# Lehre und Wehre_St. Louis Missouri_October 1859_S298 # AI-corrected against the scan — CHI Digital Archive (demonstration) 298 Correspondenz nach Deutschland. Einfluß bekam. Aber jetzt muß sie fliehen. Und das macht bloß das blitzende Auge deß, der auf dem Stuhl sitzt. Cap. 6, 14. ff. sprang das Felsenthor nur auf, wodurch die Ewigkeit ins enge Thal der Erdenwallfahrt hineinschaut: jetzt erst treten wir über seine Schwelle. N. B. — Die Erde hat Christi Blut getrunken: das wird nun gerochen. So weit reimt sich alles wohl. Nun kommt aber auch „der Himmel“ an die Reihe. Was hat denn der verbrochen? Seine Sonne hat zu viel Greuel beschienen. Hat sie doch auch, obgleich sie ihren Dienst versagte, so lange das Lamm Gottes am Kreuze bluten mußte, zur Todtenschau geleuchtet, die Satans größester Festtag war. Und dann verbirgt sich ja unter dem Schemen des sichtbaren Firmaments das trugvolle Spiel, das der Same der Schlange von jeher mit dem Heiligen trieb (vgl. Cap. 6, 14). Das hat noch immer gewährt. Der „Himmel“ hat dem Angesichte Christi trotziger widerstanden, als die Erde. Daher gehört es mit zum Siege des HErrn, daß auch er, sammt allem, was an „heiligen“ Stätten unter seinem Namen geprangt hat, fliehen muß. Die Erde voran: das ist die rechte Ordnung der alten Welt, die aus den Schranken trat, die ihr der Schöpfer angewiesen hatte. Unstät und flüchtig werden sie nun — wie Kain: eine Stätte ward für sie nicht mehr gefunden, am wenigsten eine heilige, den HErrn zu verdrängen. Kurz: dieser Stuhl wird feststehen. V. 12. ff. ist nichts auszulegen. Wir sind ja alle mit unter denen, die hier erscheinen. Und wir sehen, es geht gleich zu: Einer steht wie der Andere, klein oder groß vor dem Stuhl dessen, von dem wir bekennen: „und wird wiederkommen zu richten die Lebendigen und die Todten.“ Zu dieser Stelle hat also Jeder den Commentar in seiner eigenen Hand: denn sie „wurden gerichtet nach ihren Werken.“ Jedenfalls werden nun andere Glossen erfordert, als ich machen kann. So nehme ich denn hiemit Abschied und stammle, um doch einen guten Schluß zu machen, unserm Luther nach: „Meine Vermessenheit aber — befehle ich frei in eines Jeglichen Gutdünken zu urtheilen. Denn nicht mir, sondern Gott allein Lob und Ehre ohne Ende, Amen.“ (Eingesandt.) Correspondenz nach Deutschland. Sonder Zweifel haben sich die Leser der „Lehre und Wehre“ gefreut, im Juli-Heft dieses Jahrgangs die warmen herzlichen Zeilen zu lesen, darinnen der theure Bruder in Deutschland, mit welchem wir in Correspondenz stehen, seine brüderliche Gesinnung gegen uns und seine Stellung zur lutherischen Kirche ausspricht. Gleichwohl hat er, wie bereits bemerkt worden, noch einige Bedenken gegen unsere Praxis, die er nicht haben könnte, wenn