# Der Lutheraner_St. Louis Missouri_1848 08 02_S211 # Machine transcription, uncorrected — CHI Digital Archive (demonstration) „Biſt du nicht der Mann, der Gott ſo oft gebeten e hat, ihm ſeine Gerichte zu offen aren? Wiſſe denn: was vor deinen Augen geſchehen iſt, das iſt alles auf Gottes Befehl geſchehen und hat alles ſeine hochwichtigen Urſachen, die ich dir nun ent— deckn will. Der Einſiedler im Walde, den wir von einem Löwen zerriſſen in ſeinem Blute liegend geſehen haben, hatte Gott um die Gnade gebeten, ihn dem HErrn IEſu zu Ehren, der ſein- Blut auf die Erlöſung der Menſchen verwendet habe, auch ſein Blut vergießen zu laſſen; dieſe Bitte hat ihinm denn Gott gewähret; denn vor Gott iſt zwiſchen einem Tyrannen und einem Löwen dies⸗ falls kein Unterſchied. Der andere Mann, den ich erſäuft habe, war vormals fromm, hatte ſich aber die Welt wieder in ihre Netze ziehen laſſen; dieſen brachte ich durch mein Zureden wieder zur Buße; damit er nun nicht von neuem in das gott⸗ loſe Weſen der Welt verflochten würde und ewig verloren ginge, habe ich ihn auf Gottes Verord⸗ nung, ſobald er wieder zur Buße gekommen war, aus dieſer verſuchungsvollen Welt genommen. Der Dritte war ſonſt ein frommer Mann, weil ihm aber Gott den ſilbernen Becher beſcheret hatte, brauchte er denſelben zur Hoffart, ja ſein Herz 207 hing ſo ſehr daran, daß er ſelbſt während ſeines Gebetes oft an den Becher gedachte; daher habe ich ihm dieſen Götzen und damit die Gelegenheit zur Sünde genommen. Der Vierte war, wie du ſelbſt geſehen haſt, ſehr gottlos und aus Gottes gerechtem Gerichte in verkehrten Sinn dahin ge⸗ geben; dem gab ich den Becher, anzuzeigen, daß er ſeinen Theil habe in dieſer Welt und künftig dem reichen Manne in der Hölle Geſellſchaft leiſten werde. Der Fünfte war vor Zeiten, als er noch kein Kind hatte, ſehr mild gegen die Armen; als ihm aber nachher Gott den einigen Sohn gab, fing er an zu kargen und zu geizen, und wäre, wenn er den Sohn behalten hätte, darüber ver⸗ loren gegangen; jetzt aber, da ſein Kind, welches in ſeiner Taufgnade ſelig geſtorben, ihm genom⸗ men iſt, wird der Vater ſich von ſeinem Geize wieder bekehren, als ein gläubiger Chriſt wieder wandeln, und alſo ſelig werden. Was dünket dich nun, Menſch! kannſt du auch Gottes Gerichte tadeln, oder dich mit Fug über ſeine wunderlichen Wege beſchweren?“ Der Chriſt ſchwieg, ſchied dankend von dem Boten Gottes und ärgerte ſich von nun an an keiner noch ſo unbegreiflichen Schickung Gottes. Veränderte Adreſſe: Herr Paſtor C. G. Stübgen, früher in Wheeling, Va., hat einen Ruf von der deutſchen lutheriſchen Gemeinde in Erie, Pa., angenommen, wohin derſelbe von nun an ſeine Briefe zu adreſ⸗ ſiren bittet. ö Herrn P. R. Grätz'ens Adreſſe iſt wieder: New Washington, Crawford Co, O. Erhalten für die Miſſion am Fluſſe Cass in Mich.: 514.814 von der Stadt⸗-Gemeinde zu Fort Wayne. Von den HH. Fried. Meyer, Joh. H. Trier, Louis Gerke, Gliedern der Landgemeinde des Hrn. Dr. Sihler, je Pl.00. 355.00 von der Gemeinde des Hrn. P. Jäbker aus Adams County. 50 Cts. von Frau Dieſen aus Noble County. A. Crämer, P. 51.00 und 52.00 von zwei Ungenannten. 