# Lehre und Wehre_St. Louis Missouri_October 1859_S297 # AI-corrected against the scan — CHI Digital Archive (demonstration) Das zwanzigste Capitel der Offenbarung St. Johannis. 297 zu verstehen, den der Teufel sowohl wie seine Schuppen über solche schmähliche Niederlage hatten, zumal sie noch dabei, was ihr leibliches Bestehen betraf, ziemlich auf dem Strumpf waren. Aber diese Qual verbitterte ihnen auch noch in der Glanzperiode des dreißigjährigen Krieges jeden Sieg und jede Hoffnung des Sieges. Die Qual währt bis heute „Tag und Nacht“ — ein Beweis, daß wir hier noch an keine Veränderung des gegenwärtigen Zustandes der Dinge denken dürfen, zugleich eine versteckte Andeutung, daß wohl das so bald wieder gestürzte Reich des Fürsten der Welt noch Tage hatte, d. h. glückliche Siegeszeiten, wie z. B. 1547—52 und später in allen Landen, wo das Evangelium bekannt wurde, besonders auch in Frankreich zur Zeit der Bluthochzeit, aber doch niemals den Aerger verwinden konnte, der ihm hier geweissagt wird. Und doch hofft der Teufel immer noch auf eine Wendung der Dinge, die ihm und seinen Creaturen wieder auf die Beine helfen soll. So muß ihm denn hier gesagt werden, daß die Qual, die er schon bei dem gegenwärtigen Wechsel von Sieg und Niederlage empfindet, darnach einer solchen Platz machen wird, die „von Ewigkeit zu Ewigkeit“ währen soll. Diese letzten Worte sind nun die Brücke zum zweiten Theil dieses Capitels, in welchem wir, wie gesagt, hinter den Vorhang schauen, der sich eben vor unsern Augen aufgerollt hat. Von dieser letzteren Hälfte gilt nun besonders, was früher erwähnt worden ist, daß sie sammt dem ganzen Schluß unsers geheimnißvollen Buchs sich nicht erklären läßt, weil unser Blick für die grenzenlose Ewigkeit, die ihm hier eröffnet wird, kein Maß hat. Gott gebe uns so viel daraus zu erkennen, als wir bedürfen, um von Herzen zu singen: „Mach' mir stets zuckersüß den Himmel Und gallenbitter diese Welt, Hilf, daß mir in dem Weltgetümmel Die Ewigkeit sei vorgestellt. Ach Gott, ich bitt' durch Christi Blut: Mach's nur mit meinem Ende gut!“ V. 11. steht im Gegensatz zu V. 4. Gott wollte zeigen, daß Er allein die Kirche erbauen könne. Die vielen Stühle hatten's verdorben und es wurde doch nichts anderes daraus, weil der Menschen zu viele waren und der Eine immer da, der Andere dort hinaus will. Nun kommt Ein Stuhl. Der war sieghaft („weiß“) und wie groß! Wonach der Pabst wie ein Schatten im Wasser, der auf dem Kopf steht, mit seinem Gepränge getrachtet hatte, das erscheint am Ufer der Ewigkeit. Dieser Stuhl braucht auch nicht besetzt zu werden, und damit wird vielem Unwesen vorgebeugt. Menschliche Blindheit, Hoffart, Rangsucht, teuflischer Neid und alles dergleichen wird abgeschnitten. Hier sitzt schon Einer, dem Niemand den Stuhl streitig macht, der auch nicht stirbt. Und noch ein Vortheil. Alles Unheil ist daher gekommen, daß die Erde noch stand und als die Mutter, die jedem Adamskinde ihre Brüste reicht und ihre Milch zuerst einflößt, immer zuletzt den meisten