# Lehre und Wehre_St. Louis Missouri_October 1859_S307 # AI-corrected against the scan — CHI Digital Archive (demonstration) Wird Röm. 11, 25. 26. 27. eine noch zu erwartende solenne ꝛc. 307 um so auch ihrerseits die gute Sache durch Rath und That auf das Beste zu fördern. So wächst denn unter Gottes sicht- und wunderbarem Beistand unsere Synode nach innen und außen in augenfälliger Weise. Der Feind aber sieht's und wirft aus seinem neidischen Herzen den Geifer der Verläumdung darauf und unsere fernstehenden Freunde, selbst durch manche schiefe Anschauung in ihrem Blick getrübt, werden dadurch bedenklich gemacht und sehen da nur drohende Gefahr, wo ein unbefangeneres Auge gewiß viel Ursache zum Lob und Preise Gottes finden würde. Er aber, der treue Erzhirte, ist bei uns, und so nur nicht Undank und Untreue von unserer Seite, davor Er uns in Gnaden behüten wolle, seine Hand von uns stößt, wird Er bei uns bleiben und das Werk unserer Hände fördern. Ihm allein sei Ehre. Er segne auch diese Zeilen und lasse sie bei Ihnen eine gute Aufnahme finden, daß wir, abermals einander näher gerückt, immer einiger in der Wahrheit, immer völliger in der Liebe, immer fester in der Einen Hoffnung der Seligkeit werden, um hier, wenn auch durch weite Räume getrennt, doch mit vereinter Kraft für das theuere Erbe unseres guten Bekenntnisses ritterlich zu kämpfen, dereinst dort aber mit einhelligem Jubel Gott für seine unverdiente Huld und Gnade ewiglich zu danken. Schließlich bemerken wir noch für den Fall, daß diese unsere Darlegung Sie nicht befriedigen sollte, uns doch Ihrerseits klar zu machen, was Sie sich unter der über den Gemeinden stehenden Kirche denken und welches ihr Verhältniß zu den einzelnen Gemeinden sein soll. Auch bitten wir Sie freundlich, uns doch lieber Ihre gütige Antwort bald möglichst auf directem Weg zukommen zu lassen, da sich der frühere Weg so langsam erwiesen hat, und grüßen Sie alle herzlich mit dem Gruß der Liebe und des Friedens. Im Namen und Auftrag der hiesigen evangelisch⸗lutherischen Prediger⸗Conferenz A. Crämer. Fort⸗Wayne, den 9. August 1859. Wird Röm. 11, 25. 26. 27. eine noch zu erwartende solenne Judenbekehrung gelehrt? So fest es steht, daß die heilige Schrift in so fern Deutlichkeit eignet, als darin alle Glaubensartikel wenigstens an einigen Orten mit klaren, Jedermann verständlichen Worten ausgesprochen sind, so daß daraus alle Menschen, die überhaupt eine menschliche Rede zu verstehen im Stande sind, daraus erkennen können, so viel ihnen zur Erlangung der Seligkeit nöthig ist; so ist es doch eben so wenig in Abrede zu stellen, daß es Schriftstellen gibt, deren wahrer Sinn nicht ohne Schwierigkeit erschlossen werden kann. Ausdrücklich bezeugt das letztere der hl. Apostel Petrus selbst z. B. von den