# Lehre und Wehre_St. Louis Missouri_Februar 1859_S52 # AI-corrected against the scan — CHI Digital Archive (demonstration) J. Ch. Köcher's Beweis, daß die evangelisch⸗lutherische Religion ꝛc. 52 dichten. Denn was ist ihnen nach der Gotteslästerung unerlaubt? Doch ob sie gleich was erdichten, so wird es ihnen doch nichts helfen. Denn ihre Lehre selbst, wenn man sie mit der apostolischen vergleichet, wird sich, vermittelst ihres Widerspruchs und Verschiedenheit blos geben, daß sie weder von einem Apostel, noch von einem apostolischen Mann, ihren Ursprung habe; weil, gleichwie die Apostel einander in der Lehre nicht widersprechen, also können auch die apo⸗ stolischen Lehrer einander nicht entgegen sein, ausgenommen diejenigen, welche von den Aposteln abgefallen sind, und anders lehren;“ in dem dritten Jahrhundert Cäcilius Cyprianus ¹): „Woher hat diese Satzung ihren Ursprung? Kömmt ihr ein göttliches und evangelisches Ansehen zu; oder gründet sie sich auf die Befehle und Briefe der Apostel? Denn daß man thun müsse, was geschrieben stehet, bezeuget Gott, indem er zu Josua spricht: Laß das Buch dieses Gesetzes nicht von deinem Munde kom⸗ men, sondern betrachte es Tag und Nacht, auf daß du dich befleißigest, alles zu thun, was darinnen geschrieben stehet. So hat auch der HErr, indem er seine Boten ausgesendet, ihnen geboten, alle Völker zu taufen, und sie zu lehren, daß sie alles halten sollten, was er befohlen habe. Wenn es demnach in dem Evangelio geboten, oder in der Apostel Briefen oder Geschichten ent⸗ halten ist, daß die nicht sollen getaufet werden, welche von den Ketzern kom⸗ men; so muß diese göttliche und heilige Satzung beobachtet werden;“ und Origenes ²): „Gleichwie der Heiland durch das Wort seiner Lehre den Sadducäern ein Stillschweigen aufgeleget, und die falsche Lehre, welche sie für eine Wahrheit hielten, nachdrücklich widerleget hat; also werden es auch die Nachfolger Christi mit den Exempeln der Schrift machen, vermittelst welcher Kraft der reinen Lehre der Mund des Pharao gänzlich verstum⸗ men muß;“ in dem vierten Jahrhundert Ambrosius ³): „Sie (die Arianer) sagen, comparata, ex diversitate et contrarietate sua pronunciabit, neque Apostoli alicuius autoris esse, neque apostolici: quia sicut Apostoli non diversa inter se docuissent, ita et apostolici non contraria Apostolis edidissent, nisi illi, qui ab Apostolis de- sciverunt, et aliter praedicaverunt. 1) Epistola LXXIV. p. 211. Opp. Unde est ista traditio? Utrumne de Domi- nica et Evangelica auctoritate descendens, an de Apostolorum mandatis et Epistolis veniens? Ea enim facienda esse, quae scripta sunt, Deus testatur, et proponit ad Iesum Nave, dicens: Non recedet liber legis huius ex ore tuo, sed meditaberis in eo die ac nocte, ut observes facere omnia, quae scripta sunt in eo. Item Dominus Apostolos suos mittens, mandat baptizari gentes et doceri, ut observent omnia, quaecunque Ille praecepit. Si ergo aut in Evangelio praecipitur, aut in Apostolorum Epistolis aut Actibus continetur, ut a quacunque haeresi venientes non baptizentur, sed tantum manus illis imponatur in poenitentiam: observetur divina haec et sancta traditio. 2) Tract. XXIII. in Matthaeum cap. 1. Opp. Tom. III p. 830. Sicut Salvator verbo doctrinae suae silentium imposuit Sadducaeis, et falsum dogma, quod apud illos veritas putabatur, convicit fiducialiter; sic facient et Christi imitatores exemplis scripturarum, quibus oportet secundum sanam doctrinam omnem vocem obmutescere Pharaonis. 3) Lib. I. de fide cap. 4. initio: Dissimilem igitur dicunt esse, Nos negamus imo potius horremus hanc vocem. Sed nolo argumento credas, sancte Imperator