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Wille. Abhandlungen. Luthers vom freien Willen und von der Bekehrung. L. W. arbitrio L. W. 46, 280—285. 307—-316. Vom freien Mit. 1906. O. 95, 54— 78. Von den Kräften des The old vom freien Willen. R. Pi. Kat. 2, 31—58. Theol. 10, 218—224. 11, Free Will in the A. C. Theol. 9, 65—83. Will. Wille des Meuſchen. — —————ß——ꝛ7—ß7—7—5——tꝛß75—‚— —Üä———ꝛ——ßxkf— ß [·ß7—éK——ß—[—ꝛ.ß[ß7—7— jß7 —...—.ñjßii—ßißiii Der Wille des Menſchen vor, in und nach der Bekehrung Hat der Menſch einen freien Willen? Dieſes Thema wird in der Kirche eine wichtige Rolle ſpielen bis ans Ende der Welt. In bürgerlichen Dingen, in Mitteldingen, hat der Menſch einen freien Willen oder Wahlfreiheit, wiewohl er ſehr geſchwächt iſt. R. Pi. Kat. 2, 45. 46. Wie aber ſteht es in geiſtlichen Dingen? a. Vor der Bekehrung hat der Menſch in geiſtlichen Dingen keinen freien Willen. Er kann nicht wählen zwiſchen Gut und Bös, ſondern iſt nur zum Böſen geneigt. Er widerſtrebt und iſt inſofern ſchlimmer * ein Stein und Block. Mit. 1906, 38. 39. Im U kehrten iſt kein modus agendi. Theol. 9, 72. Mit. 1906, 40. — Bibelſprüche ſ. Erbſünde. Anm. a. Das wird auch bezeugt durchs Bekenntnis Ausſprüche Luthers L. W. 28, 385—395. Theol. 9, 71. Luth. 37, 97. 98. — Einwand: Luther habe ſeine Meinung geändert Theol. 10, 221. 222. Anm. b. Geiſtliche Dinge ſind ſolche, die der Ver nunft nicht unterworfen ſind, wie Buße, Glaube, Hoffnung, Wiedergeburt u. ſ. w. Anm. c. Liberium arbitriem ſchließt nicht bloß die Fähigkeit des Willens, ſondern das judicium des Verſtandes in ſich. Anm. d. Der Ausdruck „freier Wille“ kann in verſchiedener Bedeutung gebraucht werden, im materiellen oder philoſophiſchen Sinne und im formalen oder theologiſchen Sinne. Der erſtere kommt hier nicht in Be⸗ tracht, da der Menſch auch nach dem Sündenfall einen Willen hat. Antitheſe. Daß der Menſch vor der Bekehrung einen freien Willen habe, wird gelehrt von Katholiken, Pelagianern, Sekten und Synergiſten. Anm. e. Iſt der befreite, aber noch nicht wiedergeborene Wille Geiſt oder Fleiſch? Iſt er Fleiſch, dann gelüſtet er wider den Geiſt. Wie kann er mit dem Geiſt auf dasſelbe Ziel hin tätig ſein? Iſt er Geiſt, dann iſt die Bekehrung geſchehen. Anm. f. Wer in der Lehre vom freien Willen nicht recht ſteht, kann auch in der Lehre von der Rechtfertigung nicht rein ſein. b. In der Bekehrung wird der Wille des Menſchen gelenkt. Gott macht aus Unwilligen Willige. Das geſchieht freilich nicht mit Zwang. Findet die erſte Regung des Glaubens im Herzen ſtatt, ſo iſt die Bekehrung geſchehen. c. Nach der Bekehrung hat der Menſch einen neuen Willen und kann mitwirken. Die Erneuerung des Willens beginnt ſchon hier in den Chriſten, wird aber erſt im Himmel vollkommen. Il. 85, 41. Wille Gottes. Abhandlungen. Hön. Dog. § 16, 122—136. Baier 1, 34—39. Theol. 