# Lehre und Wehre_St. Louis Missouri_Februar 1859_S44 # AI-corrected against the scan — CHI Digital Archive (demonstration) 44 Vorwort zu Jahrgang 1859. und Leerheit . . . Die Verwüstung war eine Folge des Falles der Engel, woraus wir weiter schließen, daß jene urweltliche Erde die Wohn⸗ und Uebungsstätte desjenigen Theiles der Engel war, die sich gegen Gott empörten und dadurch ihr Fürstenthum verloren und ihre Behausung zu verlassen genöthigt waren.*) Die Restitution dagegen **) war ein Ergebniß des göttlichen Rathschlusses, vermöge welches er sich seinen Weltplan nicht stören läßt ... woraus wir weiter schließen, daß der Mensch, an die Stelle Satans und seiner Engel gesetzt, auch dessen unterbliebene Aufgabe auszurichten, den gestörten Einklang des Weltalls wiederherzustellen und ihn selbst, den Zerstörer und Empörer, zu besiegen und zu richten berufen war.. Nun erklärt sich, welch ein nahes Interesse Satan daran hatte, Alles aufzubieten, um den Menschen zum Abfall zu verlocken ... Es war natürliche Feindschaft gegen den neugeschaffenen Emporkömmling, der die Behausung eingenommen hat, aus der er selbst verstoßen worden ist.“ (S. 96.) Auf diese Weise kommt denn Kurtz den Geologen mit ihren Jahrtausenden, die es nach ihnen zur Bildung der Erde gebraucht hat, entgegen. Mögen denn diese Citate genügen, zu zeigen, was man jetzt unter Fortentwickelung und Fortbildung der lutherischen Lehre von Seiten der theolologischen Stimmführer innerhalb unserer Kirche versteht. So wenig wir aber in den engen Grenzen, die uns gesteckt sind, im Stande sind, hier alle die Abweichungen von der Lehre unserer Kirche zu nennen und mit Citaten zu belegen, die man sich jetzt unter dem Titel der Weiterbildung des lutherischen Lehrbegriffs erlaubt, ebenso wenig werden unsere Leser hier einen Inductionsbeweis dafür erwarten, daß keine von unserer Kirche in ihren Bekenntnissen enthaltene Lehr darin irrig dargestellt sei und daher einer Verbesserung bedürfe, noch daß es keinen Glaubensartikel gebe, der nicht bereits ein Eigenthum unserer Kirche geworden sei. Zu unserem gegenwärtigen Zwecke genügt es, daß wir uns nur von einer Fortentwickelung der Lehre hiermit öffentlich lossagen, die etwas anderes will, als den unermeßlich reichen Schatz göttlicher Gedanken, der in der bereits unserer Kirche vertrauten seligmachenden Wahrheit liegt, aufzuzeigen, die vielmehr unser gutes Bekenntniß zu rectificiren im Sinne hat, also in der That keine Fortentwickelung, sondern Auflösung unseres Lehrkleinodes ist. Lebendig davon überzeugt, daß unsere ev.⸗luth. Kirche die im 7. Artikel der Augustana angegebenen Kennzeichen der Kirche an sich trägt, erkennen wir in jeder Veränderung ihrer Lehre eine Verfälschung derselben; und in unserem Gewissen davon überführt, daß die lutherische Reformation eine wahre, wirkliche, von Gott seiner Kirche in den letzten Zeiten geschenkte Reformation war, achten wir jede neue s. g. Wahrheit für einen alten oder auch neuen — Irrthum. Nichts wird uns daher je *) Kurtz beruft sich bei dieser Annahme auch auf folgende als seine Gewährsmänner: Stier, G. H. v. Schubert, Kniewel, M. Baumgarten, Rudelbach, Guericke! Anderer, wie Jacob Böhme's, M. Hahn's, Fr. v. Meyer's, Hamberger's, nicht zu gedenken. **) Das ist Kurtz die mosaische Schöpfung.