# Lehre und Wehre_St. Louis Missouri_Juli 1859_S200 # AI-corrected against the scan — CHI Digital Archive (demonstration) 200 Einige Glossen über die diesjährigen Sitzungen der sogenannten ꝛc. Liebe zu fördern. Pfui der Waschweiberei!— Dazu ist das Ganze nicht blos feige, sondern zugleich ein unehrlicher, ächt amerika⸗ nisch⸗lutherischer G.⸗Synoden humbug. Denn so viel steht fest, weder Dr. Krauth noch irgend ein anderes Glied der G.⸗Synode denkt daran, daß sich Dr. Kurtz, nachdem er aufgenommen, auch nur eine taube Nuß um die ganze brüderliche Bitte kümmern werde. Jeder weiß es, und wußte es schon vorher, daß der Lehrparagraph nicht verändert werden wird. Auch haben wenigstens die 92, die für die Aufnahme stimmten, auch nicht einmal im Ernst das Verlangen gehabt, die Melanchthon Synode möge obige Veränderung vornehmen, es ist das Alles nur Wind, man wollte natürlich nur um jeden Preis Dr. Kurtz und die Melanchthon⸗Synode als Glied der General⸗Synode haben, weil man befürchtete, was Rev. Ehrhard aussprach: "if rejected, the M. S. might be the centre for another Synod." Alles andere drum und dran ist bloßer Dunst, den man machte, um den schmachvollen Verrath am Bekenntnisse der Kirche etwas zu verdecken, um etwa noch einige grüne, einfältige Menschen, die Gewissensscrupel bekommen möchten, einzulullen. — Wenn ein Funken wirklich lutherischer und deutscher Ehr⸗ lichkeit dagewesen wäre, so würde man doch vorher, vor der Aufnahme, wenigstens die Frage an Dr. Kurtz, der gegenwärtig und der Re⸗ präsentant der M.⸗S. war, gestellt haben, ob er wenigstens ge⸗ neigt sei, für seine Person, der Bitte der G.⸗S. Gehör zu geben, und ob man Hoffnung haben könnte, Etwas Gutes von der M.⸗S. zu erwarten. Aber nein, auch das nicht einmal. Und warum nicht? Der Grund liegt auf der Hand, weil man schon vorher durch die ganze Aussprache, Stellung, Wirksamkeit des Dr. Kurtz fest überzeugt war, daß er wenigstens, seinen bekannten General⸗Synodalisten gegenüber (der Mann scheint seine „Pap⸗ penheimer“ gut zu kennen), nicht einen Schritt weichen werde. So war denn das Ganze, wir wiederholen es noch einmal, nichts als ein h ö ch st unehrlicher amerikanischer humbug! Man macht der Missouri⸗Synode den Vorwurf, sie wolle sich nicht ame⸗ rikanisiren. Gehört obiges General⸗Synoden Manöver mit zur Amerikani⸗ sirung, so wolle sie doch Gott in Gnaden behüten, daß sie ihre deutsche Ehrlichkeit nie gegen solche amerikanische Kniffe umtauscht! — Eins war auffallend, daß man den Protest gegen den Beschluß (23 Stimmen waren dagegen) und besonders auch die Drohung Dr. Stohl⸗ manns, daß Brüder seiner Synode durch die Aufnahme der Melanchthon⸗ Synode leicht bewegt werden könnten, auszuscheiden, — so leicht nahm. Um Dr. Kurtz nicht zurückzuweisen, setzte man die gewandteste Politik in Bewegung, um die Deutschen zu behalten, regte man auch nicht den kleinen Finger. Dr. Mann und Dr. Stohlmann protestirten, und zwar hell und deutlich, aber man schien sich um sie nicht im Mindesten zu ängstigen. Woher kommt das? Ich befürchte fast, ihre englischen Brüder fürchten sich ebenso wenig vor ihnen, wie jener Bauernjunge vor einem bösen Hunde, denn, sagte er: „he bellt