 19. Die Zauberbücher zu Epheſus. 50 000 Groſchen ſind ungefähr 8—10 000 Dollars. Zauberei hat es zu allen Zeiten gegeben. Anm. d. Im römiſchen Reich. Im Mittelalter. Hexenprozeſſe. Heutzutage noch iſt ſie weit verbreitet. In allen größe— ren Städten gibt es Wahrſager. Mich. 1901, 46. Zau⸗ berbücher werden feilgeboten. Can. 80, 36. Luth. 66, 7. Min. 85, 68. 69. Aufklärung hilft nichts. Gerade die Aufgeklärten ſind voll von Aberglauben. Can. 80, 46. 47. Die Neigung zur Zauberei ſteckt im Herzen. Anm. e. Eine Welt voll Zauberei iſt das Payſt tum. Wunder. Weihwaſſer. Anm. f. Die Zauberbücher enthalten meiſt Un⸗ ſinn oder gottesläſterliche Dinge. Das 6. und 7. Buch Moſe hat mit den bibliſchen Büchern nichts zu tun. Luth. 66, 7. Anm. g. Man teilt die Zauberei ein in weiße oder ſchwarze Zauberei, je nachdem man nützen oder ſchaden will. Ferner wird unterſchieden wirkende und wahrſa⸗— gende Zauberei. 2. Einzelne Stücke. a. Wahrſagen. Durch Kartenlegen, Bleigießen, Tiſchklopfen, aus den Linien der Hände u. ſ. w. wollen Wahrſager verborgene Dinge erforſchen. Was manche vor— ausgeſagt haben Mich, 1901, 40. 41. Anm. a. Saul ging zu einem Wahrſagergeiſt. (S. oben, Anmerkung b.) Ahasja fragte, ob er von ſeiner Krankheit geneſen werde. 2 Kön. 1, 2—4. (Min. 85, 74. Il. 1904, 76.) Dowie Ill. 1903, 22. 23. Zigeu⸗ ner Wit. 1915, 221. 222. Luth. 40, 52. Soldaten an der Front im Krieg Wit. 1915, 219. Wahrſager in un⸗ ſerm Lande bieten ihre Dienſte in Zeitungen an. Wit. 1915, 51. Luth. 56, 283. Anm. b. Man unterſcheidet zwiſchen weisſagen (zZu- künftige Dinge vorherſagen) und wahrſagen (verborgene Dinge offenbaren). Orakel. Anm. c. Ein Wahrſager wußte nicht, ob ſein Haus brennt oder nicht. Anm. d. Manche laſſen ſich bloß zum Scherz einmal die Zukunft vorherſagen. Aber mit ſolchen Dingen ſoll man keinen Scherz treiben. Und wohin kann es führen? Einem jungen Mädchen wurde ihr Todestag in dreißig Tagen vorausgeſagt. Das übte einen ſolchen Einfluß auf ſie aus, daß ſie langſam dahinſiechte und ſtarb. Luth. 57, 343. 344. Ein anderes Mädchen, dem eine kurze und unglückliche Ehe vorhergeſagt wurde, hob die Verlobung auf und beging Selbſtmord. Luth. 56, 313. Min. 85, 73. Anm. e. Daß Gott manchmal durch Menſchen die Zukunft vorhergeſagt hat, lehrt die Geſchichte. Joſephs Träume. Elias prophezeite Regen. Il. 1904, 22. 23. Auch heute kommen manchmal noch ähnliche Dinge vor: Weisſagung der franzöſiſchen Revolution Luth. 41, 179. b. Sympathie. Durch allerlei Formeln und Zeichen will man Krankheiten vertreiben. Auf einem Zettel, den ein Kranker am Halſe tragen mußte, ſtand geſchrieben: In der Hölle ſehen wir uns wieder. Min. 85, 76. 