# Lehre und Wehre_St. Louis Missouri_Februar 1859_S55 # AI-corrected against the scan — CHI Digital Archive (demonstration) 54 J. Ch. Köcher's Beweis, daß die evangelisch⸗lutherische Religion ꝛc. der heiligen Schrift, und dem Befehl Gottes, der uns lehret“: ¹) „Aber alles andere, was sie von selbst, ohne Ansehen und Zeugnisse der Schrift, als eine apostolische Satzung erfinden und ausgeben, zerschlägt und vernichtet das Schwert Gottes;“ Augustinus ²): „Ich habe gelernet, den Büchern der Schrift alleine, welche canonisch genennet werden, diese Ehre und Hochachtung zu erweisen, daß ich festiglich glaube, es habe kein Verfasser derselben bei dem Schreiben einen Irrthum unterlaufen lassen. Die übrigen Schriftsteller aber lese ich also, daß ich, sie mögen auch so heilig und gelehrt gewesen sein, als sie wollen, nicht etwas deßwegen für wahr halte, weil sie der Meinung gewesen, sondern weil sie mir die Wahrheit dessen entweder aus jenen canonischen Scribenten, oder einem wahrscheinlichen Grund, beweisen können“: ³) „Wir müssen nicht aller Menschen Lehrsätze, ob sie gleich katholisch und berühmt gewesen, der canonischen Schrift gleich achten, dergestalt, daß uns nicht erlaubt sei, der ihnen gebührenden Ehre unverletzet, etwas in ihren Schriften zu mißbilligen und zu verwerfen, wenn wir etwa befinden sollten, daß sie anders gesinnet gewesen, als die Wahrheit, welche wir oder andere unter göttlichem Beistand erkannt haben, mit sich bringet. Also bin ich gegen anderer Schriften gesinnet, und so verlange ich auch, daß die Leser der meinigen gesinnet sein mögen;“ Lactantius ⁴): „Alles dieses müssen sie, die heidnischen Weltweisen, nicht mit ihrer eigenen Bejahung (denn eines sterblichen Menschen Ansehen gilt durchaus nichts), sondern mit göttlichen Zeugnissen bestärken, wie wir zu thun pflegen;“ Basilius ⁵): „Es ist recht und nothwendig, daß ein jeder dasjenige, was nützlich ist, aus der von Gott eingegebenen Schrift erlerne, so wohl zu mehrerer Vollkommenheit in der Gottseligkeit, als auch, daß er sich nicht an die menschlichen Satzungen gewöhne;“ 1) Commentar. in Aggaeum Cap. I. Tom. VI. Opp. p. 184. Sed et alia, quae absque autoritate et testimoniis scripturarum, quasi traditione apostolica, sponte reperiunt atque confingunt, percutit gladius Dei. 2) Epistola XIX. ad Hieronymum Tom. II. Opp. p. 27. Ego solis eis Scrip- turarum libris, qui iam Canonici appellantur, didici hunc timorem honoremque deferre, ut nullum eorum auctorem scribendo aliquid errasse, firmissime credam. — Alios autem ita lego, ut, quantalibet sanctitate doctrinaque praepolleant, non ideo verum putem, quia ita ipsi senserunt; sed quia mihi vel per illos auctores Canonicos, vel probabili ratione, quod a vero non abhorreat, persvadere potuerunt. 3) Epistola CXI. p. 199. Tom. II. Opp. Neque enim quorumlibet disputationes, quamvis catholicorum et laudatorum hominum, velut scripturas canonicas habere de- bemus, ut nobis non liceat, salva honorificentia, quae illis debetur hominibus, ali- quid in eorum scriptis improbare atque respuere, si forte invenerimus, quod aliter senserint, quam veritas habet, divino adiutorio vel ab aliis intellecta, vel a nobis. Talis ego sum in scriptis aliorum, tales volo esse intellectores meorum. 4) Divinarum Institutionum Lib. V. Cap. XIX. num. 11. Quae omnia non ad- severatione propria, (nec enim valet quidquam mortalis hominis auctoritas) sed divinis aliquibus testimoniis confirment, sicuti nos facimus. 5) In Regulis brevioribus Interrog. XCV.