# Lehre und Wehre_St. Louis Missouri_December 1864_S359 # AI-corrected against the scan — CHI Digital Archive (demonstration) Vorschlag und Prebe zur Ausarbeitung eines Bibelcommentars ꝛc. 359 mel und Erden, daß er nicht spricht: Im Anfang schafften, als viel, sondern schuf und schaffte als einer, in singulari, giebt er klärlich, daß nicht mehr denn ein einiger Gott und Schöpfer sei. Aber daß er spricht: die Götter, zeigt er, daß in demselbigen einigen göttl. Wesen eine Zahl sei, die man viel oder mehr denn eines nennet und bewahret damit unsern Glauben, daß wir keinen andern Gott außer dem einigen ewigen Gott gläuben und doch lernen sollen, daß dieselbige einige Gottheit mehr denn eine Person sei. Von dem an heißet nun durch die ganze Schrift Gott Elohim, d. i. Götter.“ 1 Mos. 1, 1. W. A. 22, 216. „Ehe ein Mensch erst recht verstehen lernet das erste Wörtlein in Mose: Im Anfang schuf Gott Himmel und Erden, so ist er todt; wenn er tausend Jahre lebte, so würde ers doch nicht auslernen.“ (Die Summa aller hier angeführten Stellen ist 60.) Beilage B. Auslegung der Epistel St. Pauli an die Epheser. Cap. I, v. 1—6 aus den Schriften Dr. Luthers und den symb. Büchern. Vorrede Dr. Luthers (14, 135). Vers 1. Paulus, ein Apostel ᵃJEsu Christi, durch den Willen Gottes, den Heiligen in Epheso und Gläubigen an Christo JEsu. a) Daß St. Paulus seinen Beruf und Amt so hoch hält und herrlich rühmet, rühmet er nicht als ein Ehrgeiziger seine eigene Person, wie etliche meinen, sondern rühmet und preiset nur allein sein Amt, das denn eine nöthige und heilige Hoffahrt und Ruhm ist; und dazu, daß er solches thut, hat er auch wohl nöthige Ursachen, als nämlich, auf daß er ihm ein Ansehen bei denen mache, bei denen er predigt, damit sie ihn desto fleißiger und lieber hören, und seine Lehre desto besser annehmen und fassen, denn sie hören da nicht den schlechten, albernen, einfältigen Menschen, der Paulus heißet, sondern hören in der Person Pauli den, so ihn gesandt hat, das ist, Christum und Gott den Vater selbst. (8, 1573 ff.) Vers 2. Gnade sei mit euch und Friede ᵃvon Gott unserm Vater, und dem HErrn JEsu Christo ᵇ(das ist: er wünschet ihnen einen göttlichen und himmlischen Frieden.) (8, 1596.) a) Es ist dieses ein Gruß, den aus sonderlicher Gewohnheit die Apostel zu führen pflegen, und in der Welt fast ganz fremde, und zuvor, ehe die Predigt des Evangelii angangen, niemals gehöret worden ist und wird in die zwei kurzen Wörtlein, Gnade und Friede, die Summa und Inhalt der ganzen christlichen Lehre und Wesens begriffen. Die Gnade vergiebt die Sünde, so hilft der Friede dem Gewissen zur Ruhe; denn zween Teufel sind, die uns sehr wohl plagen, die Sünde und das Gewissen. Diese beide greuliche und schreckliche zween Tyrannen hat Christus überwunden und unter seine Füße getreten in dieser gegenwärtigen und zukünftigen Welt. Darum hat St. Paulus die Weise, daß er allewege im Gruß seiner Episteln wünschet Gnade und Friede, damit man gegen die Sünde und bösem Gewissen bestehen möge. (8, 1593 ff.) b) Hiermit, daß er Gnade und Friede nicht allein von Gott dem Vater, sondern auch von unserm HErrn JEsu Christo wünscht, will er angezeigt haben, daß wir uns