# Lehre und Wehre_St. Louis Missouri_Juli 1859_S195 # AI-corrected against the scan — CHI Digital Archive (demonstration) Einige Glossen über die diesjährigen Sitzungen der sogenannten ꝛc. 195 (die Harkey's speech angenommen haben) setzen sich gegen den heil. Geist. ihr Grundsatz ist: not to make all people think exactly alike. Daraus erhellt, daß die „lutherische“ G.-Synode diese Stelle der hl. Schrift, wenn sie nur könnte, herausreißen und vernichten würde; daß sie, wenn sie nur könnte, den hl. Geist vorfordern würde und ihn strafen wegen seiner unverständigen Rede, und seiner Partheihalterei mit den bornirten Altlutheranern. Daraus erhellt, daß sie dieses Wort des hl. Geistes haßt, Ja daß sie den hl. Geist überhaupt haßt; und das kann auch nicht anders sein, denn der eigentlich treibende Geist der G.⸗Synode ist der Unionsgeist, das ist aber der Geist des Teufels, der wider Christum und seinen Geist ist. Der hl. Geist will die Seligkeit der Menschen und darum als Mittel den „einen Glauben;“ der Unionsgeist will die Verdammniß der Menschen, darum haßt er den „einen Glauben“, verfolgt den „einen Glauben“, schimpft ihn als einen miserabeln "dead level;" statt des „Glaubens“ will er Ansichten, Meinungen, Wahn, Christian feelings, und zwar verschiedene Ansichten, Meinungen, eine "partition", statt des „einen“ Glaubens aber eine "union in partition" d. h. eine gräuliche unionistische Glaubensmengerei. Und dann prahlt dieser Geist der Welt vor: "such union gives strength", weil er natürlich als der Lügengeist mit der eigentlichen Meinung nicht heraus will, sonst hätte er gesagt, was er meint und will und erstrebt, hätte plain herausgesprochen: such union gives money. — Ach, so ein armer frei geborner amerikanischer Dr. of Divinity will so frei, so selbständig stehen, auf eigene Faust das Lutherthum amerikanisch entwickeln und kann doch weiter nichts, als seinen werthen Collegen eine alte, abgedroschene deutsche Unionsfloskel wieder aufwärmen. Vor langen Jahren war es einmal in Berlin Mode, unionistisch wissenschaftliches Gesasel zu halten über: „die Einheit in der Mannigfaltigkeit“, das Harkey'sche: "union in partition", und mancher grüne Student wurde erst anfangs dadurch benebelt, bis er aber bald den gespielten Unionsbetrug einsah. Die heilige Schrift spricht wohl von einer Einheit der mancherlei „Gaben“, aber nie von einer Einheit der mancherlei „Glauben.“ Das ist eben der betrügerische trick des falschen Unionsgeistes, heimlich beides mit einander zu vermischen. — — — Welche Verblendung die Glieder der G.⸗Synode gefangen hält, erhellt auch daraus recht deutlich, daß wenn man sie mit Ernst drängt, doch nur einmal irgend ein Wort Gottes anzuführen, worauf sie ihre Synodal-Praxis, zumal ihre schmachvolle Glaubensmengerei, gründen könnten, sie Stellen vorbringen, die ihr ganzes Wesen geradezu vernichten. So führte mir ein G.⸗Synodalist Ephes. 4, 3. an: „seid fleißig zu halten die Einigkeit im Geist durch das Band des Friedens.“ Was soll man da nun zu sagen? Man traut seinen eigenen Ohren nicht. Da steht ja: „Einigkeit im Geist“, nicht Einigkeit im "humbug." Einigkeit in heuchlerischer Annahme eines „lutherischen“ Namens bei innerer geistiger Uneinigkeit und Zerrissenheit. Die G.⸗Synode thut ja gerade wieder das Gegentheil von dem, was der hl.