# Lehre und Wehre_St. Louis Missouri_Februar 1859_S49 # AI-corrected against the scan — CHI Digital Archive (demonstration) Aus der Generalsynode. 49 rungen aussprachen wider den Glauben der Kirche, der Sie zu dienen berufen sind, und wider die Glieder derselben, welche diesen Glauben für ihren eigenen Schatz im Leben und im Tode erkennen. Ferner: nach Ihrer „Rede“ sieht es aus, als ob die „Symbolisten“ in der Regel ohne „lebendige Frömmigkeit“ wären. Ist denn aber die Arbeit, die unsere Synode im Dienste Jesu thut, die lautere Predigt des Evangeliums in Kirchen und Schulen, um nur die Hauptsache zu erwähnen, nicht ein unverwerfliches Zeugniß lebendigen Glaubens? Ist denn die Generalsynode so viel reicher an guten Werken, an echten Früchten „lebendiger Frömmigkeit“, daß ihr Professor Weiser von der Missouri⸗Synode sagen kann, ihre „symbolische Orthodoxie“ zerstöre dieselbe? Es ist in der That zu verwundern, wo Professor Weiser den Muth zu einem derartigen gewissensrichterischen Aburtheilen über den Glaubensstand einer ganzen den reinen Glauben mit Wort und Werk bekennenden Synode hernimmt. Wenn eine solche Kampfesweise gegen die „Symbolisten“ aus seinem „System der lebendigen Frömmigkeit“ kommt, so muß man allerdings zugeben, daß die „symbolische Orthodoxie“ dasselbe von Grund aus zu zerstören sucht. Denn Wahrheit und Lüge, Christus und Belial sind und bleiben Todfeinde. Uebrigens darf nicht übersehen werden, daß die Polemik Professor Weiser's gegen die Missouri⸗Synode wohl zum Theil aus Ignoranz kommen mag. Wie könnte man einem Manne, der die „Symbolisten“ so lästern kann, zutrauen, daß er die symbolischen Bücher unserer Kirche überhaupt nur ganz gelesen, geschweige denn mit ernstem Gebet und gewissenhafter Vergleichung mit der heiligen Schrift studirt habe? Haben Sie es wirklich nicht gethan, so thun Sie es noch, Herr Professor Weiser, und wenn der heilige Geist sich nicht selbst verleugnet (was unmöglich ist), so werden Sie mit Schrecken erkennen, daß Ihr Kampf wider die „symbolische Orthodoxie“, wider die Theologie des lutherischen Bekenntnisses ein Kampf wider den Herrn Jesum und sein heiliges Wort selbst ist; und daß die Symbole nichts anders enthalten als die Lehre der heiligen Schrift, weil sie eben durch besondere Veranlassungen erforderte Darlegungen des aus der Schrift geschöpften Glaubens der Kirche Gottes sind. Sie sind die Antwort der Kirche auf die Rede des Herrn in der Schrift. In der Schrift spricht der Herr zu uns, und in den Symbolen bekennt die Kirche: wir glauben, was der Herr sagt. Dann wird auch Ihr Urtheil über die Christen ein anderes werden, welche in den Symbolen den Ausdruck des Glaubens finden, der in ihren Herzen lebt. Verachten Sie diesen wohlgemeinten Rath nicht, so gehässig er Ihnen auch in diesem Zusammenhang erscheinen mag. Ich kann nicht schließen, ohne noch auf den weitern schmählichen Widerspruch aufmerksam zu machen, in dem Professor Weiser und die Leute von der Generalsynode überhaupt mit sich selbst stehn. Was sie an den „Symbolisten“ verwerfen und hassen, ist doch die Entschiedenheit, mit welcher diese ihren aus Gottes Wort erkannten bekenntnißmäßigen Glauben bekennen und vertheidigen. Wie kommt es denn nun, daß die „toleranten“ Herren von der Generalsynode doch auch so entschieden für ihren Glauben auftreten, ob⸗