2, 257. Wille Gottes. ö 1. Der Wille Gottes iſt das Beſtreben, das von ihm erkannte Gute zu verwirklichen und das als böſe Erkannte zu verhindern. Dog. Anm. a. Gottes Wille iſt ein freier Wille. Anm b. Der Wille Gottes iſt das Weſen ſelbſt. Neuere Dogmatiker und einige der alten Scholaſtiker ſtel len den Wihen Gottes als die Wurzel ſeines Weſens hin. Hön. Dog. 122—124. 2. Unterſcheidungen. Obwohl der Wille Gottes nur einer iſt, ſo wird er doch auf mancherlei Weiſe unterſchieden wegen der verſchiedenen Art der Dinge, welche Gatt will und wegen der verſchiedenen Weiſe, auf welche er das was er will, zu wollen ſcheint. 128. a. Voluntas necessaria et naturalis. Unter erſterer verſteht man den Willen Gottes, nach dem er ſich ſelbſt als das höchſte Gut will, unter letzterer den Willen Gottes, der ſich auf die Kreatur bezieht. Hüten muß man ſich, daß man nicht Schöpfung und Erlöſung zu einer Naturnotwendigkeit des göttlichen Weſens macht. Dieſe bleiben vielmehr eine freie Tat Got tes. 1, b. Voluntas efficax et inefficax. Dieſe Unterſcheidung iſt eine verunglückte. Ein un⸗ wirkſamer Wille Gottes iſt ein Widerſpruch in ſich ſelbſt. c. Voluntas absoluta et conditionata. 1, Gott will manches ohne Bedingung. Jeſ. 46. 10: Ich tue alles, was mir gefällt. Röm. 9, 19: Wer kann ſeinem Willen widerſtehen? Andere Dinge will Gott unter gewiſſen Bedingungen. Matth. 23, 37: Wie oft habe ich deine Kinder verſammeln wollen. Ap. 7, 51: ihr widerſtrebet allezeit dem Heiligen Geiſt. Ein Bei⸗— ſpiel für bedingten Willen Gottes ſind auch die Verheißungen des Geſetzes: Tue das, ſo wirſt du leben. Anm. b. Die Schrift redet nicht bloß von einem Willen, ſondern auch von einem Beſchluß Gottes. Auch hier teilt man zwiſchen decretum absolutum et non absolutum. Bei erſterem iſt jede causa impulsiva externa ausgeſchloſſen (Erſchaffung des erſten Men-ſchen), ber letzterem gibt es eine ſolche, vergl. den Verwerfungsbeſchluß über die Ungläubigen. d. Voluntas absoluta et ordinata. Nach Gottes abſolntem Willen kann er die von ihm gomachte Ordnung aufheben, z. B. Joſ. 10, 12: Sonne, ſtehe ſtill. Ein Beiſpiel für den geordneten Willen Gottes iſt der Gnadenwille. Gott will die Menſchen ſelig machen, aber nur auf dem von ihm feſtgeſetzten Heils— weg. e. Voluntas antecedens et consequens. Auch dieſo Unterſcheidung iſt eine unglückliche, weil in Gott keine Aufeinanderfolge und Veränderung der Rat— ſchlüſſe ſtattfindet, und weil dieſe Unterſcheidung von Gott nach der Weiſe der Unvollkommenheit eines Men— ſchen redet, der erſt etwas will und dann, je nach dem Ausfall und Lauf der Dinge, den erſten Willen durch einen zweiten amendiert. Anm. a. Man kann ſich dieſe Unterſcheidung ſo zurecht legen: Gott wollte urſprünalich aller