# Lehre und Wehre_St. Louis Missouri_October 1864_S304 # AI-corrected against the scan — CHI Digital Archive (demonstration) 304 Zwei Actenstücke aus der preußisch⸗lutherischen Kirche. Zahl gering, doch haben wir die Seelenzahl unserer Gemeinden zusammengezählt und sie über 5000 befunden. Unsre Erklärung sollte dem Schreiben an den Herrn Minister angelegt werden. Bezüglich auf die Gemeine Liegnitz war bemerkt, wie der Pastor derselben es dankbar anerkenne, daß ihm bisher die Vortheile der General⸗Concession nicht entzogen seien. Schon früher war für unsere Synode der Name Immanuel⸗Synode in Vorschlag gebracht, damals aber Einwendungen gegen diesen Namen gemacht worden. Es empfahl sich jedoch bei abermaliger Erwägung dieser Name, weil er einem von einem Orte oder Lande hergenommenen vorzuziehen schien. Es war auch die Benennung freie evangelisch⸗lutherische Synode in Vorschlag gebracht worden und vielleicht wird sich der volle Name freie evangelisch lutherische Immanuel⸗Synode einbürgern. Daß die Pastoren Ehlers und Diedrich zum Synodal⸗Vorstand erwählt worden sind, steht auch in der Erklärung (nur das mag hier noch bemerkt werden, daß hervorgehoben wurde, es solle, wenn einer von diesen beiden Pastoren einen Theil der übrigen Pastoren, etwa die ihm zunächst wohnenden, zu einer Conferenz versammle, dies nicht als der Einheit des Synodal⸗Verbandes widersprechend aufgefaßt werden). Es wurde aber auch über Begründung einer Synodal⸗Kasse gesprochen, da voraussichtlich von Seiten der Synode Ausgaben zu machen sein werden, wie z. B. Pastoren, die weit bis zum Synodalort zu reisen haben, zur Bestreitung der Reisekosten der Unterstützung bedürftig sein werden. Ferner können anderweite Reisekosten entstehen, z. B. wenn von einer Gemeinde wegen dringender Umstände eine besondere Visitation begehrt wird und dieselbe zu arm ist, die Kosten aufzubringen. Ferner Reisekosten bei Bedienung von Gemeinden, deren Pastorat erledigt worden. Ferner Deckung im Interesse des Synodal⸗Ganzen entstandener Portokosten. Zum Kassirer wurde der Partikulier Matthes in Rogasen ernannt, der sich auch willig erklärte, dieses Amt zu übernehmen.“ Räthjen sagt in seiner Kirchenzeitung: „Da immerhin ähnliche Vereinigungen neben uns bestehen und sich bilden können, so wollen wir einen möglichst allgemeinen Zunamen damit verbinden und uns fortan „freie lutherische Immanuels⸗Synode“ nennen.“ Vom dritten Sitzungstage berichtet Ehlers noch Folgendes: „Am Donnerstage wurde die Tags zuvor besprochene Erklärung der Versammlung wieder vorgelegt und nachgehends unterzeichnet. Es wurde aber die Versammlung an diesem Tage besonders durch eine die Magdeburger Gemeine betreffende Frage bewegt, nämlich wer an die Stelle des seligen, von der Gemeine mit vieler inniger Liebe geliebten Past. Wolf treten werde. Schon auf unserer vorjährigen Synode in Neu⸗Ruppin hatten wir nicht recht gewußt, wohin wir unsere Missions⸗Beiträge geben sollten; der heute gemachte Vorschlag, sie der Lauenburger Missions⸗Gesellschaft zufließen zu lassen, an deren Spitze die Pastoren Genzken (in Schwarzenbeck) und Moraht (in Mölln) stehen, fand allgemeinen Beifall. Ob Past. Witte wieder an unsern Gemeinen in Thätigkeit treten werde, blieb ungewiß.