77. In einem andern Paketchen war eine halbe Kröte. Luth. 65. 200. Die Munderdoktorin Luth. 64, 366. Anm. a. In Krankheit ſollen wir 1. den Arzt und die von Gott gegebenen Mittel gebrauchen: 2. dabei unſere Hoffnung auf Gott ſetzen. Des Gerechten Gebet vermag viel, wenn es ernſtlich iſt. Beiſpiel Luth. 38, 45. 19, 54: 3. die Hilfe nicht erzwingen wollen, ſondern ſpre⸗ chen: Herr, ſo du willſt: 4. keine ſündlichen Mittel gebrauchen. Lieber wollen wir unſere Krankheit behalten. Einer, der ſich durch Sympathie hatte heilen laſſen, rief ſpäter aus: Hätte ich bloß meine fallende Sucht noch und den Frieden Gottes. Can. 80, 50. Luth. 43, 43. Kommt uns ein Mittel verdächtig vor, ſo wollen wir lieber davon abſehen. Min. 85, 77. Anm. b. Gott läßt ſich dadurch auch nicht die Hände binden. Jemand ließ ſich das Blut ſtillen, hernach aber bekam er die Cholera und ſtarb. ö Anm. c. Sumpathie hilft nicht immer. Wenn ſie aber hilft, ſo hilft nicht Gott. Anm. d. Manche laſſen ſich nicht gern über ſolche Sa.-. chen belehren, damit ſie weiter in dieſer Sünde liegen können. c. Spiritismus. Totenbefragen. Verbreitung des Geiſterklopferweſens Luth. 16, 167. Ein Medium als Betrüger entlarvt Luth. 50, 60. Eine Perſon in Wahnſinn getrieben Luth. 55, 116. d. Sich⸗feſte-machen. Durch Bibelſprüche oder Zauberformeln, die man auf der Bruſt trägt, wollen ſich viele gegen Kugeln feſte machen. Andere tragen einen Talisman. Amulette, Ringe, um gegen Unglück ſicher zu ſein. Luth. 70, 226. Syn. Frei. 95, 54. Can. 80, 32. ucky stone Wit. 1915, 250. Himmelsbrief, der ſei— nen Urſprung im Papſttum hat Luth. 43, 143. 144. Syn. Frei. 95, 54. Schlangen beſchwören, Blut ſtil⸗ e. Beſchwören. len. Can. 80, 34. f. Tagewähler. Freitag iſt ein Unglückstag. Napoleon Can. 80, 33. Preuß Can. 80. 47. Die Zahl 13. g. Zeichendeuter. Träume deuten, Sterne denten, Linien in den Händen deuten. Punktierkunſt. Ein Komet am Himmel bedeutet Krieg oder Unglück. Can. 80, 47. — Vogelgeſchrei deuten Can. 80, 33. Voltaire Can. 80, 47. h. Durchs Feuer gehen. i Tiſchrücken. Dieſes mag bis zu einem gewiſſen Grade natürlich zugehen, wenn aber der Tiſch anfängt zu wahrſagen, ſo redet der Teufel. k. Wunder. Allerlei wundorbare Kunſtſtücke, die Zauberer vollbracht haben Mich. 1901, 41. 42. Kunſtſtücke indiſcher Zauberer L. W. 46, 51. 52. — Welch ein Wundern der Zauberer und den Unterſchied zwiſchen den Wundern der Apoſtel in Bezug auf Urſprung und Zwock! Can. 80, 39. l. Aboeralaube. Die Welt iſt voll Aberglanbon. Voltaire. Luth. 60, 40. 41. Spuk Mich. 1901, 19. 50. Anm. Die Wünſchelrute hat mit Zauberei nichts zu tun.

