# Lehre und Wehre_St. Louis Missouri_December 1864_S376 # AI-corrected against the scan — CHI Digital Archive (demonstration) 376 Der über die Generalsynode hereinbrechende theologische Conflict. seine doctrinelle Basis. In mancher Beziehung steht es der Liturgie der New-Yorker Synode entschieden nach, aber es ist weit liturgischer, als das New Yorker Buch, und seine allgemeine Einführung hat deshalb mehr Wahrscheinlichkeit für sich. Es ist von der höchsten Wichtigkeit, daß die Freunde der Generalsynode den gleichen Fleiß, wie die Pennsylvania-Synode, darauf verwendeten, eine gute Liturgie zu Stande zu bringen. Einige der besten Talente der Kirche sollten sich an dieses Werk machen. Nicht jeder Theologe, nicht jeder gute Schreiber kann gute Formen des öffentlichen Gottesdienstes und der Ordnungen der Kirche verabfassen, oder auch nur zusammentragen. Weder die New-Yorker noch die Pennsylvania-Liturgie, am allerwenigsten die der Generalsynode genügt uns; wir halten keine derselben für der Kirche würdig. Eine Kirche mit einer solchen Literatur, solchen Schätzen an theologischen und Erbauungs-Schriften in deutscher, lateinischer und anderen Sprachen, wie sie die unsrige besitzt, sollte für ihre englisch redenden Kinder in Amerika eine bessere Liturgie herstellen, als bis jetzt in englischer Sprache erschienen ist. Wir meinen, der rechte Mann auf diesem Gebiet hat noch nicht die Feder ergriffen. Dieser Mann wird auch nicht auftauchen, es seien denn zuvor diesem Werk ernste und mit Gebet begleitete Studien gewidmet. Bis jetzt scheint es, daß die Ultra-Confessionalisten sich ernstlicher mit der liturgischen Literatur beschäftigt haben, als die Freunde der Generalsynode. Ein Katechismus ist in der Regel nur ein kleines Buch, aber von mächtigem Einfluß. Luthers kleiner Katechismus wird wahrscheinlich nicht verdrängt werden. Aber in dieser Zeit und in diesem Land der Jugendschriften, der Bibelclassen und Sonntagsschulen, ist eine gute Katechismus-Erklärung neben dem lutherischen Katechismus ein nothwendiges Bedürfniß für den katechetischen Unterricht. Die Pennsylvania-Synode hat ein solches Buch auf ihrer Lehrbasis ausgehen lassen. Laut ruft man nun nach einem gleich guten oder noch besseren Buch auf der Lehrbasis der Generalsynode. Was wir von Liturgie und Katechismus gesagt haben, läßt sich ebenso auch auf das Gesangbuch anwenden. Große Fortschritte sind seit wenigen Jahren in der Hymnologie gemacht worden. Und da die Freunde eines rigorosen Symbolismus ernstlich beflissen sind, ihren Theil der Kirche mit Büchern dieser Art von hohem literarischen Verdienst zu versehen, so können die Freunde der Generalsynode nicht müßig bleiben, ohne ihre Sache aufs Spiel zu setzen. Auf keinem Gebiet, sei es das theologische und literarische, oder das zeitschriftliche, oder das liturgische und katechetische, sollte die Generalsynode hinter der anderen Partei zurückbleiben. Wir haben unsrerseits die nöthigen Talente und den Fond von Gelehrsamkeit, um mit den Andern zu wetteifern, und glauben, daß die Zeit da ist, wo die besten Gaben in Thätigkeit werden gesetzt werden. Der große theologische Conflict ist ausgebrochen. Nicht, daß wir davon eine Spaltung fürchteten; die lutherische Kirche (?) spaltet sich nicht über Verschiedenheit der Meinungen. Selbst Rationalismus und Unglaube haben keinen Riß hervorgebracht (Gott bewahre uns doch in Gnaden vor einem