Collection › Der Lutheraner (St. Louis, Missouri) › Jahrgang 9, Nummer 12 › Seite 78

Der Lutheraner St. Louis, Missouri — 1853-02-01, Seite 78

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„Gottes Wort und Luttzers Lehr“ vergehet nun und nimmermehr.“

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—— — — — — — —— — — *

Herausgegeben von der Deutſchen Ev. Luther. Synode von M
NRedigirt von C. F. W. Walther.

iſſouri,

(Offenb. Joh. Cav. 14, v. 6,7.)

—

Ohio und andern Staaten.

Jahrg. 9.

St. Lonis, Mo., den 1. Februar 1853. No.

12.

neringungen: Der Lutberaner erſcheint alle zwei Wochen einmal für den jäbrlichen
Eutftrivtisnsrreie den Einem Dollar für dee answärtigen Unterſchreiser, welche denſelben rorauemube⸗
zablen und das Peſtgeld zu tragen haben. — In St. Lonis wird jede einzelne No. für 5 Cents verkauft.

aber.

Rur rie Driefe. welche Mirtbeilungen für das Blatt enthalten, ſind an den -edakteur. alle anderen
welche Geſchäftliches, Beſteuungen. Abbe.
Mr. F. W. Barthel, care of C. F. W. Walther,

Abbeſtellungen, Gelcer c. euthalten. unter der Adreyt
St. Louis, Mo., anber zu ſenden.

S eeeeee &

Auszügli
einiger offenbarer Irrthümer Paſtor Grabau's, mit
der falſchen römiſchen, ſowie mit der reinen lutheriſchen Lehre verglichen.

Lehren Paſtor Grabau's.
II.
Von der Kirche.

—

9. Ferner ſollte man mit unſerm OErrn IE-
ſu Chriſto ſagen, daß er ſeine Schafe nicht in fal—
ſchen Kircken ſammle, ſondern ſie herausführe
zu Seiner Heerde Joh. 10, 16. Darum iſt es
gefährlich, ſo viel Rotten und Secten gegenüber
ſo zu reden wie dieſe Theſis“ (die 9. in dem
Buch: Die Stimme unſerer Kirche.), „weil da—
durch jede Rotte und Secte in dem irrigen
Troſt der Unirten beſtärkt wird, als ha⸗
be ſie die unſichtbare Kirche als
einen Theil ihrer Particularkirche
in ſich. . . Zweitens nennt die Schrift nicht
Gemeinſchaften mit falſchem Bekenntniß um der
unter ihnen verborgenen Gläubigen willen sy-
necdechice Kirche. . . . Daß nun dieſe“ (irr⸗
gläubigen Gemeinſchaften, wie die römiſche, die
reformirte, die unirte, ꝛc.) „noch chriſtliche Kir—
chen im Leben heißen, und ſich dieſen Namen
trotz dem Widerſpruch unſerer Söymbole anma⸗
ſen, das heißt Prof. Walther recht, und ſagt,
dieſer Name komme ihnen mit Recht zu, ſie ſollen
ſe heißen, die Schrift nenne ſie ſo synecdlochi-
ce.“ (Inform. II, 58. 59. 66.9

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Lebre der rönmſiſehen Kirche.

Von der Kirche.

9. „Eine Gemeinſchaft, deren öffentliches Be—
kenntniß auch nur mit Einer Ketzerei befleckt iſt,
iſt nicht ein Haufe noch nicht gereinigten Wei⸗
zens, ſonrern nichts als Spreu, die unbeſonnen
von der Tenne der Kirche davon geflogen iſt und
zum unauslöſchlichen Feuer aufbehalten wird.
Ihr Bekenntniß iſt nicht Gold mit Kupfer ver—
miſcht, ſondern eine durch bölliſchen Sauerteig
durch und durch verderbte Maſſe oder doch ein
vergifteter Nektar, der allen, die ihn trinken, den
gewiſſeſten Tod bringt. . . . Wer mag, wenn
er nicht unſinnig iſt, dem Muſäus und ſeinen.
Genoſſen glauben, wenn ſie mit Luther ſchreien:
ſelbſt wo der Antichriſt und die Schwarmgeiſter.
regieren, da bleibe auch, ſo lange die Taufe mit
der Bibel bleibe, ein der wahren Kirche
eigener Saame und folglich heimliche
Heilige, weil nehmlich das Wort nie leer wieder—
kommt. Jeſ. 55, 11. Wehe den elenden Sachſen,
welche in einer ſo ſinſteren Nacht ſtecken, daß ſie
dieſe offenbaren Tiefen des Satans nicht durch⸗
ſchauen.“ (So der Jeſuit Ebermann in
Parall. ccel. p. 57.)
eine ketzeriſche oder in Grundlehren verderbte
Kirche eine Mutter der wahrhaft Gläubigen
und Gerechten ſeiz es ſei denn, man wollte zu—

