# Lehre und Wehre_St. Louis Missouri_Juli 1859_S201 # AI-corrected against the scan — CHI Digital Archive (demonstration) Correspondenz aus Deutschland. 201 wohl, aber he—bitt nich!“ — Sähen die Amerikaner bei den Deutschen wirk⸗ lichen Ernst, alte deutsch⸗lutherische Entschiedenheit und nicht amerikanisirte Geschmeidigkeit und Gewissens⸗Elasticität, sie würden sich anders gegen sie stellen, würden es wenigstens nicht wagen, ihnen solchen amerikanischen blauen Dunst unter die Nasen zu machen. Was die übrigen Geschäfte der G.⸗S. anbetrifft, so war es eben das gewöhnliche business, das seiner Zeit der Synodalbericht näher bringen wird. ——◆◆◆—— (Eingesandt von Prof. Crämer.) Correspondenz aus Deutschland. Die lieben Leser der „Lehre und Wehre“ erinnern sich wohl noch eines im Aprilheft Jahrg. IV. veröffentlichten Antwortschreibens der Fort⸗Wayner Conferenz auf einen Brief eines theueren Bruders der lutherischen Kirche Deutschlands, darinnen sich derselbe über die missourischen Kirchenangelegen⸗ heiten und über „die Stimme unserer Kirche in der Frage von Kirche und Amt“ ausgesprochen hatte. Nach längerem Verzug ist uns nun vor einiger Zeit eine Erwiederung des lieben Bruders zugekommen, die die Erklärung enthält, daß er jetzt unsere Darlegung der betreffenden Lehrstücke nicht nur völlig gefaßt habe, sondern sich auch ganz und vollkommen mit derselben ein⸗ verstanden wisse. Wiewohl ihm nun ein neues Bedenken entstanden ist und er sich dieses und jenes in unserer Praxis noch immer nicht ganz zurechtlegen kann, worauf wir vielleicht später einmal zu sprechen kommen werden: so enthält doch der Theil seines Briefes, der sich zunächst auf unser Schreiben bezieht, einen so sprechenden Ausdruck beides seiner aufrichtigen, treuen, brü⸗ derlichen Gesinnung und seiner Stellung zur lutherischen Kirche, und ist zu⸗ gleich deshalb, weil wir darin über manche Erscheinungen auf dem Gebiet der lutherischen Kirche Deutschlands eine Stimme aus ihr selber und zwar von einem Manne hören, der selbst mitten in der lutherischen Bewegung steht, so wichtig, daß wir es für unsere Pflicht achteten, diesen Theil sofort zu veröffentlichen. Es folgt also derselbe hiermit zur geneigten Kenntnißnahme in getreuer Abschrift. Den Mitgliedern der evangelisch⸗lutherischen Predigerconferenz in Fort⸗ Wayne, meinen geliebten Brüdern in dem HErrn, Gnade und Friede! Mit innigem Lobe und Preiße des treuen gnädigen Gottes unseres Hei⸗ landes, von dessen Führen und Regieren mir Ihr brüderliches Schreiben vom März d. J. (1858) ein neuer, gar mächtiger Beweis ist, schicke ich mich zur Beantwortung desselben an. Vor Allem danke ich Ihrer treuen brüderlichen Liebe, die sich einer so ausführlichen Begutachtung meiner in Betreff Ihrer Synode geäußerten Bedenken unterzogen hat. Es ist Gottes besondere Fügung gewesen, daß mein Schreiben in Ihre Hände kommen und Sie es gerade jetzt so ausführlich beantworten mußten, wo mir Ihre Antwort durch Zusammentreffen von Umständen und besonders der Entwickelung unserer