# Der Lutheraner_Frankfurt am Main_Mai 1949_S59 # AI-corrected against the scan — CHI Digital Archive (demonstration) Nummer 5 Mai 1949 Seite 59 Für unsere Jüngeren Die Himmelfahrt des HErrn Wer von euch hat schon einmal auf einem Berg gestanden , in den blauen Himmel geschaut und ein leichtes, weißes Wölkchen gesehen? So muß es auch damals, als der HErr Jesus mit seinen Jüngern zum letzten Male auf dem Ölberg stand und gen [Bild: Wappenschild mit Kreuz und der Aufschrift „Himmelfahrt“ und „Mai“] Himmel fuhr, gewesen sein. Das war ein schöner und schwerer Tag für die Jünger. Seit Ostern durften sie mit ihrem HErrn vierzig Tage zusammen sein und mit ihm reden und essen. Das war eine rechte Freudenzeit. Sie durften erfahren, daß Jesus wirklich auferstanden ist und unter ihnen lebt. Nun kam der letzte Tag, an dem der HErr Jesus noch einmal mit seinen Jüngern zusammen sein und von ihnen Abschied nehmen wollte. Denn er mußte wieder zu seinem Vater in den Himmel zurück, aus dem er damals zu Weihnachten als kleines Kind gekommen war. Jesus hatte auf Erden für uns Menschen alles getan, was sein himmlischer Vater ihm befohlen hatte. Der HErr Jesus hatte die Macht über Himmel und Erde bekommen und durfte nun als König in die Herrlichkeit des Himmels zurückgehen . Aber bevor er von der Erde schied, gab er seinen Jüngern eine große Aufgabe. Sie sollten alles, was Jesus ihnen vom Himmelreich erzählt und offenbart hatte, den Menschen in aller Welt genauso weitersagen . Denn die Jünger waren ja dabei gewesen, als der HErr Jesus Kranke gesund gemacht hatte, als er predigte und Tote auferweckte. Sie wußten von seinem Kreuzestod und seiner Auferstehung. Und weil der HErr Jesus nun nicht mehr sichtbar unter seinen Jüngern wandelte, tröstete er sie. Sie sollten für die schwere Arbeit etwas bekommen, was ihnen Kraft schenkt. Denn ohne den HErrn Jesus können die Jünger gar nicht richtig arbeiten. Deshalb versprach er ihnen ein Geschenk und sagte: „... ihr werdet die Kraft des Heiligen Geistes empfangen.“ d. h.: ich will euch einen Tröster schicken, der so lange bei euch ist, bis ich einmal wieder auf die Erde komme. Er soll euch immer trösten, wenn ihr traurig seid; und er soll euch Kraft schenken, damit ihr auf Erden die Arbeit für mich tun und mein Wort den Menschen richtig weitersagen könnt, wie ich es gesagt habe. Dieser Tröster ist der Heilige Geist. Als der HErr Jesus seinen Jüngern das alles gesagt hatte, segnete er sie und fuhr gen Himmel. Eine Wolke hüllte ihn ein, und er verschwand vor ihren Augen. Lange standen die Jünger da und sahen ihm nach. Nun waren sie allein, ohne ihren Meister. Aber der HErr Jesus schickte ihnen gleich zwei Boten vom Himmel, Männer in weißen Kleidern, die zu den Jüngern sagten: „Ihr Männer von Galiläa, was steht ihr und sehet gen Himmel? Dieser Jesus, welcher von euch ist aufgenommen gen Himmel, wird wiederkommen, wie ihr ihn gesehen habt gen Himmel fahren.“ Das war ein Freudenwort für die Jünger, daß Jesus einst wiederkommen sollte. Nun waren sie nicht mehr traurig. Sie besannen sich auch auf das Wort des HErrn: „Siehe, ich bin bei euch alle Tage, bis an der Welt Ende.