# Lehre und Wehre_St. Louis Missouri_October 1864_S308 # AI-corrected against the scan — CHI Digital Archive (demonstration) 308 Kirchlich⸗Zeitgeschichtliches. tionen und Einführungen, das Recht der Ernennung von Substituten, was die Umstände erfordern sollten, sich vorbehalten haben. Und so befehlen wir denn hiemit uns und unsere Gemeinden der Barmherzigkeit des treuen Gottes und Heilands, DEr Seiner Kirche verheißen hat: in der Welt habt ihr Angst, aber seid getrost, Ich habe die Welt überwunden, — und: Siehe, Ich bin bei euch alle Tage bis an der Welt Ende. JHM sei Lob und Preis in der Gemeinde von nun an bis in Ewigkeit. Amen. L. O. Ehlers. J. Diedrich. Zöller. Th. Crome. C. Räthjen. L. Könnemann. G. v. Kienbusch.“ Man weiß in der That nicht recht, auf welchen Principien von der Kirchengewalt diese Synode sich erbaut. Zwar läßt sie, wie wir gehört haben, auch Laien mit reden, aber erst nachdem sie lediglich von Pastoren constituirt und fix und fertig ist, bittet sie ihre Gemeinden, „auch ihre Zustimmung zu derselben ausdrücklich auszusprechen und inmitten jeder Gemeinde zu bezeugen.“ Zwar klingt es recht schön, wenn es in der Constitution heißt, es solle die Synode alljährlich „unter freier Betheiligung von Gliedern unserer Gemeinden“ gehalten werden, allein genau besehen, erregt diese Bestimmung einer „freien Betheiligung“ den gewiß nicht ungegründeten Verdacht, daß die Laien auf der Synode wohl reden, aber nicht eigentlich mit den Pastoren gleichberechtigte Glieder der Synode sein können, die mit denselben auch „voces decisivas“ haben. Die Synode sieht sich so als eine bloße Pastorensynode an, durch die, wie auch Ehlers ausdrücklich sagt, sich die allein unterzeichneten Pastoren „als ein einiges geistliches Ministerium den ihnen anvertrauten Gemeinden und Jedermann vorstellen“ wollen. Dieser Verdacht ist um so gerechter, je entschiedener die beiden Leiter der Synode Ehlers und Diedrich bisher die luth. Lehre vom Predigtamt, vom geistlichen Priesterthum aller gläubigen Christen und von den Christen⸗ und Gemeinderechten öffentlich verworfen haben. Kirchlich⸗Zeitgeschichtliches. I. America. Americanisch⸗luth. Literatur. Unter der Ueberschrift: „The Literature of the Lutheran Church in the United States“ bringt die neueste (Juli⸗) Nummer des Gettysburger Evangelical Review einen Vortrag, den Dr. J. G. Morris bei der diesjährigen Versammlung der Generalsynode zu York, Pa., gehalten. Der Lutheran Observer macht dazu die Bemerkung: „Dr. Morris' view of our „Lutheran Literature“, though it puts the best face on the matter, shows how little we have to boast of; our pretensions in that line are shown to be so small that it would seem more modest not to make any at all.“ — Mit Bezug auf die Uebersetzung deutscher theologischer Schriften wird in dem Vortrag erwähnt, daß so viele gute lutherische Bücher von Männern anderer Denominationen übersetzt werden, daß selbst „unsre Uebersetzung deutscher Kirchenlieder nicht erfolgreich gewesen. Männer von andern Benennungen haben