# Lehre und Wehre_St. Louis Missouri_September 1864_S280 # AI-corrected against the scan — CHI Digital Archive (demonstration) 280 Litterarische Intelligenzen. Solch Sehnen und Ringen nach einem festen Bekenntniß hat sich in erfreulicher Weise auf den in den letzten Tagen in Paris gehaltenen Pastoralconferenzen herausgestellt. Während die rationalistische Partei, durch eine kleine Anzahl Redner vertreten, die Behauptung aufstellte, daß die Lehrthätigkeit der Pastoren keine andere Grenze habe, als die heilige Schrift, welche ein jeder nach seiner eigenen Vernunft und seinem Gewissen erklären könne, behaupteten hingegen die gläubigen Mitglieder der Conferenz, daß die Kirche unmöglich den beliebigen Einfällen ihrer Lehrer geopfert werden dürfe, und daß es bestimmte Wahrheiten gibt, welche das Wort Gottes deutlich lehrt, von denen man nicht abweichen könne, ohne vom Christenthum abzufallen. Die Conferenz hat daher beschlossen, sich zu den von Herrn Guizot, dem ehemaligen Minister, aufgestellten Grundsätzen zu bekennen, welche sich auf folgende drei zurückführen lassen: 1) Wir glauben an ein übernatürliches Walten Gottes in der Regierung der Welt. 2) Wir glauben an die göttliche und übernatürliche Eingebung der heiligen Schrift, an ihre höchste Autorität in Glaubenssachen. 3) Wir glauben an die ewige Gottheit, an die wunderbare Geburt, sowie an die Auferstehung unseres HErrn JEsu Christi, der da ist Gott-Mensch, ein Heiland und Erlöser der Menschen. Diese Glaubenssätze können als der erste Ansatz der reformirten Kirche Frankreichs, zu ihren alten Bekenntnissen zurückzukehren, betrachtet werden. Freilich können sich innerhalb der weiten Grenzen, welche diese Glaubenssätze stellen, noch manche Irrlehren bergen. Aber wir wollen zu Gott hoffen, daß die gläubigen Glieder der reformirten Kirche Frankreichs sich je länger je mehr durch den heiligen Geist leiten lassen, um in die Tiefen der heiligen Schrift einzudringen und somit heranzuwachsen zu einerlei Glauben und Erkenntniß des Sohnes Gottes. Wir aber wollen in Demuth dem HErrn danken für das kostbare Erbe, welches uns unsere Väter in der Augsburgischen Confession und den übrigen Bekenntnißschriften gelassen haben, und mit freudigem Glaubensmuthe wollen wir am reinen Wort und Sacrament, welches darin bekannt wird, festhalten, wie der HErr uns dazu vermahnt: Siehe, ich komme bald. Halte was du hast, daß Niemand deine Krone nehme. Offb. 3, 11. (Freimund.) Litterarische Intelligenzen. In Neu-Ruppin bei Bergemann ist erschienen: G. Büchner's Bibl. Real- und Verbal-Handconcordanz oder exeget. homilet. Lexicon. Durchges. und verb. von A. W. Vetter, ev.-luth. Pfarrer zu Jenkau. 1862. 1129 S. 1¾ Thlr. — Wir erwähnen diese Ausgabe des alten vortrefflichen Büchner nicht sowohl, um dieselbe zu empfehlen, als um vor ihr zu warnen. Laut der Vorrede hat nehmlich diese Concordanz in der