“ Die Jünger gingen nun nach Jerusalem und warteten dort zehn Tage auf das Geschenk des Heiligen Geistes, das Jesus ihnen versprochen hatte. Was werden sie sich in diesen Tagen alles erzählt haben! Sie freuten sich wohl alle auf die Arbeit für den HErrn Jesus. Zuerst lehrten sie die Menschen in Jerusalem, später dann ging der Apostel Paulus nach Griechenland und Italien, und immer weiter wurde das Gotteswort in der Welt verbreitet bis auf den heutigen Tag. Unser Bild zur Kirchenjahrsuhr werdet ihr gleich verstehen. Es stellt den Berg dar, und das Kreuz ist der HErr Jesus, der zu seinem Vater in den Himmel auffährt. Ursel Richter Zum Muttertag „Du sollst deinen Vater und deine Mutter ehren, auf daß dir's wohlgehe und du lange lebest auf Erden.“ So lautet das vierte Gebot, das wir mit seiner Erklärung alle im Katechismus gelernt haben. Habt ihr euch schon einmal überlegt, warum euch Gott die Eltern geschenkt hat? Wir sollen Vater und Mutter ehren und ihnen für alles danken, was wir von ihnen empfangen haben und auch täglich immer wieder neu empfangen. Da müßte es doch nun eigentlich einen Eltertag geben, nicht wahr? Aber meint ihr nicht auch, daß ihr eurer Mutter täglich besonders zu danken habt und sie es wert ist, daß man einmal im Jahr darum auch ganz besonders an sie denkt und ihr eine Freude macht? Jedesmal, wenn der Frühling ins Land gezogen ist und es schon wärmer wird und neues Leben in der Natur einzieht, feiern wir den Muttertag. Da werdet ihr gleich daran erinnert, daß die Mutter euch auch das Leben geschenkt hat. In ihrer Nähe wart ihr stets geborgen. Von klein auf hat sie euch versorgt. Unter ihrer Leitung habt ihr die ersten Schritte ins Leben tun dürfen. Wenn ein kleiner Vogel das erstemal allein aus dem Nest fliegt und sich noch unsicher in der Luft bewegt, dann sitzt die Vogelmutter ängstlich am Rand des Nestes und beobachtet das Kleine, um gleich helfen zu können, wenn ihm etwas zustößt. Habt ihr das schon einmal beobachtet? So sorgt sich auch deine Mutter um dich und will dir in der Gefahr beistehen. Wenn du Kummer hast, dann öffnet die Mutter ihr weites Herz und hat immer ein tröstendes Wort für dich. So geht es jahraus, jahrein. Und wenn du einmal alt geworden bist, dann spürst du immer noch die Liebe und Treue deiner Mutter. Für das alles dürft ihr eurer Mutter am Muttertag danken. Aber etwas haben wir noch vergessen. Es ist das größte und schönste, wofür ihr eurer Mutter zu danken habt. Eure Mutter war gewiß die erste, die euch vom HErrn Jesus erzählt hat, der auch die Kinder zu sich rief, damit sie ihn lieben und an ihn glauben sollen. Die Mutter hat euch zuerst das Beten gelehrt. Sie hat euch gezeigt, wie man die Hände faltet; und aus ihrem Munde hörtet ihr von den Engeln, die Gott schickt, um euch zu behüten . Darum, wenn ihr den HErrn Jesus lieb habt, dann vergeßt am Muttertag nicht, auch Gott dafür zu danken, daß er euch eine Mutter geschenkt hat, die euch den Weg zum HErrn Jesus und damit den Weg zum Himmel zeigen kann. Nur wenn