# Lehre und Wehre_St. Louis Missouri_November 1864_S351 # AI-corrected against the scan — CHI Digital Archive (demonstration) Kirchlich⸗Zeitgeschichtliches. 351 denke, und mit der Annahme ein, daß diese Nation von Gott zu einer großen Nation bestimmt sei.“ Daß dieser Krieg „mit gänzlicher Zerstörung der Regierung“ enden könne, dagegen gab der Hochw. Redner den Trost, „daß niemals eine Nation in einem einzigen Jahrhundert entstanden, ihren Gipfelpunct erreicht habe und wieder zerfallen sei.“ Er „glaubt daher gewiß, daß die Nation aus diesem Kampfe reiner, besser und größer, als je zuvor, hervorgehen werde.“ Gegen befürchteten „Erfolg der südlichen Conföderation“ gab der Prediger des Evangeliums diesen Trost: „Der Süden sei sowohl an Geld als auch an Mannschaft hoffnungslos bankerott, während dem Norden Millionen zu Gebote stehen. Die Goldgruben in Californien, den Sierra-Nevada-Gebirgen, Idaho, Colorado, Montana und Utah seien die Basis unseres Reichthums, und wir hätten, wenn die Kriegsschuld viertausend Millionen Dollars betragen würde, genug Gold und Silber zur Bezahlung derselben und zur Ausstattung Aller mit einem Vermögen. Unsere Schiffe könnten mit Silber gepanzert und unsere Soldaten mit silbernen Gewehren equippirt werden.“ Seines prophetischen Amtes eingedenk, erklärte zwar der Diener Christi: „In Betreff des wahrscheinlichen Endes des Krieges könne nichts bestimmtes gesagt werden.“ doch setzte er tröstlich hinzu: „Wenn wir bis Christtag uns des Friedens halber noch nicht freuen können, so werden der Wohlgeruch der Frühjahrsblumen und die Juni-Rosenblätter uns denselben zuführen.“ — So berichtet der „Apologet“ vom 17. Oct. — Kein Wunder, daß zugleich berichtet wird, wie diese Rede oft „durch laute Jubelrufe und stürmischen Beifall unterbrochen“ wurde. Das sind die Propheten, wie sie die Welt haben will. Wer hätte je gemeint, daß in den Methodisten ein solcher Weltgeist stecke! Daß zur guten Lösung der „nationellen Krisis“ vor allem Buße nöthig sei, davon sprach dieser falsche Prophet, versteht sich, kein Wort, denn das würde natürlich die gehobene Stimmung gedämpft, die patriotischen Herzen mißgestimmt und die „Jubelrufe und den stürmischen Beifall“ erstickt haben. Installation. Am 4. Oct. fand die Installation der fünf theologischen Professoren des neuen Seminars in Philadelphia statt. Die Pastoren A. T. Geissenhainer von Bethlehem, G. F. Miller von Pottstown, Dr. F. W. Geissenhainer von New York (Präsid. des Directoriums), J. Vogelbach und S. K. Brobst waren dabei thätig. Die Professoren gaben hierbei folgende feierliche Erklärung ab: „Ich glaube, daß die kanonischen Bücher des A. und N. T. durch Eingebung Gottes gegeben und die vollkommene und einzige Glaubensregel sind, und ich glaube, daß die drei allgemeinen Glaubensbekenntnisse, das apostolische, nicänische und athanasianische, den Glauben der allgemeinen Kirche in Uebereinstimmung mit dieser Regel darstellen; ich glaube, daß die ungeänderte Augsb. Conf. in allen ihren Theilen in Uebereinstimmung mit der Glaubensregel und eine correcte Darstellung der Lehre ist; und ich glaube, daß die Apologie, der Katechismus“ (nicht die Katechismen?) „Luthers, die Schmalk. Art. und die Concordienformel eine getreue Entwicklung und Vertheidigung der Lehren des Wortes Gottes und der Augsb. Conf. sind. Ich verspreche feierlich vor dem allmächtigen Gott, daß alle meine Lehren in Gleichförmigkeit mit seinem Worte und den vorerwähnten Bekenntnissen sein werden.“ Gott helfe nun diesen Männern, denen eine so schwierige und hohe Aufgabe geworden und die hiermit ein so schönes Gelübde gethan, dasselbe halten und segne dann ihre Arbeit zum Heil seiner armen Kirche überschwänglich. Synode von Ost-Pennsylvanien. Diese Synode hat zwar, wie der „Observer“ vom 14. Oct. meldet, die von der Generalsynode vorgeschlagene Verbesserung ihrer Lehr- und Bekenntniß-Grundlage einstimmig gebilligt, aber auch zugleich folgende von Pastor R. A. Fink vorgelegte Resolution einstimmig angenommen: „Sintemal diese Synode durch ihre einstimmige Annahme der Amendments zur Constitution der Generals. sich völlig auf die Augsb. Conf. als ihre Lehrgrundlage gestellt hat — daher thun wir, damit kein Mißverständniß statt finde, folgende Erklärung: Beschlossen, daß diese Synode, während sie auf dem Worte Gottes ruht, als der alleinigen Autorität in Sachen des Glaubens, die römische Lehre von der „„realen Gegenwart““ oder die Transsubstantiation und mit derselben die Lehre von der Consubstantiation verwirft.... die Ohrenbeichte und Privatabsolution verwirft und die göttliche Verbindlichkeit des Sab-