# Lehre und Wehre_St. Louis Missouri_December 1864_S375 # AI-corrected against the scan — CHI Digital Archive (demonstration) Der über die Generalsynode hereinbrechende theologische Conflict. 375 ziehen. In der Wahl der Professoren und Lehrer waren sie sorgfältig. Durch die Wegberufung des Dr. Schäfer von Gettysburg haben sie sich einen trefflichen Lehrer gesichert. Tief bedauern wir, daß ein so hoch geachteter und würdiger Mann eine Anstalt der Generalsynode verläßt und das Gewicht seines Namens an eine Parthei-Schule knüpft. Ihm zur Seite wird Dr. C. P. Krauth d. J. stehen, der wohlbekannte Herausgeber des "Lutheran." Seit seiner Bekehrung zum Ultra-Confessionalismus und während seiner editoriellen Laufbahn hat er zuweilen eine sehr schlechte Gesinnung an den Tag gelegt, indem er seine früheren Freunde Piraten und Verräther nennt, zur Unterhaltung seiner neuen Freunde und Bewunderer nicht Portraite sondern Carrikaturen der Herausgeber des Observer zeichnet und diese auf das Bitterste lächerlich macht. Sonst besitzt er ja Talent und Kenntnisse. Doch muß die Zukunft lehren, ob er die Geduld haben wird, sich Jahr aus Jahr ein in der Schulstube mit jungen Schülern zu placken, und ob er zu der logischen Tüchtigkeit die ersinderische und construirende Kraft besitzt, um einen guten Cursus theologischer Vorlesungen zu Stande zu bringen. Die anderen Professoren, nämlich die P. P. Dr. J. W. Mann, Dr. C. W. Schäfer und G. F. Krotel, sind bisher der Kirche hauptsächlich nur als populäre Prediger und erfolgreiche Pastoren bekannt gewesen. Man wird bald sehen, was sie auf ihrem neuen Arbeitsfelde zu leisten vermögen. Allem Anschein nach wird die Anstalt gleich beim Beginn eine hübsche Anzahl von Schülern haben. Wie weit wird sie wohl unseren anderen Seminarien Eintrag thun? Wie weit wird man die Kirche überreden können, daß unsere anderen Seminarien nicht die reine Lehre führen? Eine andere Kraft, ein Verbündeter des Philadelphia-Seminars und vielleicht nicht weniger einflußreich, ist ihr Organ, der "Lutheran and Missionary." Man kann nicht läugnen, daß, was immer diese Brüder an Geschick zum Schreiben eines Blattes besitzen, sie von Herzen dieser Zeitschrift widmen. Augenscheinlich sind sie entschlossen, ihr Bestes zu thun. Alle Schreiber dieser Parthei betheiligen sich mit an dem Blatte: alle ihre Pastoren und Studenten scheinen rührige Werber für Unterschriften zu sein. Haben sich die Freunde der Generalsynode und ihrer Anstalten schon daran gemacht, die Interessen des Observer, wie es Noth thut, mit gleichem Eifer und Energie zu fördern? Ist doch der Observer ganz loyal gegen die lutherische Kirche (?), gegen die Generalsynode, gegen die Anstalten zu Hartwick, Gettysburg ꝛc. Wir behaupten, daß die Interessen der Generalsynode, die Wohlfahrt aller Anstalten, die wir vertreten, das Gedeihen unserer Kirche in diesem Lande, von Seiten der Kirche eine eifrige Unterstützung des Observer erheischen, als des einzigen, weit verbreiteten englischen Blattes auf der Basis der Generalsynode. Die dritte Kraft, nämlich die Publication und Verbreitung von kirchlichen Büchern, ist von der höchsten Wichtigkeit. Die Pennsylvania-Synode hat eine Liturgie veröffentlicht, die viel Treffliches enthält. Wir weisen hier bloß auf die literarischen Verdienste des Buches hin ohne Bezugnahme auf