# Der Lutheraner_Frankfurt am Main_Juni 1948_S48 # AI-corrected against the scan — CHI Digital Archive (demonstration) Seite 48 Juni 1948 Nummer 6 Lutheraner“ und einer inzwischen genehmigten theologischen Zeitschrift „Lutherische Kirche und Theologie “ durch den Lutheraner-Verlag gehört zu seinem Aufgabenkreis. Der letzte Vormittag (Donnerstag) begann wiederum mit einer Andacht und knüpfte dann an die abgebrochenen Verhandlungen über das Kollegium wieder an. Dabei wurde ein Antrag abgelehnt, der den Neudruck des Zwickauer Gesangbuches vorschlug. Dies geschah mit Rücksicht darauf, daß der Synodalrat die möglichst baldige Herausgabe eines neuen Gesangbuches gemeinsam mit den Schwesterkirchen in Deutschland empfiehlt, und weil nach Meinung der Mehrheit inzwischen das kürzlich erschienene Notgesangbuch (126 Lieder) die entstandene Lücke zu füllen imstande ist. Weitere Berichte schlossen sich an. Das Flüchtlingswerk hat inzwischen mit den Schwesterkirchen, der Ev.⸗Luth. Kirche im früheren Altpreußen und der Ev.⸗Luth. Flüchtlingsmissionskirche, Vereinbarungen getroffen, die ein unnötiges Nebeneinander oder gar Gegeneinander in der Arbeit ausschließen sollen. Im übrigen hat es seinen wichtigen und segensreichen Fortgang gehabt. Drei „Ämter“ wurden entweder im Anschluß an schon bestehende Einrichtungen oder auch völlig neu geschaffen, ein Jugendamt der Ev.⸗Luth. Freikirche, das sich der gesamten Jugendarbeit annehmen soll, ein Amt für kirchliche Laienarbeit und ein Amt für Liturgie und Kirchenmusik. Damit sind Aufgabenkreise umschrieben, die in der gegenwärtigen Arbeit unserer Kirche besonders wichtig geworden sind, und deren sie sich vordringlich annehmen muß. Die Kommission zur Prüfung der von den Kirchenleitungen bereits angenommenen Statuten für die Hochschule und das Proseminar, einer Prüfungs- und einer Anstellungsordnung und einiger anderer Ordnungen konnte der Synode nur über Hochschulstatut und die Anstellungsordnung einen Prüfungsbericht vorlegen, da die Zeit zu weiterer Beratung nicht ausgereicht hatte. So beschloß denn die Synode, die Ordnungen als vorläufige gelten zu lassen und behielt sich eine endgültige Stellungnahme noch vor. Um künftig angesichts der immer wachsenden Fülle der Geschäfte die Synode zu entlasten durch sorgfältige Vorbereitung der Tagungen und überhaupt den Geschäftsgang zu erleichtern, wurde der Synodalrat beauftragt, ein Synodalbüro einzurichten. Die Synode schloß mit dem gemeinsamen Gesang des Liedes: „Nun danket alle Gott!“ —rst — Eröffnung des Sommersemesters an der Lutherischen Theologischen Hochschule zu Oberursel. Oberursel! Schon lange hat uns dieser Name wie eine Verheißung in den Ohren geklungen. Ein Jahr länger als geplant hat es gedauert, bis nun endlich unsere Lutherische Theologische Hochschule