geben, daß es den wahren Gläubigen erlaubt,

ſei, mit den Ketzern Gemeinſchaft zu halten.“
(So Auguſtinus Gibbon in ſeinem Lu-
chero-Calvinismus. Disp. I. §. 3.9

„Es iſt unmoglich, daß

tabellariſche Überſicht

den eigenen Worten deſſelben vorgelegt und mit

melt behatten werden, ſo ſammelt ſich Gett in dem ver⸗

Lehre der lutheriſchen Kirche,
welche Paſtor Grabau die miſſon⸗
riſche nennt.

II.

Von der Kirche.

9. „Man muß fleißig zwiſchen dem Unterſcheiden, war
zum Weſen der Kirche gehert, und zwiſchen dem, obne
was die Kirthe als eine wahre Kirche ſein kannz denn es
iſt ein Un terſchied zwiſchen einer auch wahren Kirche und
einer nach der äußerlichen Geſtalt und zufälligen Veſchaffen⸗
beit in allem reinen Kirche. Es kann auch eine wahrt
Kirche ſein und bleiben, obnleich ſie nach dem außerlichen
Amt des Wortes nicht eine inallem unverderbte
undereine iſt. Etwas Anderes iſt es daber nach den
Kennzeichen der wahren Ririhe, etwas Anveces nach den
Kennzeichen der in allen Stücken unverfäl ſchten und
unverderbren Kirche fragen.“ (Graverue Dis-
put. Anti-Jesui.) „Es muß nothwendiz zugegeben wer⸗
den, daß allentbalben, wo die Tau'e in ibren weſentlien
Stücken unverietzt verwaltet wird, eine Lirche ſei.“ (5. —
nrus disp. de matis et hepoerit, th. 16.) „Wenn
die Taufe und einige Hanptfmücke der Lehre noch unvertün.⸗

derbten Zuſiand der ſichtbaren Kirche, ig mirten en ber
Hauſen ver Ketzer durch die genannten Mrittel eine unſicht ·
bare Kirche der Auscrwähiten.“ (Gerhard loc. de ec-
cl. F. 111.)., Wir ſind nicht dagehen, daß der Kirche ker
Rontaniſten ſelbſt um derſelben „(um der Tauſe, um rer

— 7 Een* E⸗
vurgeleſtnen Soyntagstexte),“ u llen ver Name cathr
Hi 1ch gegeben werde.“ (Calor Traet. de nat. pacis

Ich mnn e da dan: Wa
Haulns allbier nach der Figur, ſo da Sruee e,
unt in der Schriſt faſt gemtein iſt, redet .. oleichwie 110
jetzund zu unſern Zeiten die rö miſchen Lirchen und a
Bistbümer heuig uennen, ob ſit wohl auch ver führt unr
ibre Diener gottlos ſind .. Derbalben ſo iſt die Kirche a
lenthalben heilig, anch au den Oertern, da gleich die ö
mer und Rottengeiſter regieren, ſo ferne ſie nur das Werr;
und Sacrament nicht allereings verieugner und verwer en „
.. Wo Wort und Saerament weſentlich bleiben, ra bleiber
auch eint hrilibe Kirche.“ (Luther zu Gal. 1, 2.0

rel. Aug. q. 39.

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