# Der Junge Lutheraner_Frankfurt am Main_September 1950_S36 # AI-corrected against the scan — CHI Digital Archive (demonstration) Seite 36 September 1950 Nummer 9 [Bild: Zeichnung mit Jugendlichen im Gespräch – Überschrift „Wir sprechen uns aus"] Die hier veröffentlichten Zuschriften stellen die Meinung des Einsenders dar. Sie werden nicht in allen Punkten von der Schriftleitung vertreten. Bei Briefen an die Schriftleitung wird das Einverständnis zur vollen oder auszugsweisen Veröffentlichung vorausgesetzt, wenn nicht der Einsender andere Wünsche äussert. Die Schriftleitung behält sich in jedem Falle vor, die Einsendungen nach redaktioneller Notwendigkeit zu kürzen. Teilnahme an landeskirchlichen Jugendkreisen? Es sind nicht viele Leser, die sich zu dieser Frage geäußert haben. Aber von seiten des CVJM ist bei der Schriftleitung eine geharnischte Erklärung eingegangen, die sich gegen die Darlegungen von Lutz Poetsch in Nr. 5 unseres Blattes verwahrt und sie als irreführend bezeichnet. Wir haben dem Wortführer des CVJM anheimgestellt, uns eine sachliche Richtigstellung zu den von ihm beanstandeten Ausführungen von Lutz Poetsch zugehen zu lassen. Die Stellungnahme der Schriftleitung war aus diesem Grunde noch einmal zurückgestellt worden. Da nun bis heute keine Antwort von seiten des CVJM eingegangen ist, bringen wir in dieser Nummer unseres Blattes die Aussprache über die Frage der Teilnahme an CVJM- und landeskirchlichen Jugendkreisen zum Abschluß, indem wir im Folgenden zunächst die Einsendung eines Lesers unseres Blattes veröffentlichen und anschließend unsere Meinung darlegen. Wilhelm Frank vertritt folgende Ansicht: Diese Frage, die in Nr. 3 gestellt war, wurde in Nr. 5 von zwei Seiten aus beleuchtet und beantwortet. Während C. E. rät, Jugendliche, für die es keine Möglichkeit gibt, Jugendstunden unserer Kirche zu besuchen, sollten sich ruhig landeskirchlichen Jugendkreisen anschließen, veröffentlicht Lutz Poetsch die wesentlichen Merkmale, Ziele und Arbeitsmethoden des CVJM, die es einem treulutherischen Christen sehr fraglich erscheinen lassen, hier als Mitglied beizutreten. Beide haben zwar recht, befinden sich jedoch in einem Irrtum. Der Schwesterverein des CVJM ist nicht der M.B.K. sondern der CVJFM (Christlicher Verein Junger Frauen und Mädchen), der der YWCA (Young Women's Christian Assocation) angegliedert ist. Bei dem M.B.K. handelt es sich um einen landeskirchlichen Jugendkreis für weibliche Jugend. Ähnliche Kreise gibt es auch für die männliche Jugend, doch haben diese vielerorts zugunsten des CVJM auf eigene Arbeit verzichtet. Lediglich in lutherischen Landeskirchen blieben diese Kreise teilweise erhalten. Im Gegensatz zu diesen Kreisen, die lediglich ein loser Zusammenschluß im Rahmen der Kirche sind, handelt es sich bei dem CVJM (und CVJFM) um einen Verein mit eingetragenen Mitgliedern, der außerhalb der Kirche steht, aber in freundschaftlicher Weise mit den Gliedkirchen der EKD zusammenarbeitet. Was nun die Beteiligung an landeskirchlichen Jugendkreisen betrifft, so bin ich hierin mit C. E. einig, möchte aber bei einem „kann" bleiben und kein „soll" daraus machen. Beim CVJM liegen die Dinge anders.