# Lehre und Wehre_St. Louis Missouri_November 1859_S349 # AI-corrected against the scan — CHI Digital Archive (demonstration) Kirchlich⸗Zeitgeschichtliches. 349 dem Buffaloer Synodalverband in rechtmäßiger Weise ausgetreten ist und sich dem Iowa'⸗schen Synodalverband angeschlossen hat. O das geht doch über Gebühr. Genug.“ Gettysburg. Endlich ist dem hiesigen deutschen Professor, Herrn Dr. Schäffer, erlaubt worden, denjenigen Studenten, welche die englische Sprache nicht verstehen, in allen Zweigen der Theologie, und denen, welchen die deutsche Sprache fremd ist und es wünschen, in dieser Sprache Unterricht zu ertheilen. Pastor Krause, früher Glied der Buffalo⸗Synode, Prediger in Pekin, Ills., ist endlich Glied der Synode von Illinois geworden. Die Vereinigten Brüder in Christo. In der Iowa⸗Conferenz dieser Secte wurde beschlossen: „Daß, indem eine Neigung auf Seite unserer Prediger ist, den Stolz zu unterdrücken, sie gebeten werden, die Rasirmesser über ihre eignen Bärte zu ziehen, wie sie in früheren Jahren gethan.“ So meldet das Blatt der Secte selbst, der „Fröhliche Botschafter“ in Dayton, O., vom 29. September. Das Ministerium von New-York hat den Beschluß gefaßt: „Das Ministerium bekennt sich mit der ev.⸗luth. Kirche unserer Väter zu dem Worte Gottes, wie dasselbe in den kanonischen Büchern des Alten und Neuen Testaments enthalten ist, als die einzige unfehlbare Richtschnur unseres Glaubens und Wandels, und zur (—) Augeburgischen Confession als einer richtigen Darstellung der Fundamental⸗Lehren des göttlichen Glaubens unserer Kirche auf dieses Wort gegründet.“ So meldet der Kirchenbote. Mormonen gibt es jetzt in allen Welttheilen 126,000, von welchen 38,000 in Utah wohnen, diese bestehen aus 4,617 Männern mit 16,500 Frauen und 17,000 Kindern. (Hist. Zeitbl.) Generalsynode. Im Luth. Observer vom 16. Sept. findet sich ein Aufsatz eines Gliedes der Miami-Synode, die zur Generalsynode gehört, worin dasselbe die Aufnahme des Pastor Swartz von Seiten der Miami-Synode vertheidigt, der von der englischen Districtssynode von Ohio ausgeschlossen worden war. Der Schreiber stellt als zweiten Anklagepunct hin: „Swartz ist von den Lehren der luth. Kirche, sowohl in Lehre als Praxis, abgefallen;“ und setzt hinzu: „Unzweifelhaft hat er so gethan.. Aber kann ein Prediger wegen solcher Schuld aus der Kirche gestoßen und abgesetzt werden? Dann müßte die große Majorität der luth. Prediger in den Vereinigten Staaten von dem heiligen Predigtamt abgesetzt werden.. Vielleicht möchte der Grund, warum Br. Swartz ausgestoßen und entsetzt wurde, einfach ausgedrückt werden mit den Worten: Er glaubte, daß die Lehrirrthümer, deren man die Augsburgsche Confession beschuldigt, wirklich darin enthalten seien. Ist dem so, so ist er schuldig mit einer großen Menge anderer, die sich im Verbande der Generalsynode besinden.“ Melanchthon-Synode. — Bekanntlich hat die Generalsynode bei ihrer Versammlung zu Pittsburg im letzten Juni die Melanchthon-Synode mit der Bitte, ihre Anerkennung des in der Generalsynode gültigen Princips der Theilung der Synoden officiell deutlich auszusprechen, und mit dem Rathe, ihre „Lehrbasis“ zu revidiren, worin sie einige Hauptlehren der Augsburgischen Confession für Irrthümer erklärt hatte, in ihren Verband aufgenommen. Auf diese Bitte und diesen Rath gibt nun der Präsident der Melanchton⸗Synode, Dr. B. Kurtz, in seinem diesjährigen Synodalbericht folgende Antwort, die nicht bloß ihn und seine Synode characterisirt, sondern zugleich auf die Zustände in der Generalsynode ein merkwürdiges Licht wirft. Es heißt im „Observer“ vom 14. October: „Gegen den Rath, welcher in obigem Beschlusse (nämlich der Generalsynode, in Betreff der Aufnahme der Melanchthon-Synode) enthalten ist, ist nicht bloß nichts einzuwenden, sondern er ist alles Preises würdig und dem Geist desselben sollten meinem Urtheil nach alle unsere Synoden treulich anhängen. Aber da es ihnen einleuchtend sein wird, daß die meisten andern Synoden viel weiter davon abgewichen sind als die Melanchthon⸗Synode, deren sehr unbedeutende Abweichung so streng getadelt worden ist, dürfen wir hier nicht, ohne uns des Vorwurfs eines Mangels an Ehrerbietung schuldig zu machen, mit Recht das eindringliche Wort des Apostels citiren: „„So der Gerechte kaum erhalten wird, wo will der Gottlose und Sünder erscheinen?““ Ich schlage vor, daß sich unsere Synode unter den ersten der sechs