# Lehre und Wehre_St. Louis Missouri_December 1864_S363 # AI-corrected against the scan — CHI Digital Archive (demonstration) Vorschlag und Probe zur Ausarbeitung eines Bibelcommentars ꝛc. 363 noch darum begrüßet, diese einzelne arme Jünger, die gar keines Ansehens noch Namens sind, aussendet in alle Welt zu predigen und damit will ausrichten die herrliche Prophezeiung, so fast durch aller Propheten Mund gesagt war, daß aus Jerusalem sollte ausgehen die große Botschaft und wie der Psalm 68, 12. sagt, das große Heer der Prediger des Evangelii in alle Welt; das mußte ja erfüllet und wahr werden. L. 11, 1299. b) Diese Verheißung stehet in allen Propheten, daß der Segen durch den Saamen des Weibes kommen soll auf alle Völker. L. 2, 1924. Nutzanwendungen. 1.) Es ist ein großer Trost, daß der leibliche Ort, von welchem dieses geistliche Reich zuerst entspringen wird, so deutlich vorhergesagt wird (Jes. 2, 2. 3.), daß die Gewissen versichert sind, es sei dasselbige Wort wahr, welches in jenem Winkel der Juden zuerst angefangen hat, gelehret zu werden; daß uns also der Berg Zion gleichsam eine Regel ist, nach welcher wir von allen Religionen und Lehren urtheilen können. Der Alkoran der Türken hat seinen Anfang nicht in Zion genommen, folglich ist er eine gottlose Lehre. Die mancherlei Gebräuche, Gesetze, Menschensatzungen des Papstthums haben ihren Anfang nicht in Zion genommen, folglich sind sie gottlos und wahrhaftig Lehren der Teufel. Also können wir uns gegen alle andere Religionen aufrichten und unsere Herzen trösten, daß dieses allein die wahre Religion sei, die wir bekennen. L. 6, 46. 2.) Hier sieht man, was da thut der Gottesfürchtigen Gemeinschaft! denn der HErr befahl den Jüngern, daß sie bei einander an einem Orte blieben, ehe sie den heil. Geist empfingen, und sich untereinander trösteten, denn er wußte wohl, daß sie würden Widersacher haben. L. 22, 754. Vers 5. Denn Johannes hat mit Wasser getauft, ihr aber sollt mit dem Heiligen Geiste getauft werden nicht lange nach diesen Tagen. Anmerkungen. Das ist der Unterschied zwischen der Taufe Johannis und Christi: Johannes giebt noch bringet nicht Vergebung der Sünden, sondern weiset sie nur auf den, der sie giebt. In Johannis Taufe wird die Vergebung der Sünden verheißen, in Christi Taufe wird sie gegeben. Darum so gilt Johannis Taufe jetzt nicht mehr. — Johannis Taufe hatte zweierlei Unterschied von der Taufe Christi. Erstlich, daß er jedermann vermahnete, Buße zu thun und daß sie sich bereiten sollten auf den zukünftigen Christum. Zum andern, daß sie warten sollten auf die Vergebung der Sünden, welche bringen sollte der, so da kommen würde; sie hat die Verheißung der zukünftigen Vergebung der Sünden durch Christum. L. 7, 1661. Johannes hat mit Wasser getauft: dieß wird nicht deßhalb gesagt, als ob in der Wassertaufe der Heilige Geist nicht wirksam sei, auch nicht deßhalb, als ob die Taufe Johannis eine andere sei, wie die, welche von der Apostel Zeit an in der christlichen Kirche ist gebraucht worden, sondern nur deßhalb, um einen Unterschied zu machen zwischen den Personen und Aemtern Johannis und Christi. Johannes ist nur ein Diener Christi, Christus ist der HErr selbst. Mit den Worten Luc. 3, 16.: Ich taufe mit Wasser, will er nur dieß sagen: Ich bin nur ein Diener des Heils, ein anderer aber, der nach mir kommen wird, ist der Urheber des Heils; auch durch meinen Dienst