  • Luth. 50, 2
  • Luth. 50, 2. 10
  • Can. 80, 30—51
  • Jo. 95, 50
  • Mich. 1901, 39
  • Theol. 20, 116
  • Can. 80, 31
  • Ma. 24, 115
  • R. Pi. Kat. 1, 76
  • R. Pi. Kat. 1, 77
  • Brun 76
  • Brun 76. 77
  • Dall. 54
  • Dall. 54. 55
  • Luth. 50, 2
  • Schmidt 1
  • Schmidt 1, 39
  • Schmidt 1, 39. 40
  • Mag. 1908, 170
  • Min. 85, 60—85
  • Jo. 95, 45—54
  • Jo. 95, 45—54. 20, 116—118
  • Jo. 95, 45—54. 20, 116—118. O
  • Luth. 16, 187
  • Luth. 16, 187. 188
  • Luth. 16, 187. 188. 257
  • Stöckh. N. T. 370
  • Mich. 1901, 46
  • Can. 80, 36
  • Luth. 66, 7
  • Min. 85, 68
  • Min. 85, 68. 69
  • Can. 80, 46
  • Can. 80, 46. 47
  • Luth. 66, 7
  • Mich, 1901, 40
  • Mich, 1901, 40. 41
  • Mich. 1901, 43 margin
  • Mich. 1901, 43. 44 margin
  • Luth. 50, 11 margin
  • Jo. 95, 49 margin
  • Jo. 95, 51 margin
  • Ma. 39, 409 margin
  • Ma. 39, 409. 410 margin
  • Mich. 1901, 44 margin
  • Can. 80, 38 margin
  • Min. 85, 62 margin
  • Min. 85, 62. 63 margin
  • Can. 80, 38 margin
  • Mich. 1901, 39 margin
  • Luth. 50, 11 margin
  • Luth. 50, 11. 12 margin
  • Ma. 39, 409 margin
  • Ma. 39, 409. 410 margin
  • Stock 1048 margin
  • Min. 85, 63 margin
  • Jo. 95, 45 margin
  • Jo. 95, 45. 46 margin
  • Theol. 20, 116 margin
  • Theol. 20, 116. 117 margin
  • Stöckh. A. T. 74 margin
  • Stöckh. A. T. 74. 75 margin
  • Can. 80, 43 margin
  • Can. 80, 43. 44 margin
  • Il. 1904, 76 margin
  • Stöckh. A. T. 43 margin
  • Stöckh. A. T. 43. 44 margin
  • Stöckh. A. T. 43. 44. 238 margin
  • Stöckh. A. T. 43. 44. 238. 239 margin
  • Min. 85, 70 margin
  • Min. 85, 70. 71 margin
  • Luth. 5, 38 margin
  • Stöckh. N. T. 355—356 margin
  • Schulbl. 11, 313 margin
  • R. Pi. Kat. 1, 78 margin
  • Min. 1913, 53 margin
  • Min. 1913, 53. 54 margin
  • Stöckh. N. T. 389 margin
  • Neb. 95, 75 margin
  • Schulbl. 11, 314 margin
  • Luth. 66, 7 margin
  • Can. 80, 30 margin
  • Can. 80, 30. 31 margin
  • Can. 80, 30. 31. 45 margin
  • Jo. 95, 47 margin
  • Jo. 95, 47. 51 margin
  • Jo. 95, 47. 51. 53 margin
  • W. 76, 27 margin
  • Min. 85, 81 margin
  • Min. 85, 81. 82 margin
  • Min. 85, 81 margin
  • Can. 80, 31 margin
  • Can. 80, 31. 32 margin
  • Mich. 1901. 40 margin
  • Mich. 1901. 40. 41 margin
  • Brun 77 margin
  • Stock 1049 margin
  • Theol. 20, 117 margin
  • R. Pi. 1. 77 margin
