# Lehre und Wehre_St. Louis Missouri_Juli 1859_S194 # AI-corrected against the scan — CHI Digital Archive (demonstration) 194 Einige Glossen über die diesjährigen Sitzungen der sogenannten ꝛc. gehorsam, hat viel Arbeit und opfert ihre beste Zeit auf den Sitzungen den Lehrgegenständen im Allgemeinen und besonders den Artikeln des Glaubens, die in neuerer Zeit selbst von Lutheranern wieder in Frage gestellt werden; damit die Glieder der Synode immer inniger unter einander verbunden werden, immer fester an einander halten in einem Sinn und einerlei Meinung, auch immer mehr lernen einerlei Rede zu führen und so in dieser gefährlichen Zeit immer treuer wachen, daß nicht Spaltungen einreißen. Von dieser dringenden, beschwörenden Vermahnung des heiligen Apostels hat die General⸗Synode gar keinen Begriff. Keiner von allen den intelligenten Herrn hat die Stelle je gelesen, oder wenn er sie gelesen hat, so hat er Ohren gehabt und hat nicht gehört, oder hat gemeint, nicht der heilige Herr Gott rede zu so elenden, sündigen, in Finsterniß wandelnden Menschenkindern, die ja auf die Knie fallen sollten vor Ehrfurcht, wenn Gott mit ihnen redet; sondern eine dumme Gans pfiffe sie an. Und was hätten sich so fromme und gelehrte und besonders mit viel Liebe und Christian feelings begabte Herrn nach einem solchen Gepfeife zu richten. „Einerlei Rede führen?!“ ist das auch etwas für so große amerikanische General⸗Synodalisten! „Allzumal einerlei Rede führen!“ man höre nur! ist das nicht ganz schrecklich! Heißt das nicht die Geister knechten?! Ist das Liberalität?! Todte Orthodoxie mag wohl darauf dringen, grüne, deutsche Altlutheraner wohl darauf hinarbeiten, lutherisches Pabstthum die Menschen zu Sclaven machen wollen; — das lebendige Christenthum, die neue americanische Entwickelung des Lutherthums, das reinste Lutherthum, das die größte Zukunft hat, will sich natürlich von einem so beschränkten Geiste nichts sagen lassen. Was ist auch der arme heilige Geist gegen den großen amerikanischen Geist! — Das ärgert die G.-Synode wirklich ganz schändlich, daß der hl. Geist „einerlei Rede, einen Sinn, einerlei Meinung“ will; das ist ja Etwas so ganz Unvernünftiges, so ganz fürchterlich Unwissenschaftliches, und besonders für frei geborne Amerikaner so niederträchtig Demüthigendes, Wie kann sich der heilige Geist nur so Etwas unterstehen! — Dr. Harkey, seiner hohen Stellung sich bewußt, nimmt daher auch den hl. Geist, wie ein Schulmeister einen dummen Jungen bei den Ohren und lehrt ihm mores. „He“ sagt der DD. (cf. Pittsburgh Gazette) would not desire to reduce all to the dead level of exact uniformity, he would not make all people think exactly alike. Ihm ist die Ermahnung des hl. Geistes zu „einerlei Rede, Sinn, Meinung“ nichts anders als: to enforce a grand system of slavery, ihm ist's „römische Tyrannei.“ Weil der hl. Geist nur von „einem Glauben“ weiß, so will er auch natürlich in allen Glaubenssachen vollkommene Einigkeit, sowohl äußere „einerlei Rede“, als auch innere „einen Sinn und einerlei Meinung“, also gerade „exact uniformity,“ eben das, was der große Geist Harkey nicht will. Des heiligen Geistes ernstes, heiliges Bestreben ist es: „allzumal—πάντες—all people“ zu einerlei Sinn und Meinung zu bringen. Dr. Harkey und seine Collegen