# Lehre und Wehre_St. Louis Missouri_M rz 1859_S86 # AI-corrected against the scan — CHI Digital Archive (demonstration) 86 J. Ch. Köcher's Beweis, daß die evangelisch⸗lutherische Religion ꝛc. nung auf allerlei Art befestigten, so muß man uns doch die Thorheit nicht aufbürden, als ob wir dafür hielten, daß das Fleisch von Christo, als ein sündliches, entfernet sein müsse; sintemal wir wissen, daß dasselbe zur Rechten des Vaters im Himmel sitze, und bekennen, daß es einmal von dannen auf dem Thron der väterlichen Klarheit kommen werde": 1) „Nun erkläret der Engel deutlich die Ordnung und Weise eines so großen Geheimnisses, indem er saget: das Heilige, das von dir geboren wird, wird Gottes Sohn genennet werden, welches er daher beweiset, weil der Sohn Gottes hernieder kommen ist. Da nun dieser des Menschen Sohn in seine Selbstständigkeit aufgenommen hat, so hat er folglich denselben zum Sohn Gottes gemacht; weil der Sohn Gottes sich mit ihm verbunden und vereiniget hat. Solchergestalt hat der Sohn des Menschen, indem er vermöge der Geburt dem Sohn Gottes beigesellet ist, durch diese Vereinigung dasjenige gewonnen und mitgetheilt bekommen, was er nach seiner eigenen Natur nicht besitzen konnte. Und so ist, nach dem Wort des Engels, welches die Ketzer leugnen, zwischen dem Sohn Gottes und des Menschen ein Unterschied entstanden, doch mit Beibehaltung ihrer Vereinigung; und das nöthiget dieselben, daß sie Christum des Menschen Sohn, den Menschen, auch als Gottes Sohn ansehen, und den Menschen für Gottes Sohn, das ist für das Wort, für Gott halten, und also vermöge der Wahrheit der Schrift, die eben dieses bezeuget, erkennen müssen, daß Christus IEsus der HErr aus beiden, daß ich so rede, zusammen gefüget und entstanden, und, in der Gemeinschaft und gegenseitigen Verbindung der beiden Substanzen, vereinigter Gott und Mensch sei;“ im dritten Jahrhundert Cyprianus 2): „JEsus Christus ist, von einer Wolken bedecket, gen Himmel gefahren, daß er den Menschen, welchen er angenommen, welchen er von der Gewalt des Todes errettet hat, dem Vater als einen Ueberwinder darstellen möchte, und wird bald vom Himmel wiederkommen zur Strafe des Teufels, zur Beurtheilung des menschlichen Geschlechts, mit der Macht und Gewalt eines Richters;“ 1) in libro de Trinitate pag. 635. Opp. Nunc particulatim exponens tam magni sacramenti ordinem atque rationem, evidenter expressit, ut diceret, et quod ex te nascetur sanctum, vocabitur filius Dei: probans quoniam filius Dei descendit. Qui dum filium hominis in se suscepit, consequenter illum filium Dei fecit, quoniam illum filius sibi Dei sociavit et iunxit. Ut, dum filius hominis adhaeret in nativitatem filio Dei, ipsa permixtione foeneratum et mutuatum teneret, quod ex natura propria possidere non posset. Ac sic facta est angeli voce, quod nolunt haeretici, inter filium Dei hominisque, cum sua tamen sociatione, distinctio; urgendo illos, uti Christum hominis filium, hominem intelligant quoque Dei filium, et hominem Dei filium, id est, verbum (sicut scriptum est) Deum accipiant: atque ideo Christum Iesum dominum ex utroque connexum, (ut ita dixerim) ex utroque contextum atque concretum et in eadem utriusque substantiae concordia mutui ad invicem foederis confibulatione sociatum, hominem et Deum, scripturae hoc ipsum dicentis veritate, cognoscant. 2) de Idolorum vanitate in fine: Tunc in coelum circumfusa nube sublatus est; ut hominem, quem dilexit, quem induit, quem a morte protexit, ad patrem victor imponeret, iam venturus e coelo ad poenam diaboli, et ad censuram generis humani, ultoris vigore et judicis potestate.