  • Luth. 50, 2 margin
  • Luth. 50, 2. 62, 161 margin
  • Luth. 50, 2. 62, 161. 56, 283 margin
  • Schulbl. 11, 265 margin
  • Min. 85, 74
  • Il. 1904, 76
  • Wit. 1915, 221
  • Wit. 1915, 221. 222
  • Luth. 40, 52
  • Wit. 1915, 219
  • Wit. 1915, 51
  • Luth. 56, 283
  • Luth. 57, 343
  • Luth. 57, 343. 344
  • Luth. 56, 313
  • Min. 85, 73
  • Il. 1904, 22
  • Il. 1904, 22. 23
  • Luth. 41, 179
  • Min. 85, 76
  • Min. 85, 76. 77
  • Min. 85, 76. 77. I
  • Luth. 65. 200
  • Luth. 64, 366
  • Luth. 38, 45
  • Luth. 38, 45. 19, 54
  • Can. 80, 50
  • Luth. 43, 43
  • Min. 85, 77
  • Can. 80, 32 margin
  • Min. 85, 67 margin
  • Can. 80, 33 margin
  • Can. 80, 33. 34 margin
  • Luth. 50, 2 margin
  • Luth. 50, 2. 5, 38 margin
  • Can. 80, 34 margin
  • Can. 80, 34. 36 margin
  • Min. 85, 76 —81 margin
  • Schmidt 1 margin
  • Schmidt 1, 41 margin
  • Schulbl. 11, 264 margin
  • Can. 80, 36 margin
  • Can. 80, 36. 37 margin
  • Can. 80, 51 margin
  • Can. 80, 49 margin
  • Min. 85, 81 margin
  • Min. 85, 83 margin
  • Min. 85, 83. 84 margin
  • Can. 80, 42 margin
  • Can. 80, 42. 43 margin
  • Luth. 16, 167
  • Luth. 50, 60
  • Luth. 55, 116
  • Luth. 70, 226
  • Syn. Frei. 95, 54
  • Can. 80, 32
  • Wit. 1915, 250
  • Luth. 43, 143
  • Luth. 43, 143. 144
  • Syn. Frei. 95, 54
  • Can. 80, 34
  • Can. 80, 33
  • Can. 80. 47
  • Can. 80, 47
  • Can. 80, 33
  • Can. 80, 47
  • Mich. 1901, 41
  • Mich. 1901, 41. 42
  • L. W. 46, 51
  • L. W. 46, 51. 52
  • Can. 80, 39
  • Can. 80, 39. l
  • Luth. 60, 40
  • Luth. 60, 40. 41
  • Mich. 1901, 19
  • Mich. 1901, 19. 50
  • Can. 80, 41 margin
  • Luth. 50, 11 margin
  • Luth. 50, 11. 71, 220 margin
  • Wis. Syn. 99, 44 margin
  • Min. 85, 68 margin
  • Eb. 47 margin
  • Can. 80, 32 margin
  • Schulbl. 11, 265 margin
  • Schulbl. 11, 265. 266 margin
  • Min. 85, 68 margin
  • Jo. 95, 90 margin
  • Schulbl. 11, 269 margin
  • Min. 85, 68 margin
  • Schulbl. 11, 267 margin
  • Schulbl. 11, 267. 268 margin
  • Luth. 56, 90 margin
  • Can. 80, 34 margin
  • Schulbl. 11, 270 margin
  • Schulbl. 11, 270. 271 margin
  • Min. 85, 68 margin
  • Min. 85, 68 margin
  • Can. 80, 32 margin
  • Mich. 1901, 45 margin
  • Can. 80, 47 margin
  • Schmidt 1 margin
  • Schmidt 1, 40 margin
  • Can. 80, 35 margin
  • Schulbl. 11, Was iſt Zau
  • Wis. Syn. 99,
  • Mag. 1907. 63

