# Lehre und Wehre_St. Louis Missouri_September 1859_S265 # AI-corrected against the scan — CHI Digital Archive (demonstration) Das zwanzigste Capitel der Offenbarung St. Johannis. 265 (auch das liegt in dem „Uebrigen“ mit angedeutet): —wenn sie keine Christen mehr hatten, an denen sie sich reiben konnten, so fühlten sie eine unendliche Leere, lebten selbst dann nicht mehr, als sie noch lebten. Endlich sei auch noch der Auslegung, die gäng und gebe ist, gedacht. Darnach heißt die Stelle so viel: Jene, die treuen Bekenner, starben und lebten doch, die andern Todten aber, also die Menschen alle, die außer den Gliedmaßen Christi innerhalb jener tausend Jahre starben, wurden nach dem Tode nicht lebendig, und bis die tausend Jahre verflossen sind ist auch nicht daran zu denken, daß sie zu ewiger Qual aus den Gräbern gerufen werden: denn ehe diese Zeit nicht verstrichen sein wird, soll der jüngste Tag nicht kommen. — Wer die Stelle so nimmt, dem sagt sie gradezu, daß sich Niemand einbilden solle, den tausend Jahren gehe eine allgemeine Auferweckung der Todten vorher. Aber wer denkt nur daran, daß hier und im Vorigen überhaupt von einer Auferstehung im eigentlichen Sinne des Worts die Rede sei? „Dies ist die erste Auferstehung.“ Wie kann denn eigentlich der selig geendete Kampf um die Perle des Evangelii, von welchem die tausend Jahre den Namen haben, eine Auferstehung genannt werden, da die Leiber der Apostel und anderer Christen im Grabe ruhen und sich gar nichts zugetragen hat, was auf einen andern Zustand der Seligen schließen ließe, als der schon den Patriarchen beschieden wurde? Ja, eben darum muß man immer wieder auf das „mit Christo“ zurückgehen. Christi Auferstehung gibt hier dem Sieg des Evangelii über das Heidenthum der alten Welt, wie ihn die ersten tausend Jahre nach Christo gefeiert haben den Namen, damit wir zum Schluß an den Eckstein gemahnt werden, auf den Gott das tausendjährige Reich erbaut hat. 1 Cor. 15, 20. 23. erklären das Wort „erste“ zur Genüge. „Auferstehung“ wird im Aufsehen auf Christum, den Anfänger und Vollender des Glaubens, der gesagt hat: „Ohne Mich könnet ihr nichts thun“, dieser siegreiche Kampf um die Wahrheit deßwegen genannt, damit wir ja nicht denken, in dem Leibe dieses Todes sollte die Herrlichkeit offenbart werden, wovon hier die Rede ist, wie auch der Zusatz „erste“ uns von dem alten Himmel und der alten Erde hinwegweist und unserm Blick das Ziel steckt, dem St. Paulus mit den Worten entgegenjubelt: „Unser Wandel aber ist im Himmel, von dannen wir auch warten des Heilandes JEsu Christi des HErrn.“ (Phil. 3, 20.) V. 6. „Selig ist der und heilig, der Theil hat an der ersten Auferstehung, über solche hat der andere Tod keine Macht, sondern sie werden Priester Gottes und Christi sein, und mit ihm regieren tausend Jahre.“ Dies ist eine Aufmunterung, die an die Christen der ersten zehn Jahrhunderte gerichtet wird, um sie zu dem Kampf zu stählen, in den sie geführt werden sollen, ein Posaunenstoß, der nachdem das tausendjährige Reich vor den Augen des Sehers erschienen ist, die Streiterschaaren erweckt, es einzunehmen. „Selig und heilig“ — Selig steht voran, damit man nicht denke, daß wir es erst durch unsre Heiligkeit werden sollen.