# Lehre und Wehre_St. Louis Missouri_Juni 1859_S186 # AI-corrected against the scan — CHI Digital Archive (demonstration) 186 Literatur. Jesum Christum unsern einigen Heiland glaubet, und seinen Willen in Gottes Willen ergeben könne; hat ihn dann vermahnet in solchem Glauben durch Hülfe des heil. Geistes beständig zu verharren, und hat sich erboten, für den Kranken fleißig zu Gott zu bitten. Haben darauf die Kranken nun ihm Dr. Luthern gedankt, und angezeigt, sie könnten's um ihn nicht verdienen, daß er sie besucht hätte, da hat der Doctor pflegen zu antworten: Es sei solches sein Amt und Pflicht, und sei ohne Noth, daß sie ihm dafür dankten; und hat sie getröstet, daß ste sich wohl gehaben sollten, und nichts fürchten, denn Gott wäre ihr gnädiger Gott und Vater, deß hätte er ihnen zur Versicherung gute Siegel und Briefe gegeben, als sein Wort und die Sacramente; und auf daß wir armen Sünder von dem Teufel und Hölle erlöset würden, so hat sich der Sohn Gottes selbst für uns williglich in den Tod gegeben, und uns mit Gott versöhnet.“ Der HErr aber wird Alle, die auf Ihn hoffen, nicht zu Schanden werden lassen und zu Seiner Ehre sich herrlich erweisen an allen seinen Heiligen. R. Klinckenberg. —...— Literatur. Dr. J. H. Kurtz, Prof. zu Dorpat, hat ein Schriftchen herausgegeben unter folgendem Titel: „Die Ehen der Söhne Gottes mit den Töchtern der Menschen. Eine theol. Untersuchung zur exeget., histor., dogmat. und prakt. Würdigung des biblischen Berichtes Gen. 6, 1—4. Berlin (Wohlgemuth), 1857. (100 S. 18 Ngr.)“ Nach dieser Schrift haben die Engel nicht nur Leiber, sondern auch Zeugungsfähigkeit und haben sich wirklich einst mit den Töchtern der Menschen vermischt, woraus ein Riesengeschlecht hervorgegangen ist.*) Kurtz identificirt auch darin die Gen. 6, 1. angeblich erwähnten Engel keineswegs mit den ursprünglich gefallenen Engeln, sondern nimmt einen neuen Engelfall an, welchem die Strafe auf dem Fuße gefolgt sei, während die ursprünglich gefallenen Engel noch jetzt und zwar bis zum tausendjährigen Reiche Macht zum Verführen haben. Hengstenberg hat gegen diese alte Schwärmerei gezeugt. Kurtz hat daher eine Schrift gegen ihn herausgegeben, welche den Titel trägt: „Streitschrift gegen Dr. Hengstenberg. Die Söhne Gottes in 1 Mos. 6, 1—4. und die sündigenden Engel in 2 Pet. 2, 4. 5. und Jud. V. 6. 7.“ In der Ankündigung dieser Gegenschrift heißt es: „Indem der Verfasser von seinem entschieden kirchlich-gläubigen (!) Standpunkte aus eine gegen ihn gerichtete Abhandlung des Hrn Dr. Hengstenberg, in welcher sich „„wie in einem Mikrokosmos alles Verwerfliche an den exegetischen, polemischen und apologetischen Bestrebungen desselben sammelt und concentrirt,““ einer rücksichtslosen scharfen Prüfung unterzieht, und seine eigene Auffassung der bezüglichen Bibelstellen von neuem rechtfertigt, ist er *) Luther nennt diese Annahme eine närrische Fabel und Narrentheidung. I, 673. III, 200.