# Lehre und Wehre_St. Louis Missouri_December 1864_S360 # AI-corrected against the scan — CHI Digital Archive (demonstration) 360 Vorschlag und Probe zur Ausarbeitung eines Bibelcommentars ꝛc. aller Gedanken und Speculation von der göttlichen Majestät enthalten sollen, sintemal niemand Gott kennet, sondern daß wir Christum hören, welcher ist in des Vaters Schooß, und offenbaret uns seinen Willen, vom Vater selbst uns zum Doctor und Lehrer darum gesetzt und geordnet, daß wir ihn hören sollen, Joh. 1, 18. Matth. 17, 5. (8, 1603). Vers 3. Gelobet sei Gott und der Vater unseres HErrn JEsu Christi, der uns gesegnet hat mit allerlei geistlichem Segen ᵃin himmlischen Gütern durch Christum. a) Das ist der geistliche Segen der Kirche. Er ist uns bereitet und ausgetheilet von dem gebenedeieten Gott durch den gebenedeieten Samen, und uns geoffenbaret in dem Segen und in der lieblichen Stimme des Evangelii, daß auch wir gerechtfertiget den Segen empfangen, und die Erlöseten Gottes und seine Kinder werden. (14, 1332*). Vers 4. Wie er uns denn erwählet ᵃhat durch denselbigen, ehe der Welt Grund gelegt war, daß wir sollten sein heilig und unsträflich vor ihm in der Liebe. a) Die ewige Wahl Gottes vel praedestinatio, das ist, Gottes Verordnung zur Seligkeit, gehet nicht zumal über die Frommen und Bösen, sondern allein über die Kinder Gottes, die zum ewigen Leben erwählet und verordnet sind, ehe der Welt Grund gelegt ward. (Concordb. v. Baumgarten S. 218.*) Diese ewige Wahl Gottes soll in Christo, und nicht außerhalb oder ohne Christo, betrachtet werden; denn in Christo, zeuget der heil. Apostel Paulus, sind wir erwählet, ehe denn der Welt Grundfeste gelegt war. (ebds. S. 232.*) Christus ist das Buch des Lebens, in welchem alle die geschrieben und erwählet sind, welche da ewig selig werden sollen. (ebds. S. 43.*) Vers 5. Und hat uns verordnet zur Kindschaft gegen ihn selbst durch JEsum Christ, (ohne den Christum sind wir Feinde Gottes) (11, 2856) nach dem Wohlgefallen seines Willens. Vers 6. Zu Lob seiner herrlichen Gnade (nicht aus den Werken) (9, 2802), durch welche er uns hat angenehm gemacht in dem Geliebten.ᵃ a) Warum spricht er nicht, in dem geliebten Sohn? Er will sagen, daß sonst keine Liebe noch Freundschaft sei, denn in dem geliebten Sohne, denn alles andere ist unter dem Zorn. So ich nun sage, er hat uns geliebet in dem Geliebten, so verstehe ich seinen Sohn, dieweil außer ihnen sonst eitel Ungnade ist und hilft nicht, daß man fürgiebt, ich meine es gut, ich diene Gott, rufe an den Schöpfer Himmels und der Erden. Höre, es ist eitel Ungnade und Zorn, bis daß du Christum ergreifest, denn Gott will die christliche Kirche versammeln unter ein Haupt, so da ist Christus, denn so wird sie auch geliebt. (Hoeck ungedr. Pr. über Joh. 3, 35.) Das soll uns gar ein trefflicher großer Trost sein in Angst und Widerwärtigkeit, *) Ich halte das vor einerlei gesagt zu sein, daß wir in Christo gesegnet werden mit geistlichem Segen der himmlischen Güter und daß uns Christus zum Segen in Ewigkeit gegeben sei (Ps. 21, 7.) Eines Priesters Amt aber ist Segnen mit einer solchen Art des Segens, wodurch uns Gaben geschenkt werden. Im übrigen findet sich das gemeine Segnen, da man diejenigen lobet, so Güter besitzen, und ihnen Glück anwünschet bei allen, auch den Geringsten; und zwar findet sich jenes durchgängig nur bei den Hohen, dieses aber nur bei Niedrigen. (4, 1598.)