# Lehre und Wehre_St. Louis Missouri_October 1864_S298 # AI-corrected against the scan — CHI Digital Archive (demonstration) 298 Zwei Actenstücke aus der preußisch⸗lutherischen Kirche. „S. 78 wird die „Zugehörigkeit des äußeren kirchlichen Organismus zur eigentlichen Kirche“ behauptet; S. 91 wird verworfen, daß „Ungläubige und äußrer kirchlicher Organismus außerhalb der eigentlichen Kirche fallen“; S. 87 wird verworfen, daß „die Gemeine der Gläubigen, die geistliche Kirche, die eigentliche Kirche sei“; S. 68 wird gesagt, daß „die eigentliche Kirche zugleich wesentlich externa societas sei“; S. 75 wird gelehrt, daß zum Begriff der „congregatio sanctorum nicht bloß eine unsichtbare Zahl der Gläubigen, sondern ein sichtbares Zusammengehaltenwerden derselben durch Wort und Sacrament“ gehöre. Nach diesen Sätzen rechnet Huschke die externa societas und den gesammten äußeren Organismus in solcher Weise zum Wesen der Kirche, daß kein Unterschied zwischen eigentlicher und uneigentlicher Kirche stattfindet, wenn ihm auch S. 74 „die unsichtbare Seite der Kirche die an Dignität wichtigere ist“, so sind ihm die Gläubigen doch nicht allein und ausschließlich die eigentliche Kirche, sondern nur die unsichtbare Seite der Kirche und die eigentliche Kirche selbst ist zugleich wesentlich und dergestalt die externa societas, daß alles, was von der externa societas und ihrem Organismus umschlossen wird, mit zur eigentlichen Kirche gehört. Daher auch, wie unten folgt, Huschke zwischen Leib Christi und anstaltlicher Kirche schlechterdings keinen Unterschied macht, sondern geradezu die letztere mit dem Leib Christi identisch setzt. Dagegen die Symbole unterscheiden die Gemeine der Gläubigen von der externa societas. Sie sagen: nur die ersten sind eigentlich d. h. wirklich Kirche oder Leib Christi; von den gottlosen Gliedern, die die externa societas in sich schließt, heißt es aber geradezu: sie sind nicht Glieder des Leibes Christi, nicht die rechte eigentliche Kirche. Hiermit lehren also die Symbole: 1) Daß nicht alles, was die Peripherie der externa societas, der äußern Kirche, umschließt, zugleich auch zur eigentlichen Kirche gehört, sondern die Symbole ziehen zwei Kreise: eine externa societas, die Gute und Böse umschließt, und in ihr der engere Kreis der wirklich Gläubigen, welche allein der Leib Christi, die eigentliche Kirche sind; 2) Das, was uns also zu Gliedern dieser eigentlichen Kirche macht, ist nicht die externa societas und die Mitgliedschaft an ihr, sondern allein der Glaube, die interna societas fidei et spiritus s. in cordibus; und 3) wenn man nun unter „Wesen“ der Kirche dasjenige verstehen muß, was die Kirche eigentlich ist, oder was uns zu Gliedern der Kirche im eigentlichen Sinn macht, so folgt, daß die externa societas, der äußere kirchliche Organismus, nicht zum Wesen der Kirche gehört, sondern nur zur irdischen Erscheinungsform derselben oder wie die Symbole buchstäblich sagen, daß die Gottlosen zwar am äußern Organismus participiren, aber doch „nicht die eigentliche Kirche sind.“