man an den HErrn Jesus glaubt und sich von seiner Liebe beschenken läßt, kann man das vierte Gebot recht erfüllen und auch seine Eltern von Herzen liebhaben. So bittet nun am Muttertag auch Gott darum, daß er eure Mutter noch recht lange gesund und am Leben erhalten möge und ihr ihn immer auch von Herzen dankbar sein könnt. Und damit euer Vater am Ehrentage der Mutter nicht zu kurz kommt, wird er euch sicher gerne dabei helfen, der Mutter eine Freude zu bereiten, weil er eure Mutter auch lieb hat. Horst Schneider Biblische Fragen für Jugend⸗Versammlungen I. Wer sprach die folgenden Worte, bei welcher Gelegenheit und zu welchem Zweck? 1. Willst du den Gerechten mit dem Gottlosen umbringen? 2. Sprich, daß diese Steine Brot werden! 3. Ich sah aus dem Wasser steigen 7 schöne fette Kühe. 4. Bist du, der da kommen soll? 5. Gegrüßet seist du, Rabbi! 6. Ich will dem HErrn singen, denn er hat eine herrliche Tat getan. 7. Sein Blut komme über uns und unsere Kinder! 8. Unsere Kleider und Schuhe sind alt geworden über der sehr langen Reise. 9. Du wirst verstummen und nicht reden können bis auf den Tag, da dies geschehen wird. 10. Wahrlich, dieser Mensch ist Gottes Sohn gewesen. 11. Wo du hingehst, da will ich auch hingehen! 12. HErr, hilf uns, wir verderben! 13. Weib, ich kenne ihn nicht! 14. Teilet das lebendige Kind in zwei Teile! 15. Wohin sollen wir gehen? Du hast Worte des ewigen Lebens! 16. Wie lange hinket ihr auf beiden Seiten? 17. Was ist Wahrheit? 18. Dein Knecht ist weder hierher noch daher gegangen. 19. Ich sehe den Himmel offen und des Menschen Sohn zur Rechten Gottes stehen. 20. Der HErr hats gegeben; der HErr hats genommen ! 21. Paulus, du rasest; die große Kunst macht dich rasend! 22. Laßt sehen, wer der Gott sei, der euch aus meiner Hand erretten werde! 23. Nehmt mich und werft mich ins Meer, so wird das Meer stille werden! 24. So ich jemand betrogen habe, das gebe ich vielfältig wieder. 25. Was soll ich tun, daß ich selig werde? Sollte es keinem der Anwesenden möglich sein, die rechten Antworten zu finden, so geben die zu den einzelnen Fragen hier unten angegebenen Bibelkapitel darüber Auskunft. 1.) I. Mos. 18; 2.) Mth. 4; 3.) I. Mos. 41; 4.) Mth. 11; 5.) Mth. 26; 6.) 2. Mos. 15; 7.) Mth. 27; 8.) Jos. 9; 9.) Luk. 1; 10.) Mark. 15; 11.) Ruth 1; 12.) Mth. 8; 13.) Luk. 22; 14.) I. Kön. 3; 15.) Joh. 6; 16.) I. Kön. 18; 17.) Joh. 18; 18.) 2. Kön. 5; 19.) Apost. 7; 20.) Hiob 1; 21.) Apost. 26; 22.) Dan. 3; 23.) Jon. 1; 24.) Luk. 19; 25.) Apost. 16. II. Welche christlichen Glaubenslehren werden aus den folgenden Schriftstellen bewiesen? Schlage sie nach und sieh, ob du die richtige Antwort findest! 1.) 2. Kor. 13, 13; 2.) Mth. 1, 21; 3.) I. Joh. 2,1. 2; 4.) Röm. 13, 2; 5.) 2. Tess. 3, 10: 6.) Ps. 143, 2; 7.) 2. Kor. 5, 21; 8.) Ps. 118, 8; 9.) Spr. 31, 8. 9; 10.) 2. Petr. 3. 10; 11.) Jes. 55. 10: 12.) Jes. 42, 3; 13.) I. Petr. 5. 7. 14.) Jer. 23, 23. 24; 15.) Ps. 26, 6—8. Wenn du Schwierigkeiten hast und nicht sicher bist, die richtige Antwort gefunden zu haben, so nimm deinen Katechismus und schlage dort die unten ange⸗