# Der Lutheraner_Frankfurt am Main_Juni 1948_S47 # AI-corrected against the scan — CHI Digital Archive (demonstration) Nummer 6 Juni 1948 Seite 47 geschlossener, brüderlicher Weise behandelt wurden und im Blick auf das Evangelium ihre Antworten erfuhren . Die Abendzusammenkünfte trugen vornehmlich dazu bei, daß Pastoren und Lehrgangsteilnehmer sich sehr bald kennen lernten und zu einer lebendigen Gemeinschaft zusammenwuchsen, die sich in der Arbeit zeigte. So haben alle mit dankbarer Freude Lehren, Anregungen und Hinweise empfangen, die sie in ihrer täglichen Arbeit, wo jeder allein auf sich gestellt ist, als Rüstzeug verwerten werden. Zu Ehren der Gäste wurde am dazwischenliegenden Sonntag Jubilate ein Gemeindeabend mit Ansprachen , Gesängen und Posaunenvorträgen veranstaltet. 55. Versammlung der Synode der Evangelisch⸗Lutherischen Freikirche in Berlin⸗Steglitz vom 25. bis 27. Mai 1948. Noch ganz unter dem frischen Eindruck der erlebten Tage schreibe ich diesen Bericht. Und da kann „mein erst Gefühl“ nur Preis und Dank gegen den barmherzigen Gott sein, der zu einem großen Wagnis, im Vertrauen zu ihm unternommen, sein göttliches Gelingen herrlich gegeben hat. Wir durften nach zehnjähriger Pause, bedingt durch den Krieg und seine Schrecken, zum ersten Male wieder uns zu einer Tagung der Synode unserer Gesamtkirche versammeln und sie mit vollem Erfolg glücklich zu Ende führen! Was das heißt in einem Lande, das noch unter dem Bann der ausgestandenen Schrecken liegt und noch immer aus tausend Wunden blutet, in einem Lande, das bis zur Stunde keinen Frieden hat und von Zonengrenzen der Besatzungsmächte hin und her durchzogen und zerrissen wird, kann nur der ermessen, der wie wir in diesen Tagen die Reise vom Westen nach dem Osten oder umgekehrt einmal unternommen hat. Wieviel Wege und Verhandlungen mit den Behörden, um Interzonenpaß, Reisegenehmigung , Reisezulassung und Fahrkarte zu bekommen ! Wieviel Beschwerden und Nöte auf den drangvoll überf