vol d, printed page 422–425 · scan: bub_gb_akAUAAAAYAAJ/n0506

3. —

3. Zauberei iſt Teufelskunſt. Gott wirkt dabei nicht mit. a. Die Schrift bezeichnet den Teufel als den Urſprung der zauberiſchen Wirkung. 1 Sam. 28, 8: Wahrſagergeiſt. Ap. 16, 16: die hatte einen Wahrſagergeiſt. Vers 18: Ich gebiete dir, daß du von ihr ausfahreſt. Ap. 13, 10: „O. du Kind des Teufels!“ b. Das beſtätigen auch viele Zauberer ſelbſt. Man muß erſt mit dem Teufel einen Bund ſchließen, ehe man ein Zauberer werden kann. Anm. a. Was ſind es für Leute, die ſolche Sachen treiben? Fürchten ſie Gott? Gebrauchen ſie die Gnadenmittel? — Oft ſtehen ſie mit Verbrechern in Verbindung. Wit. 1915, 122. Anm. b. Der Menſch muß einen Gott haben. Verläßt er den wahren Gott, ſo wird der Teufel ſein Gott. Anm. c. Kann der Teufel Wunder tun? Nein, aber er kann außerordentliche Wirkungen hervorbringen, die wir nicht vermögen. Anm. d. Die angewandten Mittel ſtehen mit den hervorgebrachten Wirkungen in keinerlei natürlichem Zuſammenhang. Anm. e. Die Kraft liegt nicht in den Worten oder Formeln. Manche Worte haben eine Bedeutung, manche nicht. Aber die Worte an ſich bringen keine Wirkung hervor, auch nicht das Ausſprechen des Nomens Jeſu oder der Bibolworte oder des Exorcismus.

  • Wit. 1915, 122
  • Min. 85, 62 margin
  • Can. 80, 43—45 margin
  • Can. 80, 43—45. 49 margin
  • Ma. 39, 410 margin
  • Ma. 39, 410. 411 margin
  • Jo. 95, 40 margin
  • Mich. 1901. 40 margin
  • R. Pi. Kat. 1. 85 margin
  • R. Pi. Kat. 1. 85. 86 margin
  • Brun 76 margin
  • Schmidt 41 margin
  • Schulbl. 11, 315 margin
  • Luth. 50, 187 margin
  • Mich. 1901, 40 margin
  • Mich. 1901, 22 margin
  • Jo. 95, 51 margin
  • Schmidt 1 margin
  • Schmidt 1, 40 margin
  • Min. 85, 65 margin
  • Min. 85, 65. 66 margin
  • Jo. 95, 41 margin
  • Min. 85, 63 margin
  • Min. 85, 63. 64 margin
  • Luth. 16, 187 margin

vol d, printed page 425–426 · scan: bub_gb_akAUAAAAYAAJ/n0509

4. Zauberei iſt Sünde

4. Zauberei iſt Sünde. Es iſt eine vorwivige Kunſt Ap. 19, 19 und wird mit den Werken des Fleiſches, Mord und Ehebruch, auf eine Stufe geſtellt. Gal. 5, 20. Mal. 3, 5. 1 Sam. 15, 23. 5 Moſ. 18. 10—12: Daß nicht unter dir ſunden werde u. ſ. w. Wer ſolches tut, der iſt dem Herrn ein Greuel. (Theol. 2, 409. 410. Min. 86, 67.) — 3 Moſ. 19, 31. Ihr ſollt euch nicht wenden zu den Wahrſagern und Zeichendeutern. Jeſ. 8. 19: Wir ſollen nicht die Wahrſager und Zeichendeuter fragen. R. Pi. Kat. 1. 82. Il. 1904, 79. Min. 85, 71. Luth. 50, 2. — Zauberei iſt Sünde gegen a. das 1. Gebot. Man ſetzt ſein Vertrauen nicht auf Gott, ſondern auf etwas anderes. Man verläßt Gott und ſucht Hilfe beim Teufel; b. das 2. Gebot, wenn dabei Gottes Name oder Wort gebraucht wird. Dazu hat uns Gott ſein Wort nicht gegeben. Du ſollſt den Namen Gottes nicht mißbrauchen. Beſſer wäre es, wenn man ſtatt deſſen den Eulenſpiegel oder ſonſt etwas gebrauchte. Can. 80, 422. Anm. a. Zauberei iſt Vermeſſenheit. Man will Dinge erforſchen, wozu Gott nicht die Macht gegeben hat. Durch Zauberformeln will man die Hilfe erzwingen. gerade wie die Schwarmgeiſter durch ihre Weiſe ohne Wort Gott zu ſich ziehen wollen. Syn. 94. 27. Anm. b. Der Zweck und das Mittel ſind falſch.