Menſchen Seligkei'. nun aber, da viele Menſchen ſeine Gnade verachten und im Unglauben bleiben, will er als gerechter Richter die Verdammnis der Ungläubigen. Bei dem nachfolgenden Willen geht Rückſichtnahme auf den menſchlichen Ungehorſam voraus. Protokoll von Chicago 1880, 63. Der nachfolgende Wille ſtreitet aber nicht mit dem erſten Willen, ſowenig wie die Heiligkeit mit der Gnade. Süd. 1900, 26. Syn. 82, 71. Anm. b. Bei den Seligwerdenden kann man nicht von volutas consequens reden, da bei ihnen nur der allgemeine Gnadenwille voluntates antecedens und nicht etwas Neues zur Ausführung kommt. Anm. c. Dieſe Unterſcheidung wurde ſpäter von lutheriſchen Theologen ausgebeutet und auf die Seligwer⸗— denden angewendet. Dieſe Unterſcheidung hat aber nichts geleiſtet zur Klarmachung gewiſſer Schwierigkeiten, es ſei denn, das man Synergismus unterſchiebt. f. Voluntas beneplaciti et signi. Die erſtere iſt der Akt des Willens Gottes ſelbſt, die letztere iſt nur eine Wirkung Gottes, die als ſolche von ſeinem Willen zeugt, welcher der Begriff „Wille“ ſelbſt beigelegt wird. 1 Moſ. 22, 1—18: Iſaaks Opferung. Luk. 24, 28: Chriſtus ſtellte ſich, als wollte er fürder gehen. Aber hier ſteht Wille eigentlich für das Gewollte, causa pro effectu, wie in der 3. Bitte. Süd. 1900, 22. Anm. Voluntates beneplaciti bezeichnet den ver— borgenen Willen, den weſentlichen Willen Gottes. ſofern er ſich uns nicht geoffenbart hat. Voluntas abscondita. Voluntas signi iſt der Wille, ſofcen er ſich uns geoffenbart hat. Das Schriftwort iſt für uns ein Signum des Willens Gottes. — Calviniſten verſtehen unter voluntas signieinen ſcheinbaren Willen Got— tes, nämlich den allgemeinen Gnadenwillen Gottes. Hön. Dog. 131. g. Voluntas arcana et revelata. Gott hat ſeinen Willen geoffenbart. Eph. 1. 9: und hat uns wiſſen laſſen das Geheimnis ſeines Willens. Joh. 1, 18: der hat es uns verkündigt. 1 Tim. 3, 16: Die Schrift redet aber auch von einem geheimen ver— borgenen Willen Gottes. Röm. 11, 33. 34: Wer hat des Herrn Sinn erkannt? Anm. a. Dieſer verborgene Wille widerſpricht dem geoffenbarten Willen nicht. Beide in Gegenſatz zu ein— ander zu ſetzen, wäre Blasphemie. Mit dem Willen Gottes, ſofern er uns nicht geoffenbart iſt, ſollen wir unz nicht beſchäftigen. Anm. b. Calviniſten dichten Gott zwei ſich widerſprechende Willen an und bringen den allgemeinen Gnadenwillen in Gegenſatz zu ſeinem Willen in der Gnadenwahl. Vergl. Gnadenwahl 5390, f. 3. Anm. e. Wir wiſſen bloß von einem Willen Gottes, der uns aber nicht in allen Einzelheiten in der Schrift geoffenbart iſt. h. Gnädiger Wille und Geſetzeswille. 1. Der gnädige Wille Gottes, der uns im Evan⸗ gelio geoffenbart iſt: Gott will, daß allen Menſchen geholfen werde. Dieſer Wille iſt vor allem in der
- L. W. 46, 280—285
- L. W. 46, 280—285. 307
