# Lehre und Wehre_St. Louis Missouri_M rz 1859_S91 # AI-corrected against the scan — CHI Digital Archive (demonstration) Bibliographischer Anhang. 91 Doch wer will das Meer der Wahrheit mit einem Deckel bedecken? Die Zeugnisse gegen die Lüge werden ungehindert aufsteigen wie der Nebel aus dem Meer. Und sie werden das dürre Land befeuchten, daß es fruchtbar wird und wachsend an guten Werken. Deshalb versammeln sich am 18. November in Frankfurt a. M. lutherische Geistliche beider Provinzen und wollen ein einmüthiges Zeugniß gegen das Unwesen ablegen. Möge Gott es segnen. Mögen viele fromme Herzen ihre Fürbitte für sie bei dem Throne des Höchsten einlegen. (Aus der Rudelbach⸗Guerickeschen Zeitschrift.) Bibliographischer Anhang. Vorläufiger Fingerzeig. Vor einiger Zeit zeigte ich Dr. Tilemann Heshusii Büchlein „vom Amt und Gewalt der Pfarrherren“ in dieser Zeitschrift (H. 2 v. 1857, S. 376) an; jetzt habe ich auf ein größeres Werk des alten treuen Zeugen der evangelischen Wahrheit aufmerksam zu machen. Es wird eine Wiederherausgabe seiner sehr selten gewordenen Evangelienpostille vorbereitet, die, so der Herr will, kräftig zur Förderung seines Reiches dienen kann. „Die Postille enthält Predigten über alle Evangelien durch das ganze Kirchenjahr, — für die hohen Feste deren mehrere, — für die Apostel⸗ und die in der lutherischen Kirche beibehaltenen Marientage, und 16 Passionspredigten.“ Das Unternehmen geht aus von einer evangelischen Dame, Fräulein Amelie von Maltzan in Rostock (Tochter des rühmlichst bekannten Verfassers der „christlichen Weltgeschichte“). Mit herzlicher Freude entspreche ich dem Wunsche der verehrten Unternehmerin, so viel, als mein schwaches Wort vermag, zur Förderung des preiswürdigen Werkes beizutragen. Ein vollständiges Exemplar der Postille liegt zwar nicht vor mir; aber schon die, „ohne besondere Auswahl“, abschriftlich mir zugegangenen sechs Predigten (auf den 1. u. 3. Advent; die fünfte von der Geburt Jesu Christi; die der Sonntage Sexagesimä, Palmarum — über Joh. 11, 1—14 — und des 19. n. Trin.) leisten sichere Bürgschaft, daß es sich hier um einen unbekannt gewordenen Schatz im Weinberge Christi handle. Was ich schon an Hesh. „Pfarrherren“ hervorhob, das findet sich auch in der Evangelienpostille bestätigt; wir haben hier einen ganzen evangelischen Mann vor uns, einen Prediger, dem die Gewißheit, einzig und allein im Glauben an Jesum Christum rechtfertig vor Gott bestehen und das Himmelreich ererben zu können, so durch alle Adern und Nerven gedrungen ist, daß jeder Pulsschlag seines geistlichen Lebens, jeder Athemzug seines ganzen Wesens und Auftretens, mit dem Apostel bezeugt: Ich weiß, an welchen ich glaube, und mit Augustinus verkündigt: Si Christum discis, nihil est, si aliud nescis; si Christum nescis, nihil est, si aliud discis. Es ist eine sehr bedeutsame Erscheinung, daß Frauen zum Verständniß dieser entschieden