# Lehre und Wehre_St. Louis Missouri_Januar 1859_S13 # AI-corrected against the scan — CHI Digital Archive (demonstration) Die Geschichte der Lehre vom geistlichen Amte ꝛc. 13 meinschaft des Glaubens am Amte Christi. 6) Das Verhältniß der Gemeinde zu den öffentlichen Dienern am Amte Christi. IV. Cyprian's Anschauung von der Rechtfertigung. V. Cyprian's Lehre von der kirchlichen Verfassung. VI. Die Rechtfertigungslehre von Augustinus bis auf Gregor den Großen. VII. Die Geschichte des geistlichen Amtes von Augustinus bis auf Gregor den Großen. VIII. Die Zeit der Machtentfaltung von dem einen Mittelpunkte aus bis zur Reformation. IX. Die Elemente des Widerstandes. 1) Wider⸗ stand von Seiten des geistlichen Amtes. 2) Widerstand von Seiten des christ⸗ lichen Lebens. 3) Widerstand von Seiten der christlichen Wissenschaft. 4) Wi⸗ derstand von Seiten des weltlichen Amtes. X. Die Reformation. XI. Ge⸗ setzliche Ansichten vom Amte innerhalb der lutherischen Kirche. 1) Löhe. 2) Kliefoth. XII. Schlußwort. Ein Hauptabschnitt ist derjenige, welcher Luther's Lehre vom Amte wiedergeben will. Wir lassen denselben hier wörtlich folgen. „Wir gehen nun über zur Lehre Luther's vom Amte: wir werden sie consequent aus seiner Lehre von der Rechtfertigung herausgebildet finden. Daß ein Unterschied der Lehre vom geistlichen Amte in den früheren und spä⸗ teren Schriften Luther's stattfinde, ist zwar behauptet, aber nicht bewiesen worden. Wäre Luther später anderer Ansicht geworden, so hätte er gewiß die Pflicht nicht versäumt, in dieser so wichtigen Sache seine frühere Ansicht zu widerrufen. Statt dessen findet sich in der Hauptsache eine völlige Har⸗ monie der früheren und späteren Aussagen. Wir nehmen daher keinen An⸗ stand, je nach Bedürfniß auch aus den früheren Schriften Luther's zu citiren. Von dem Grundsatz der Rechtfertigung aus dem Glauben hat sich das ganze lutherische Lehrsystem entfaltet und der Christenheit bemächtigt, von da aus werden wir also auch Luther's Anschauungen vom Amte zu verstehen haben. Wir wollen versuchen, in Umrissen und Grundzügen dieselbe zur Dar⸗ stellung zu bringen. 1. Der Glaube an das Wort vereinigt mit Christus.— „„Nicht allein gibt der Glaube so viel, daß die Seele dem göttlichen Wort gleich wird, aller Gnaden voll, frei und selig; sondern vereinigt auch die Seele mit Christo, als eine Braut mit ihrem Bräutigam. Aus welcher Ehe folgt, daß Christus und die Seele ein Leib werden.““1) „„Wir nehmen seine Gestalt, verlassen uns auf seine Gerechtigkeit, Leben und Seligkeit; und sind also durch Gemeinschaft seiner Güter und unseres Unglücks Ein Kuche, Ein Brod, Ein Leib, Ein Trank, und ist alles gemein. O das ist ein groß Sacrament, daß Christus und die Kirche Ein Fleisch und Ein Gebein sind.““2) 2. Christus wirket diese Vereinigung nur durchs Wort. „„Alle Wirkung, die Christus wirket, ist ins Wort gefasset, und im 1) Sermon von der Freiheit eines Christenmenschen. Ausgabe v. Walch, Tom. 19, 1215, 19. cf. 1213, 14. 2) Tom. 19, 533, 23. Sermon v. d. hochw. Sacrament des hl. wahr. Leichn. Christi.