# Lehre und Wehre_St. Louis Missouri_December 1864_S367 # AI-corrected against the scan — CHI Digital Archive (demonstration) Corresponoenz aus Deutschland. 367 Anmerkung. a) Als die Jünger also stehen und wundern sich (denn dergleichen hat man vor nie von keines Menschen Leib gesehen, daß derselbe über sich in die Luft, wie ein Vogel, sich heben sollte), treten zween Engel zu ihnen, sagen ihnen: Sie sollen wieder zu Haus gehen, da sei nichts mehr zu sehen; der HErr werde fortan auf Erden nicht mehr kommen, bis er die Todten und Lebendigen werde richten. Da werde er gleich in einer Wolke hernieder kommen, wie er jetzt in einer Wolke sei hinaufgefahren. L. 13, 1308. Dr. Luther sagt: Diese auferstandenen Heiligen sind mit dem HErrn Christo gen Himmel gefahren, in das ewige Leben; gleichwie vor der Sündfluth Henoch, und dreitausend Jahr nach der Welt Anfang Elias, beide lebendig von Gott in Himmel genommen sind; denn Gott hat immerdar ein gewiß Zeugniß der Auferstehung vom Tode in seiner Kirche wollen erhalten. (Ebds. 1030.) b) Ph. Melanchthon meldet, daß diese Versammlung der hohen heiligen Väter und Propheten (s. V. 3.) mit dem HErrn gen Himmel gefahren sei. Jon. Predigt b. Beste Kanzelredn. I, 151. Judä v. 15 redet so gewiß von dem jüngsten Tage, als habe er ihn schon vor Augen, da er sagt: Der HErr ist kommen mit viel tausend Heiligen, d. i. mit einer solchen Menge, die nicht zu zählen ist. Denn das muß allein von dem jüngsten Tag gesaget sein, an welchem er kommen wird mit allen Heiligen, Gericht zu halten, denn vorhin ist er nicht mit viel tausend Heiligen, sondern allein auf die Welt kommen, nicht zu richten, sondern Gnade zu geben. (1 Thess. 3, 13., 2 Thess. 1, 10.) L. 9, 1333. c) Unter den Zeugnissen der heil. Schrift von Christo im Anhang der symb. B. wird auch dieses Zeugniß der Engel unter VII aufgeführt zum Beweis, daß solche Mittheilung der göttlichen Majestät ohne Vermischung, Vertilgung oder Verleugnung der menschlichen Natur, auch in der Herrlichkeit geschehe. ────◆◆──── Correspondenz aus Deutschland.*) Breslau den 29. Sept. 1864. Behufs Erörterung der obschwebenden schweren Streitfragen war zehn Tage vor Eröffnung der Synode eine Vorcommission aus zwanzig Mitgliedern zusammenberufen worden, zu der ich nebst Pastor Lohmann u. a. m. gehörte. Ohne Verzug wurde vor Allem die theol. Frage von Kirche und Amt zum Gegenstand der Verhandlungen gemacht. Mit völliger Ruhe und ohne Erregung der Leidenschaft ist durch Gottes Gnade das theol. Gespräch von beiden Seiten geführt, mit Ernst und ohne Rückhalt ist die Wahrheit von uns bezeugt worden. Vier volle Tage wurde zunächst *) Wir theilen hier zwei Briefe von unserem theuren Brunn mit, worin derselbe über den Verlauf der letzten Breslauer Synode berichtet. Der erste ist an Hrn. Dr. Sihler, der andere an den Redacteur dieses Blattes gerichtet. D. R.