# Lehre und Wehre_St. Louis Missouri_August 1859_S242 # AI-corrected against the scan — CHI Digital Archive (demonstration) 242 Das zwanzigste Capitel der Offenbarung St. Johannis. alten und neuen Bund, warum zählt man die Jahre von Christo, wenn nicht nicht die Auferstehung des HErrn der ganzen Weltgeschichte eine sichtbare Wendung gegeben, die Macht des Teufels dem Wort dienstbar gemacht und den Palast, den der starke Gewappnete vor den Stärkeren nicht mehr bewahren konnte, in eine Siegesbeute dessen verwandelt hätte, dessen unsichtbarer Leib vorher nicht einmal in dem gelobten Lande den Fürsten der Finsterniß hindern konnte, das Seine mit Frieden zu behalten? Aber das darf man freilich hier nicht aus der Acht lassen, daß nur Christus und Er mit nichts anderem, als Seiner Kette treuer Zeugen des Evangelii, den Satan bindet. Wo diese Bande nicht sind, da ist der Teufel frei. Sieg genug. Wer die Kette rührt, ist im Augenblick frei. Glaube gehört dazu; den aber kann Satanas nicht überwältigen. Also widerlegen die Greuel, die auch in diesen tausend Jahren vorgefallen sind, das Wort nicht, das ihnen einen so herrlichen Sieg zuerkennt. Ja, eben weil die den Sieg des HErrn wie Rauchwolken verdunkeln, bedarf es einer solchen Weissagung. Sie umstrahlt den ewig grünen Busch, den Moses sah mit himmlischem Licht: man würde ihn ohne dies Feuer am Abend der Welt nicht erkennen. Welche tröstliche Verheißung für die mit den feindlichen Mächten heidnischer Finsterniß ringende Kirche der ersten zehn Jahrhunderte! Sie darf nicht fürchten, auf unüberwindliche Hindernisse zu stoßen, wenn sie in die dunkeln Wälder zu den Wilden mit der Fackel des Evangelii dringt. Grade so lange währte auch der Kampf um das Panier des Kreuzes. Ist's nicht des Preises werth, daß die Götzen überall gestürzt wurden, wo man mit der Predigt des Evangelii Ernst machte? Wie viel Unkraut auch der Feind schon heimlich unter den Weizen säete; doch ging die Arbeit unaufhaltsam fort, daß man das alte Heidenthum siegreich verfolgte und die alten Juden niederhielt. Man könnte doch auf ein Denkmal dieses Jahrtausends keine passendere Inschrift setzen, als die: „Und er griff den Drachen — und band ihn tausend Jahr.“ Auch nachher konnte doch Satanas in der alten Gestalt das Feld nicht wieder gewinnen; er mußte, zum Zeugniß, daß er geschlagen worden war, von da an auf eine neue List sinnen. V. 3. „Und warf ihn in den Abgrund, und verschloß ihn, und versiegelte oben darauf, daß er nicht mehr verführen sollte die Heiden, bis daß vollendet würden tausend Jahr, und darnach muß er los werden eine kleine Zeit.“ „Und warf ihn in den Abgrund“ — heißt nichts anderes, als: verdammte ihn. Der Teufel empfing frei öffentlich sein Urtheil. Jedermann wurde es offenbar, daß die Götzen, denen er, so lange der Teufel herrschte, gedient hatte, nichts wären und der, welcher sie anbetete, in die Hölle gehörte. Welch eine Verwandlung der Welt! Das Heiligthum ward als ein Greuel und „Abgrund“ der Hölle geflohen. „und verschloß ihn“ —: die Sache hatte Bestand. Der Teufel kam mit dem alten Heidenthum so wenig, wie mit dem jüdischen Eifergeiste wieder