# Lehre und Wehre_St. Louis Missouri_Februar 1859_S48 # AI-corrected against the scan — CHI Digital Archive (demonstration) 48 Aus der Generalsynode. Er wäre nimmermehr an's Kreuz gekommen, wenn er so „tolerant“ gewesen wäre und das Uniren so verstanden hätte, wie die Herren von der Generalsynode. Was wäre aber dann aus der Erlösung und aus dem Evangelium, was aus der Kirche und der Welt geworden? Hätte Christus und seine Apostel und alle seine Jünger zu allen Zeiten nicht so scharf den Irrthum mit dem Schwerte des Geistes, welches ist das Wort Gottes, angegriffen und bekämpft, so wäre die Wahrheit vom Irrthum längst verschlungen und der Teufel führte die unbestrittene Herrschaft auf Erden, so gäbe es keine Christen mehr in der Welt und keine Seele könnte selig werden. Denn nur die Wahrheit, die Wahrheit aus Gott, kann uns aus armen Sündern zu Gottes Kindern machen. Die göttliche Wahrheit, das unverfälschte Evangelium ist der Schatz, den Gott seiner Kirche anvertraut hat, daß sie ihn an die Menschen austheile und bewahre. Zur Bewahrung desselben gehört aber nothwendig auch der Kampf gegen den Irrthum. Wehe ihr, wenn sie dieser doppelten Pflicht nicht nachkommt! Eins ist so wichtig wie das andere. Denn wie kann die Kirche das himmlische Gut austheilen, wenn sie es nicht bewahrt! Wie kann sie die Leute zum lebendigen Glauben an den Herrn Jesum führen und darin erhalten, wenn an die Stelle des Wortes Gottes Menschenweisheit und Irrthum treten? Wo darum die Kirche in einem Volke ihre Pflicht, das Wort Gottes zu bewahren, versäumt, da muß sie nothwendig zu Grunde gehn und ihr Leuchter von seiner Stätte gestoßen werden. Wer ein wahrer Christ und ein treuer Diener der Kirche ist, wird also keineswegs um falscher Liebe willen Wahrheit und Irrthum gleich viel gelten lassen, wie die Leute von der Generalsynode thun, sondern er wird den Irrthum, wo er ihn findet, im Namen Gottes angreifen und die Wahrheit Gottes fröhlich bezeugen, wie der Herr Christus und die Apostel, wie Luther und alle treuen Lehrer in der Kirche von jeher gethan haben. Daß Professor Weiser dies nicht gesehn und sich in einen so sonderbaren Widerspruch mit sich selbst verwickelt hat, das kommt eben von seinem blinden Hasse gegen die „Symbolisten“. Ist im Vorstehenden aus Gottes Wort und an dem Beispiele Christi und seiner Apostel, Luthers und aller treuen Lehrer der Kirche nachgewiesen, wie unbegründet und wie absurd, weil im Widerspruche mit sich selbst, die Behauptungen und Angriffe des Professor Weiser gegen die „Symbolisten“, d. i. die Anhänger und Vertreter der Lehre Christi und Luthers, wie sie in den Symbolen der lutherischen Kirche dargelegt ist, speciell die Missouri⸗Synode, sind: so erlaube ich mir nun, einige Fragen an Professor Weiser zu richten. Wodurch halten Sie sich für berechtigt, den „Symbolism“, die Theologie des lutherischen Bekenntnisses, die Lehre der Reformation, wie sie in der Anstalt zu Fort Wayne gelehrt und von der Missouri⸗Synode bekannt wird, „Irrthum“ zu nennen (S. 389 des Review)? Womit beweisen Sie es, daß die ernste Bewahrung der reinen Lehre, das feste Beharren bei dem Glauben Luthers, das treue Halten am lutherischen Bekenntnisse oder, wie Sie es nennen, der „Symbolism“, „die lebendige Frömmigkeit zerstört“ (S. 339. 343.)? Ihr Gewissen muß Sie geschlagen haben, als Sie solche Läste⸗