# Lehre und Wehre_St. Louis Missouri_Februar 1859_S45 # AI-corrected against the scan — CHI Digital Archive (demonstration) Aus der Generalsynode. 45 bewegen, die Arche unserer lieben Kirche zu verlassen und uns in die wogenden Gewässer der wechselnden Zeitmeinungen zu stürzen. Man halte uns nicht entgegen, daß ja gerade die lutherische Kirche laut unserer eigenen Klage voll von Irrlehrern sei, denn wenn wir unsere Kirche für rein erklären, wollen wir damit nicht sagen, daß dieselbe nicht ebensowohl von Irrlehrern beunruhigt werde, wie die apostolische, sondern lediglich, daß in ihr der Irrthum, in welcher Gestalt er auch auftreten möge, nie auch nur ein formales Recht habe. Möge denn der treue Gott sich seines armen lutherischen Zions erbarmen, die Irrenden in seinem Schooße zum Lichte der vollen Wahrheit zurückführen, die Schwachen stärken und dasselbe wieder zu einer Stadt machen auf hohem Berge. ——— (Eingesandt von Conr. Schick.) Aus der Generalsynode. Das Evangelical Review enthält einen Artikel (in englischer Sprache) mit folgender Ueberschrift: „Einem Bedürfniß in der lutherischen Kirche abgeholfen durch die Gründung des Missionsinstituts.“ „Eine Rede, gehalten von Prof. R. Weiser, Präsident des Central⸗College in Des Moines, Iowa, bei der Grundsteinlegung des Missionsinstituts zu Selinsgrove, Pa., am 1. September 1858.“ Die Gründung einer Lehranstalt zur practischen Ausbildung gläubiger junger Männer für das heilige Predigtamt innerhalb der lutherischen Kirche Amerika's ist ein Ereigniß, das in hohem Grade die Aufmerksamkeit der Lutheraner in diesem Lande erwecken muß. Denn eine solche Anstalt übt großen Einfluß auf weite Kreise, auf eine Schaar von theuer erkauften Seelen, denen durch sie großer Segen zu Theil wird, wenn man darin Gottes Wort rein und unverfälscht lehrt, oder auch großer Schaden, wenn statt dessen falsche Lehre darin herrscht, weil nur durch das lautere Evangelium das arme Menschenherz zu einem fröhlichen, lebendigen Glauben an den Herrn Jesum, unsern einigen Heiland gebracht und darin erhalten werden kann, durch alle falsche Lehre aber das freie Wachsthum des Glaubens gehemmt und das neue Leben verkrüppelt oder gar ertödtet wird. Nur die Wahrheit, die aus Gott ist, kann Gottes Werk am Menschen thun, und die Lüge, die aus der Hölle stammt, kann nur Gottes Wort hindern und verderben. Die Wahrheit allein soll uns frei machen, aber jeder Irrthum, jede falsche Lehre ist eine Fessel, womit Satan die Christen zu binden und in seiner Knechtschaft zu erhalten sucht. Weil sich dies nach der heil. Schrift so verhält, so werden unsere Leser nicht ohne Besorgniß aus der Ueberschrift ersehen, daß es sich dies mal um die Gründung einer Lehranstalt innerhalb der Generalsynode handelt, welche es bekanntlich mit Wahrheit und Lüge nicht so genau nimmt, wie dies doch