- O. 95, 54— 78
- R. Pi. Kat. 2, 31—58
- Theol. 10, 218—224
- Theol. 9, 65—83
- R. Pi. Kat. 2, 45
- R. Pi. Kat. 2, 45. 46
- Mit. 1906, 38
- Mit. 1906, 38. 39
- Mit. 1906, 38. 39. I
- Theol. 9, 72
- Mit. 1906, 40
- L. W. 28, 385—395
- Theol. 9, 71
- Luth. 37, 97
- Luth. 37, 97. 98
- Theol. 10, 221
- Theol. 10, 221. 222
- L. W. 19, 264 margin
- Luth. 5, 43 margin
- Luth. 5, 43. 69, 122 margin
- Süd. 82, 9—12 margin
- Neb. 1912, 17 margin
- Ma. 8, 300 margin
- Schulbl. 2, 77 margin
- Schulbl. 2, 77. 78 margin
- R. Pi. Kat. 2, 43 margin
- R. Pi. Kat. 2, 43. 44 margin
- R. Pi. Kat. 2, 43. 44. 101 margin
- R. Pi. Kat. 2, 43. 44. 101. 102 margin
- Wis. 1915, 39 margin
- L. W. 19, 264—270 margin
- L. W. 19, 264—270. 30, 298 margin
- Luth. 69, 122 margin
- Il. 1912, 8 margin
- Schulbl. 2, 79 margin
- Schulbl. 2, 79. 80 margin
- Süd. 82, 13 margin
- Baier 3, 220 margin
- Baier 3, 220. 2, 297 margin
- Neb. 91, 24 margin
- Neb. 91, 24. 25 margin
- R. Pi. Kat. 2, 47 margin
- R. Pi. Kat. 2, 47. 50 margin
- R. Pi. Kat. 2, 47. 50. 50 margin
- R. Pi. Kat. 2, 47. 50. 50. 51 margin
- R. Pi. Kat. 2, 47. 50. 50. 51. 39 margin
- Neb. 1915, 20 margin
- Neb. 1915, 20. 21 margin
- Theol. 11. 9 margin
- Schulbl. 2, 79 margin
- L. W. 19, 258 margin
- R. Pi. Kat. 2, 38 margin
- Il. 85, 41
- Baier 2, 300 margin
- Günth. 134—136 margin
- Cal. 1904, 47 margin
- R. Pi. Kat. 2, 54 margin
- R. Pi. Kat. 2, 54. 55 margin
- Wis. 1915, 36 margin
- Wis. 1915, 36. 89 margin
- L. W. 30, 106 margin
- L. W. 29, 33 margin
- Mit. 1906, 39 margin
- Mit. 1906, 39. 40 margin
- L. W. 19, 330 margin
- L. W. 19, 330. 334 margin
- L. W. 19, 330. 334. 335 margin
- Mit. 1906, 41 margin
- R. Pi. Kat. 2, 40 margin
- Hön. Dog. § 16, 122
- Baier 1, 34—39
- Theol. 2, 257
- Hön. Dog. 122—124
- Hön. Dog. 122—124. 2
- Hön. Dog. 122 margin
- Baier 1, 34 margin
- Hön. 125 margin
- Süd. 1900, 22 margin
- Süd. 1900, 22 margin
- Hön. Dog. 127 margin
- Baier 1, 34 margin
- Hön. Dog. 128 margin
- Baier 34 margin
- Hön. Dog. 129 margin
- Baier 34 margin
- Süd. 1900, 22—24 margin
- Süd. 1900, 26
- Syn. 82, 71
- Baier 1, 37 margin
- Baier 1, 34 margin
- Baier 1, 34. 35 margin
- Hön. Dog. 129 margin
- Hön. Dog. 129. 130 margin
- Hön. Dog. 130 margin
- Hön. Dog. 22 margin
- Süd. 1900, 22
- Hön. Dog. 131
- Baier 1, 38 margin
- Baier 1, 38. 39 margin
- Süd. 1900, 26 margin
- Süd. 1900, 26. 27 margin
- Theol. 2, 261 margin
- Theol. 2, 261. O margin
- Hön. Dog. 131 margin
- Luth. 66, 103 margin
- L. W. 19, 129 margin
- L. W. 19, 129. 130 margin
- O. 95, 69 margin
- L. W. 19, 129 margin
- L. W. 19, 129. 130 margin
- Neb. 1915, 23 margin
- Neb. 1915, 23. 24 margin
- L. W. 19, 134 margin
- L. W. 19, 134. 135 margin
- L. W. 19, 134. 135. 3 margin
- Mit. 1906.
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