50 Cts. von Hrn. Nagel. zur Synodal-Miſſions⸗Caſſe: 51.00 von Hrn. Metz, sen. 53.621 von einigen Ge⸗ meindegliedern in St. Lonis. Bezahlt. Den 4. Jahrg. Die HH. Fried. Krückeberg, Georg Marx, Ludwig Reichle. Die 2. Hälfte des 4. Jahrg. Die HH. Alt und Spieß. Den 4. und 5. Jahrg. Die HH. Phil. Anſchütz und Jakob Helfrich. Aben dmahl, heiliges, daß darin Leib und Blut Chriſti x nicht wahrhaft und wirklich gegenwärtig, wird nicht bewieſen 1. dadurch, daß es ein Gedächtnißmahl iſt 2, 2; 2. weil es an die Stelle des Paſſah getreten 22, 3; 3. weil bei der erſten Feier desſelben Leib und Blut Chriſti noch nicht in den Tod gegeben war 27, 13; 4. weil der Leib Chriſti damals noch nicht verklärt war 27,33 5. weil Chriſtus ſelbſt leiblich zugegen war 2, 2; 6. weil es dem Begriffe einer Opfermahlzeit und dem offenbaren Sinn und Zweck des heiligen Abendmahls widerſpreche 29, 1. —„In meinem Blut“ heißt ſo viel als wegen 29, 3. Von dem buchſtäblichen oder Wort-Sinne der Schrift darf nie abgegangen werden 37,3; denn dieß wäre 1. einer vernünftigen Aus⸗ legung zuwider 37,3; 2. dem Urſprunge der heiligen Schrift 38, 1; 3. dem Zweck derſelben 38, 2; 4. wer⸗ den wir davor in Gottes Wort ſelbſt ernſtlich gewarnt 38, 3; 5. hat der Teufel immer dazu verführt 39, 1; 6. iſt es wider das Beiſpiel aller Heiligen 39, 2. — „Iſt“ heißt in der heiligen Schrift nie „bedeutet“ 92, 1. Was unter Tropus zu verſtehen 93, 1. Wann ein Ausdruck in der heiligen Schrift eigentlich oder figürlich zu verſtehen 99, 3. Die Einſetzungs⸗ worte ſind cigentlich zu nehmen 1. weil kein Grund vorhanden, weßhalb man die eigentliche Bedeutung ver⸗ laſſen müßte 100, 3. 110, 2; 2. weil es viele wichtige Gründe gibt, die es widerrathen, und darthun, daß die Einſetzungsworte nothwendig eigentlich zu nehmen ſind 118, 2. 141, 3. 150, 1. 156, 3. Brod und Wein wird nicht in den Leib und das Blut Chriſti ö verwandelt 158, 1. Abſolution bedarf der Glaube 39, 3; wird geſprochen, ſo oft ein chriſtlicher Prediger den Mund aufthut 103, 3. Chriſtus ſelbſt hat Abſolution geſprochen 83, 2; die Vollmacht dazu den Jüngern ertheilt 84, 2; in ihnen iſt ſie dem Amte des Neuen Teſtamentes gege⸗ ben 90, 2. Schlüſſel bezeichnen eine mehrfache Ge⸗ walt 91, 1; im engeren Sinne den Binde- und Löſe⸗ Schlüſſel 91, 2; Gott ſelbſt vergibt und behält die 22*5 Sünde mittelſt des Binde⸗ und Löſe⸗Schlüſſels 91, 2. Ueber der inneren Gnadenverſicherung ſoll Niemand die Abſolution verachten 101, 2. Die Schlüſſelgewalt iſt keine richterliche und weltliche, ſondern eine geiſt⸗ liche 101, 3. Bann iſt von der ganzen Gemeinde zu üben 102, 1. Beichte vor dem Prediger 102, 1. Aeußerer Zwang ſoll dabei nicht herrſchen 102, 1. Allgemeine Beichte die unvollkommenſte 102, 2. Iſt der Prediger fähig, über Unbußfertigkeit und Bußfer⸗ tigkeit des Beichtenden zu urtheilen? 