  • Theol. 2, 409
  • Theol. 2, 409. 410
  • Min. 86, 67
  • R. Pi. Kat. 1. 82
  • Il. 1904, 79
  • Min. 85, 71
  • Luth. 50, 2
  • Can. 80, 422
  • Syn. 94. 27
  • Ma. 39, 411 margin
  • Jo. 95, 44 margin
  • Mich. 1901, 39 margin
  • Can. 80, 41 margin
  • Can. 80, 41. 38 margin
  • Can. 80, 41. 38. 39 margin
  • Luth. 16, 187 margin
  • Min. 85, 68 margin
  • Min. 85, 68. 69 margin
  • R. Pi. Kat. 1, 83 margin
  • R. Pi. Kat. 1, 83. 84 margin
  • Schulbl. 11, 260 margin
  • Min. 83, 63 margin
  • Luth. 50, 3 margin
  • Ma. 24, 115 margin
  • Ma. 24, 115. 116 margin
  • Ma. 24, 115. 116. 39, 185 margin
  • Schulbl. 11, 261 margin
  • R. Pi. Kat. 1, 78 margin
  • R. Pi. Kat. 1, 78. 79 margin
  • Can. 80, 40 margin
  • Min. 85, 61 margin
  • R. Pi. Kat. 1, 80 margin
  • Can. 80, 31 margin