106, 3. Ob die Abſolution durch die Bedingung der Bußfertigkeit ein⸗ geſchränkt ſei 107, 2. Ob die Abſolution, auch wenn ſie von einem gottloſen Prediger geſprochen, kräftig ſei 115, 3. (Siehe auch Beichte.) Accommodation, rechte 77, 3. Amt,, das, des Neuen Teſtaments 77, 1. Anekdoten: Amphilochius bewegt den, Kaiſer Theodoſius zur Vertreibung der Arianer 8, 1. Sylvanus belehrt einen Mönch, der nicht arbeiten will 8, 2. Ein Säu⸗ fer ſchläft ein, ſobald er das Wort Gottes hört 8, 2. Marius, der Weihbiſchof, will bei der Mutter bleiben 8, 3. Ein Vater kann leichter ſechs Kinder ernähren, als ſechs Kinder einen Vater 13, 2. Beſtrafte Ver⸗ ſpottung des Tiſchgedets 13, 3. Luther und der Mönch⸗Proviſor Keſtner 13, 3. Eine feierliche Bet⸗ ſtunde zu Eilenburg 32, 2. Nicolai's, Krauſe's und Spira's ſchreckliches Ende wegen Verleugnung luthe⸗ riſcher Wahrheit 45, 3. Hochmüthige Demuth 55, 2. Moſer und der verdächtige Handel 55, 3. Volney in Todesgefahr 56, 1. „Gott ſei gelobt, daß ich in die Kirche gekommen bin“ ꝛc. 71, 1. Wunderbare Fü⸗ gung Gottes, aus dem Leben Lütkemanns 72, 1. „Mit Fried' und Freud' fahr' ich dahin“ 77, 2. Reue und Beſſerung 84, 3. Sapricius und Nicephorus 85, 1. Thatſächlicher Beweis, daß das Hören des Wortes Gottes nicht vergeblich iſt 85, 2. Dr. Lorenz erfährt Engelgeleite 86, 1. Julius'˖, Herzogs von Braunſchweig, Standhaftigkeit im Glauben 87, 2. Luther als Krankentröſter 87, 3. Beiſpiel aus der U Regiſter für den vierten Jahrgang des Lutheraner. Die erſte Ziffer zeigt die Seite, die zweite die Spalte derſelben an.) Geſchichte des päbſtlichen Bibelverbots 88, 3. Heß und die Bettler in Breslau 95, 3. Menſchenvergöt⸗ terung 96, 1. Kirchenexamina 103, 1. Verdamme nicht Alle um Einiger willen 102, 1. Das Hühnerei 103, 2. Felsners wunderbare Erhaltung 108, 1. Tiſchgebet 112, 3. Der geiſtliche Prieſter 120, 1. Der Tod eine gute Religionsprobe 120, 3. Jaczo, der Wendenfürſt 127, 2. Voltaire im Tode 128, 1. Ein Titel über ein Sündenregiſter 128, 3. Geſchla⸗ gener Unglaube 135, 2. Segen der Fürbitte für einen ungerathenen Sohn, aus dem Leben Speners 135, 3. Urlſperger und Francke 143, 1. Newton und Dr. Taylor 143, 2. Gottes Abſicht, wenn er unſere Kin⸗ der ſterben läßt 143, 3. „Joachim heraus! der Hei⸗ land iſt da“ 152, 1. Göttliche Bewahrung eines Kin⸗ des 152, 1. Unterſchied zwiſchen einer rationaliſtiſchen Kirche und einem Komödienhauſe 152, 3. Paulus ein Lutheraner, 152, 3. Der verſtoßene Vater 159, 3. Der kräftige Spiegel 159, 3. Papiſtiſche Marien⸗ verehrung 160, 1. Schuhe vom Bäcker 160, 3. Gött⸗ liche Langmuth gegen eine angefochtene Perſon 175,1. Ein chriſtlicher Gläubiger 175, 2. Die verlaſſenen Lutheraner 175,3. Warum haſt du das gethan? 182, 2. Johannes und der Jäger 183, 2. Der Zehr⸗ pfennig 183, 3. Freiwilliger Zehent 183, 3. Seid Thäter des Worts und nicht Hörer allein 184, 1. „Das iſt die Hand Gottes“ 199, 2. Anfechtung, die gefährlichſte 116, 2. Apologet, wie er die Schrift anführt 12, 1; ſeine Läſte⸗ rungen 47, 2; leugnet eine Thatſache 95, 3. Arndt, Joh., Erklärung der Worte: „Dieß thut zu mei⸗ nem Gedächtniß“ 22, 2. d'Aubigne hat falſche Berichte in ſeiner Kirchengeſchichte 67, 2. 92, 1. Aufklärung in den Urwäldern 94, 1. 136, 2. Augsburgiſche Confeſſion, ihre Uebergabe 65, 1. 73, 1. Die Veränderung derſelben 166, 3. Au guſtin über das Teſtament des HErrn 119, 1.