vol d, printed page 426 · scan: bub_gb_akAUAAAAYAAJ/n0510

5. —

5. Eunwände⸗ a. Wenn Zauberei Sünde wäro, wie könnte es helfen? Stehlen hilit auch und doch iſt es verboten. b. Wir habon doch nichts Böſos gele es ſind gute Worte und ſiehen in der Schrift. Du ſollſt ſie nicht mißbrauchen, ſondorn glauben. c. Es ſei eine Art Gebet. Iſt denn Beten Sünde? — aber botet, erhebt ſein Herz zu Gott und wartet auf ſeine Hilfſe. Der Zauborſpruch iſt kein Gebet. Dazu konunt die Art und Weiſe, wie die Zauberer die Gebete ſprochen, n einer gemiſſen Zeit. an einem gewiſſen Ort, imter gewiſſon Gebärden. d. Denken Sie ja nicht, daß der Mann ein gottloſor Mann ſei. e. Man erweiſe damit dem Nächſten, dem man helfen will, einen Liebesdienſt. —Durch Sünden kann man dem Nächſten nicht dienen. Es iſt auch kein Liebesdienſt, ſonſt hätte Gott das Leiden ſchon längſt weggenommen. Anm. Die Hilſe, die der Teufel erweiſt, iſt dem Men-ſchen eine ſchwere Plage. Wehe dem, dem der Teufel einen Dienſt tut! Er zieht ſeine Opfer nackt aus. f. Chriſtus hätte es ſelbſt erlaubt. Mark. 9, 38—40. Der Mann Mark. 8, 38 war kein Zauberer. g. In der Zauberei ſeien nur natürliche Kräfte wirkſam (Hypnotismus) oder ſie beruhe auf einer zur Zeit noch geheimen Kraft, die die Wiſſenſchaft ſpäter einmal aufdecken wird. 9. Tie ganze Zaubergeſchichte ſei bei allen gebildeten Menſchen abgetan als Aberglaube. Darum ſolle man darüber lachen und das Volk nicht beſtärten in dem Wahn, als ſei etwas dahinter. i. Die Zauberer taten gerade ſolche Wunder, wie Chriſtus und die Apoſtel. Mark. 16, 17. 18: Die Zeichen aber, die da folgen werden u. ſ. w. — Sie beſtätigten damit die Lehre Chriſti. Welche Lehre beſtätigen die Zauberer? Sie gehen in keine Kirche. Die Strafe der Zauberer. a. Im Alten Teſta 3 ent wurden Zauberer mit dem Tode beſtraft. 2 Moſ. 22, 18: Die Zauberinnen 23. du nicht leben laſſen. 3 Moſ. 20, 27: die ſollen des T 3 des ſterben. Anm. Jetzt wäre es unrecht, wenn die Obrigkeit jeden Wahrſager köpfen wollte. Wir ſind im Neuen Teſtament vom Zeremonialgeſetz frei. Wenn Zauberei das bürgerliche Gemeinweſen ſchädigt, muß freilich die Obrigkeit auch heute noch einſchreiten. b. Zauberei ſchließt vom Reiche Gottes aus. Gal. 5, 21: werden das Reich Gottes nicht ererben. Off. 21, 8: deren Teil wird ſein im Pfuhl. 22, 25— Draußen ſind die Zauberer. Anm. a. Darum ſollen wir 1. mit Zauberei nichts zu ſchaffen haben. In der Taufe haben wir dem Teufel und allem ſeinen We⸗ ſen abgeſagt: 2. keine Zauberei unter uns dulden; 3. der Zauberei in der Welt wehren, nicht durch Herenprozeſſe, ſondern allein durchs Wort. Anm. b. Beim Predigen über Zauberei ſollen wir vor. ſichtig ſein, daß wir nicht Satans Pfützen ausſchöpfen und unſer Volk lehren, was der Teufel andere gelehrt hat. Was der Teufel aber wirklich unter die Leute bringt, ſoll man mit Gottes Wort beleuchten. Anm. c. Daß auch ein Zauberer noch Bußſe tun kann. zeigt Manaſſe. 2 Kön. 21, 6. 2 Chron. 33, 6, 11—16. Homiletik. 14. Sonntag nach Trin. Evi. Von der Zauberei. aibt, b. was ſie iſt, c. welche greuliche Sünde ſie iſt. — Ma.

  • Min. 85, 79 margin
  • Schmidt 1 margin
  • Schmidt 1, 41 margin
  • Can. 80, 42 margin
  • Ma. 24, 115 margin
  • Ma. 24, 115. 116 margin
  • Luth. 5, 38 margin
  • Can. 80, 42 margin
  • Schmidt 1 margin
  • Schmidt 1, 12 margin
  • Min. 85. 78 margin
  • Min. 85. 78. 79 margin
  • Can. 80, 41 margin
  • Mich. 1901, 47 margin
  • Can. 80, 43 margin
  • Mich. 1901, 44 margin
  • Mich. 1901, 44. 46 margin
  • Luth. 50, 10 margin
  • Min. 85. 75 margin
  • Schulbl. 11, 316 margin
  • Schulbl. 11, 316. 317 margin
  • R. Pi. Kat. 1, 85 margin
  • Stöckh. A. T. 91 margin
  • Ma. 39, 411 margin
  • Can. 80, 44 margin
  • Can. 80, 41 margin
  • Can. 80, 16 margin
  • Can. 80, 16. 18 margin
  • Can. 80, 16. 18. 50 margin
  • Min. 85, 62 margin
  • Min. 85, 85 margin
  • Min. 55 75.

vol d, printed page 426–427 · scan: bub_gb_akAUAAAAYAAJ/n0510

A citation shown like this names a volume the archive does not hold — most of Der Lutheraner and Lehre und Wehre past Jahrgang 10, and the five other series Eckhardt indexes, none of which are here. Those references are printed as Eckhardt set them rather than hidden: the reference is the useful thing even when we cannot serve the page. Page images of the Reallexikon itself are not served in this build; the scan note under each entry gives the item and image index in the archive.org copy.